Der französische Bootsspezialist MAURIC wurde mit dem Entwurf von fünf sogenannten River-Rhine Fluss-Patrouillenboote für die Küstenwache von Bangladesch beauftragt. Bei dem Programm RPV 385 handelt es sich um 38 Meter lange Fluss-Patrouillenboote. Der Auftrag zur Lieferung des Designpakets und der Hauptausrüstung wurde gemeinsam an MAURIC und das norwegische Unternehmen Nordic Naval AS – als Projekt Integrator – vergeben. Die fünf Einheiten werden vor Ort in Bangladesch von der Werft Dockyard & Engineering Works Limited gebaut; der Baubeginn ist für das vierte Quartal 2026 geplant.

Dieser Auftrag unterstreicht den geschäftlichen Erfolg von MAURIC in Asien sowie die Bedeutung des Portfolios an Patrouillenboot-Entwürfen über die europäischen Grenzen hinaus, insbesondere auf den Märkten in Asien und im Nahen Osten.
Die 38 Meter langen Patrouillenboote, die eine Geschwindigkeit von 22 Knoten erreichen können, verfügen über einen Stahlrumpf und Aufbauten aus Aluminium. Sie werden mit einer ferngesteuerten 30-mm-Kanone ausgestattet und bieten Platz für bis zu 29 Personen bei Einsätzen mit einer Dauer von bis zu 10 Tagen. Diese Eigenschaften machen sie zu vielseitigen Einheiten, die sich für die maritime Überwachung, Einsätze zur Bekämpfung von Schmuggel sowie den Schutz der Hoheitsgewässer Bangladeschs eignen, so das Unternehmen bei der Vorstellung.
Die Entscheidung der Behörden von Bangladesch für den Entwurf von MAURIC basierte auf dem bestehenden Portfolio an Küstenpatrouillenbooten des Unternehmens, deren Leistungsfähigkeit unter realen Einsatzbedingungen bereits bestätigt wurde; die nachgewiesene Effektivität dieser bereits im Dienst befindlichen Entwürfe war dabei ausschlaggebend.
MAURIC: Langjährige Erfahrung in Konstruktion schneller Patrouillenboote
MAURIC verfügt über langjährige Erfahrung in der Konstruktion schneller Patrouillenboote; bereits 1945 legte André Mauric, der Gründer des Unternehmens, den Grundstein für die Entwicklung von schnellen Patrouillen- und Einsatzfahrzeugen. Seither hat MAURIC kontinuierlich spezifisches Know-how im Entwurf von Rumpfformen für Hochgeschwindigkeitsschiffe sowie in der Integration zuverlässiger und effizienter Motoren- und Antriebssysteme aufgebaut. Seit dem Jahr 2000 wurden mehr als 25 von MAURIC entworfene Schiffe in Dienst gestellt; sie sind unter anderem bei der französischen SNSM, der spanischen Guardia Civil und der IMPA in Angola im Einsatz.
Auch ist das Hybrid River Patrol Boat 170 (HRPB 170) auf dem Rhein im Einsatz um die Grenze zwischen Frankreich und Deutschland zu überwachen. Das Boot hat einen sehr geringen Tiefgang und nutzt einen umweltfreundlichen Hybrid-Antrieb. Bis zu einer Geschwindigkeit von 12 km/h fährt es komplett emissionsfrei und flüsterleise mit Elektromotoren. Die spanische Guardia Civil nutzt das größere Hybrid Patrol Boat 351 im Atlantik und Mittelmeer. In Angola nutzt die dortige Polizei und Küstenwache das Modell Patrol Boat 220. Und die französische Maritime Gendarmerie und der französische Zoll nutzen verschiedene Typen in heimischen Gewässern und Überseegebieten (wie Französisch-Guayana).

Eine Delegation der Projektbeteiligten – bestehend aus Vertretern des Innenministeriums von Bangladesch, der Küstenwache von Bangladesch (BCG) und der bauausführenden Werft Dockyard & Engineering Works Limited – wurde in den Büros von MAURIC in Marseille empfangen. Im Anschluss bot die Messe SMM Gelegenheit zu einem Arbeitstreffen mit allen Programmpartnern.
Fabrice Ghozlan, Direktor für Vertrieb und Geschäftsentwicklung bei MAURIC, kommentierte: „Dieser jüngste Erfolg in Asien bestätigt die Relevanz unserer Palette an Patrouillenboot-Designs über die europäischen Grenzen hinaus, insbesondere auf den Märkten in Asien und im Nahen Osten. Wir bieten maßgeschneiderte Lösungen an, die präzise auf die operativen Anforderungen und lokalen Gegebenheiten abgestimmt sind – und die dennoch auf bewährten, leistungsstarken und seetauglichen Konzepten sowie jenen Rumpfformen basieren, die die Designs von MAURIC zu einer Referenz auf dem Markt für Patrouillenboote und OPVs gemacht haben.“
Text: Redaktion / af
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