Die israelische Firma DSIT Solutions hat auf dem Combined Naval Event 2026 (CNE 2026), einer Messe für Meerestechnik & Sicherheit, ein neues Konzept für das Lagebewusstsein im Unterwasserbereich (Underwater Domain Awareness – UDA) vorgestellt. Diese Lösung soll zur Erstellung eines kontinuierlichen, weitreichenden Unterwasserlagebildes dienen.

Die CNE 2026 fand vom 19. bis 21. Mai 2026 im Farnborough International Exhibition Centre, in Großbritannien statt. Es handelt sich laut Veranstalter um die führende europäische Fachmesse und Konferenz für maritime Verteidigung, U-Boot-Technologien und NATO-Kooperationen.
DSIT Solutions: Neue Lösung basiert auf mehrschichtiger Detektion
Die neue Lösung von DSIT Solutions basiert auf einer mehrschichtigen Detektion und Klassifizierung von Unterwasserkontakten über kurze, mittlere und große Reichweiten, so der Hersteller. Dabei ist die UDA-Lösung eine Kombination aus fortschrittlichen und bewährten Sonarsystemen, die die Detektion und Klassifizierung von Unterwasserbedrohungen wie U-Booten, Kleinst-U-Booten, Tauchereinsatzfahrzeugen (SDVs), unbemannten Unterwasserfahrzeugen (UUVs), Tauchscootern (DPVs) sowie Tauchern von Spezialeinheiten ermöglicht.
Die Lösung umfasst die folgenden Systeme:
- DSITs AquaShield (DDS) und PointShield (PDDS) zur Detektion von Tauchern und UUVs bieten automatische Erkennungsfunktionen über relativ kurze Distanzen und ermöglichen eine hochauflösende Detektion in kritischen Bereichen. Sie zeichnen sich durch äußerst niedrige Fehlalarmraten bei gleichzeitig sensibler Bedrohungserkennung aus und erfordern keinen Bediener, der das System in Echtzeit überwacht.
- DSITs BlueShield – das auf der CNE erstmals vorgestellt wurde – ist ein fortschrittliches Sonarsystem zur Abwehr von UUVs (Counter-UUV-Sonar). Es handelt sich um ein am Meeresboden montiertes Aktiv-/Passivsystem mit mittlerer Reichweite. Das System wurde auf der Grundlage des weltweit bewährten BlackFish-Rumpfsonars (HMS) von DSIT entwickelt und ist speziell darauf ausgelegt, kritische Interessensgebiete wie Grenzen, Häfen und Marinestützpunkte zu sichern.
- DSITs SeaShield ist der einzigartige und fortschrittlichste Baustein der UDA-Lösung. Es handelt sich um ein stationäres Niederfrequenz-Sonarsystem, das aktive und passive Betriebsmodi kombiniert und in allen Modi eine automatische Detektion und Verfolgung ermöglicht. Die besondere Konstruktion des Systems sowie fortschrittliche akustische Signalverarbeitungsverfahren erlauben die Detektion von Unterwasserkontakten über sehr große Distanzen. Diese Fähigkeit schafft ein umfassendes Lagebewusstsein und unterstützt die Überwachung großer Unterwasserbereiche sowie den Schutz vitaler Interessensgebiete wie Meerengen und Zufahrtswege zu Häfen und Ölterminals.
Die von allen Sonarsystemen – deren Reichweiten und Detektionsfähigkeiten sich teilweise überschneiden – erfassten Informationen werden an ein zentrales Führungs- und Kontrollzentrum (Command & Control Center) übermittelt. Dort wird ein ganzheitliches Lagebild der Geschehnisse unter Wasser erstellt. Die Informationen werden mittels datengestützter Zusammenführung unter Einsatz von KI verarbeitet.
Die UDA-Lösung von DSIT bietet eine Detektionsfähigkeit, die eine kontinuierliche, rund um die Uhr (24/7/365) gewährleistete Dominanz im Unterwasserbereich ermöglicht – bei gleichzeitig großflächiger Abdeckung und gleichzeitiger Einsparung von Ressourcen wie Schiffen und Hubschraubern, so der Anbieter bei der Vorstellung.
Amir Alon, DSITs Vizepräsident für Marketing und Geschäftsentwicklung, erklärte: „Der Unterwasserbereich sieht sich mit einer rasant wachsenden Zahl fortschrittlicher, unbemannter Bedrohungen konfrontiert. Unsere UDA-Lösung bietet eine Antwort auf diese wachsenden Herausforderungen – durch eine kontinuierliche, weitreichende und mehrstufige Detektion, die eine umfassende Kontrolle unter Wasser ermöglicht.“
Text: Redaktion / af
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