Israels Raketenwarnsystem fasziniert Europa: Wenn Sekunden entscheiden

Mindestens zwei europäische Länder zeigen Interesse an dem israelischen Raketenwarnsystem. Israels System ist sehr fortschrittlich. Seit Beginn des Krieges mit dem Iran sendet es Warnmeldungen über anfliegende ballistische Raketen und bewaffnete Drohnen, die vom Iran aus gestartet werden. Die Warnmeldungen werden über Mobiltelefone, Fernsehbildschirme und Radio empfangen.

Wird ein Angriff auf Israel gestartet, reagiert das nationale Raketenwarnsystem. So warnt beispielsweise das Fernsehen, welche Städte und Regionen (Liste rechts im Bild) gefährdet sind. Die Bewohner dort werden zudem aufgefordert, Schutz zu suchen (Zeile am unteren Bildschirmrand).
Wird ein Angriff auf Israel gestartet, reagiert das nationale Raketenwarnsystem. So warnt beispielsweise das Fernsehen, welche Städte und Regionen (Liste rechts im Bild) gefährdet sind. Die Bewohner dort werden zudem aufgefordert, Schutz zu suchen (Zeile am unteren Bildschirmrand).
Foto: CPM / Arie Egozi

Israels nationale Raketenwarn- und Luftverteidigungsarchitektur nutzt KI, um die wichtigsten Radarsysteme und andere Sensoren zu überwachen, die vom mehrschichtigen israelischen Luftverteidigungssystem eingesetzt werden.

KI-ähnliche Algorithmen werden eingesetzt, um Bedrohungen zu klassifizieren, Flugbahnen zu berechnen und zu entscheiden, welche ankommenden Raketen oder Flugkörper wahrscheinlich bevölkerte Gebiete treffen werden.

Innerhalb von Sekunden nach dem Abschuss berechnet die KI-gestützte Analyse Einschlagzonen und Bedrohungsstufen, sodass das Heimatfrontkommando Sirenen und Warnmeldungen über mobile Apps nur in den voraussichtlich betroffenen Gebieten auslösen kann, nicht landesweit.

Wie Defence Network berichtet, hat Israel ein hochentwickeltes, mehrschichtiges Warnsystem für Raketenangriffe für seine Zivilbevölkerung entwickelt, das Echtzeit-Informationen, automatisierte Warnungen und öffentliche Anweisungen integriert. Diese Warnsysteme werden in erster Linie vom Heimatfrontkommando der Israelischen Stretkräfte (IDF) verwaltet, das für den Zivilschutz bei Raketen- und Raketenangriffen zuständig ist.

Home Fron Command: Warnsystem über verschiedene Kanäle

Sobald eine Bedrohung erkannt wird, gibt das Home Front Command Warnungen über verschiedene Kanäle aus:

  • Die Home Front Command-App versendet Push-Benachrichtigungen und Anweisungen.
  • Standortbezogene Nachrichten werden an Mobiltelefone gesendet.
  • In den betroffenen Gebieten ertönen traditionelle Luftschutzsirenen.
  • Automatisierte Sprachansagen, wie das „Red Color“-System, insbesondere in Gebieten in der Nähe von Gaza.
  • Das Protokoll wurde als Reaktion auf die jüngsten groß angelegten Raketenangriffe aus dem Iran weiterentwickelt.
  • Nun wird etwa 10 Minuten vor einem erwarteten Angriff eine einzige Warnung ausgegeben, die die Bevölkerung anweist, sich darauf vorzubereiten, Schutzräume aufzusuchen.

Nach Erhalt der Sirene oder der SMS müssen Zivilisten unverzüglich Schutzräume aufsuchen und dabei die Standardrichtlinien zur Wegzeit bis zum Schutzraum (die je nach Region und Entfernung zur Grenze variieren) befolgen.

Das Verlassen der Schutzräume ist erst nach Erhalt einer offiziellen Entwarnung gestattet.

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