Anfang August hatten die Europäische Kommission und das SpaceRISE-Konsortium die Verhandlungen zu IRIS² abgeschlossen und damit festgelegt, welche Unternehmen aus Europas Satellitenindustrie an Europas neuer Flaggschiff-Satellitenkonstellation beteiligt sind: Airbus Defence and Space, Thales Alenia Space, OHB – und mit Aerospacelab ein Newcomer aus Belgien. Klar war damals bereits die grobe Struktur: 348 Satelliten insgesamt, davon 330 im niedrigen Erdorbit (LEO) und 18 im mittleren Erdorbit (MEO). (Defence Network berichtete.)
Was zu diesem Zeitpunkt noch fehlte, waren die konkreten Aufträge. Die sind jetzt da. Am Rande des International Space Summit in Paris wurden heute gleich zwei Verträge für das LEO-Segment von IRIS² unterzeichnet – und sie ergeben in der Summe die im August gemeldete Zahl von 330 LEO-Satelliten.
Aerospacelab: Rekordauftrag für den Newcomer
Den größeren Batzen sichert sich Aerospacelab. Das 2018 gegründete belgische Unternehmen erhält von Eutelsat, das im SpaceRISE-Konsortium für das LEO-Segment federführend ist, den Auftrag zum Bau von 264 Satellitenplattformen – nach eigenen Angaben der größte Einzelauftrag in der Geschichte der europäischen Raumfahrt. Das Auftragsvolumen: 2,4 Milliarden Euro. Vorausgegangen war ein Wettbewerbsdialog mit Eutelsat, aus dem Aerospacelab als Sieger hervorging.


Text: Redaktion
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