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Parallel zur EUDEX: Initiativkreis Ruhr diskutiert stärkere Vernetzung für den Krisenfall

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Parallel zur European Defense Expo (EUDEX) haben führende Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Politik, Bundeswehr und Wissenschaft beim ersten Resilienz-Dialog des Initiativkreises Ruhr über die Widerstandsfähigkeit von Wirtschaft und Gesellschaft diskutiert. Vor dem Hintergrund geopolitischer Spannungen und zunehmender hybrider Bedrohungen wurde deutlich: Resilienz ist längst nicht mehr nur eine Aufgabe des Staates, sondern auch der Wirtschaft.

Sechs Teilnehmer des Resilienz Dialogs, darunter fünf Männer in Anzügen und ein Bundeswehrsoldat in Dienstuniform, beim Gruppenfoto
v.l.n.r. Dirk Opalka (Geschäftsführer Initiativkreis Ruhr), Teemu Seppälä (Technology and Innovation Director of the City of Riihimäki in Finnland), Markus Kankeleit (Oberstleutnant Referatsleiter Kooperationen und Grundlagen im Operativen Führungskommando der Bundeswehr), Oliver P. Kuhrt (CEO Messe Essen), Nathanael Liminski (NRW-Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten und Chef der Staatskanzlei NRW), Götz Erhardt (Co-Moderator Initiativkreis Ruhr, Leiter Supply Chain & Engineering EMEA Accenture), Guido Kerkhoff (Moderator Initiativkreis Ruhr, CEO Klöckner & Co)
Foto: Donna und der Blitz / Olaf Kuzniar

Teil der Diskussion war eine repräsentative dimap-Bevölkerungsumfrage im Auftrag des Initiativkreises Ruhr. Demnach traut mehr als die Hälfte der Menschen im Ruhrgebiet der Wirtschaft zu, im Krisenfall zur Stabilität der Region beizutragen. Damit liegt sie direkt hinter Polizei und Bundeswehr.

„Auf Krisen müssen wir vorbereitet sein, bevor sie eintreten. Dafür müssen Wirtschaft, Staat und Gesellschaft enger zusammenarbeiten und ihre jeweiligen Kompetenzen zusammenbringen. Gerade das Ruhrgebiet mit seiner starken industriellen Basis kann zeigen, wie regionale Zusammenarbeit unsere Widerstandsfähigkeit erhöht“, sagte Guido Kerkhoff, Moderator des Initiativkreises Ruhr und CEO von Klöckner & Co. Eröffnet wurde die Veranstaltung von Nathanael Liminski, NRW-Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten und Chef der Staatskanzlei NRW. Weitere Impulse kamen von Teemu Seppälä, Technology and Innovation Director of the City of Riihimäki in Finnland. Finnland gilt als Vorreiter in Sicherheitsfragen. Markus Kankeleit, Oberstleutnant Referatsleiter Kooperationen und Grundlagen im Operativen Führungskommando der Bundeswehr informierte zum Operationsplan Deutschland und zur Rolle von Unternehmen, die diese in der Vorbereitung auf den Verteidigungsfall spielten. Über Fragen der Finanzierung von Sicherheitsmaßnahmen berichtete Gabriela Pantring, Vorstandsvorsitzende der NRW.Bank.

Auch die Landesregierung unterstrich die Bedeutung des branchenübergreifenden Schulterschlusses. Nathanael Liminski betonte in seinem Impuls die gemeinsame Verantwortung von Staat und Wirtschaft: „Angesichts hybrider Bedrohungen und wachsender sicherheitspolitischer Herausforderungen müssen wir unsere Kräfte bündeln. Nordrhein-Westfalen bringt dafür seine starke industrielle Basis, seinen innovativen Mittelstand und seine zentrale Rolle in der europäischen Sicherheitsarchitektur ein. Wenn wir Wirtschafts- und Sicherheitspolitik zusammendenken, stärken wir die Widerstandsfähigkeit unseres Landes und leisten einen konkreten Beitrag zur Sicherheit Europas.“

In vier Workshops zu Transport und Logistik, Energie und Wasser, Zivil- und Gesundheitsschutz sowie Cybersecurity und Finanzen diskutierten daher Vertreterinnen und Vertreter u. a. von Duisport, Flughafen Düsseldorf, Amprion, Ruhrverband, Universitätsmedizin Essen, Regionalverband Ruhr, NRW.BANK und TÜV NORD gemeinsam mit weiteren Unternehmensvertreterinnen und -vertretern über die Krisenfestigkeit zentraler Infrastrukturen und Versorgungssysteme.

Initiativkreis Ruhr: Bevölkerungsumfrage im Ruhrgebiet

Die vom Initiativkreis Ruhr beauftragte, repräsentative Bevölkerungsumfrage von dimap untersuchte, wie die Menschen im Ruhrgebiet die Krisenfestigkeit der Region, die Rolle von Wirtschaft und Staat sowie die Bereitschaft zur Zusammenarbeit in Krisen und Bedrohungslagen bewerten. Die zusammengefassten Umfrageergebnisse finden Sie HIER und nachfolgend auf einen Blick.

Die Wirtschaft wird als Teil der Krisenlösung gesehen. Mehr als die Hälfte der Menschen im Ruhrgebiet traut Unternehmen zu, zur Krisenvorsorge und Stabilität der Region beizutragen. Bei der Krisenvorsorge trauen 52 Prozent der Bevölkerung den Unternehmen Verlässlichkeit zu, direkt nach den Ordnungskräften und noch vor der Landesregierung.

76 Prozent sagen: Wirtschaft und Kommunen sollten gemeinsam für den Ernstfall üben. Die Bevölkerung spricht sich damit deutlich für mehr Kooperation und praktische Krisenvorsorge zwischen Wirtschaft und öffentlicher Hand aus.

85 Prozent sehen Industrie und Mittelstand als Stabilitätsanker. Wirtschaftliche Stärke wird zu einer Frage der Resilienz: Wer im Krisenfall handlungsfähig bleiben will, braucht eine starke industrielle Basis.

 

Quelle: Initiativkreis Ruhr GmbH

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