Präsident Trumps wachsende Enttäuschung über die NATO und die Möglichkeit eines Rückzugs der USA aus dem Bündnis werden die geplante Modernisierung der britischen Marine beschleunigen. Großbritannien weigerte sich, seine Marineschiffe zur Unterstützung beim Aufheben der iranischen Blockade der Straße von Hormus zu entsenden.
Die britische Royal Navy verfügt weiterhin über modernste Fähigkeiten, ist jedoch nicht auf einen umfassenden Krieg vorbereitet. Jüngsten Bewertungen zufolge weisen die einsatzfähigen Ressourcen sowohl erhebliche Einschränkungen als auch Stärken auf.
Zwei Flugzeugträger der Queen-Elizabeth-Klasse, sechs Zerstörer vom Typ 45, sieben Fregatten und zehn U-Boote bilden die Flotte der Royal Navy, die aus etwa dreiundsechzig Schiffen besteht. Zusammen mit F-35B-Flugzeugen bilden diese mächtige Trägerkampfgruppen, die weltweite Patrouillen, NATO-Einsätze und die Vorherrschaft unter Wasser ermöglichen. Nur etwa 25 davon sind tatsächlich Kampfschiffe, und mehrere davon befinden sich derzeit in Wartung oder Überholung.
Angesichts des Drucks der USA, Truppen in den Nahen Osten zu entsenden, erklärte der Erste Seelord, General Sir Gwyn Jenkins, im März 2026, dass die Marine „nicht kriegsbereit“ sei und für hochintensive Gefechte „noch einiges zu tun“ habe. Anfang 2026 standen aufgrund von Umrüstungen, wie beispielsweise bei U-Booten der Vanguard-Klasse, nur 12 einsatzfähige Kampfschiffe zur Verfügung, was Lücken in den Abschreckungsrotationen hinterließ.
Modernisierung mit 270 Milliarden Pfund
Zu den Modernisierungen gehören Fregatten des Typs 26 für die U-Boot-Jagd, Naval Strike Missiles und AUKUS-gebundene autonome Systeme. Die britische Regierung sagt im Rahmen einer Strategischen Verteidigungsüberprüfung 270 Milliarden Pfund an Verteidigungsausgaben zu, um die Einsatzbereitschaft zu verbessern.
Laut israelischen Quellen können die jüngsten Verbesserungen der israelischen Marine der britischen Royal Navy wichtige Lehren vermitteln, insbesondere hinsichtlich der Anpassung an asymmetrische Kriegsführung und hybride Bedrohungen. Die Veränderungen in Israel seit dem 7. Oktober 2023 liefern nützliche Ideen für eine wachsende Marine, die mit finanziellen Einschränkungen und sich wandelnden maritimen Herausforderungen konfrontiert ist.
Die israelische Marine hat ihren Schwerpunkt von der Küstenverteidigung auf expeditionäre Operationen verlagert. Sie legte zudem Wert auf Langzeitpatrouillen mit verbesserter Nachschubversorgung, Besatzungsrotation und Präventivschlägen unter Einsatz von See-zu-Land-Fähigkeiten gegen weit entfernte Bedrohungen wie Stellungen der Houthis.
Die Royal Navy hat durch gemeinsame Übungen mit Israel zusammengearbeitet, beispielsweise bei der NATO-Übung „Crystal Sea 2020“ für medizinische Evakuierungen und beim Besuch der HMS Bulwark im Jahr 2016 mit taktischen Manövern. Die NATO erkennt die gegenseitigen Vorteile an: Israel gewinnt Fachwissen zur U-Boot-Wartung von Partnern wie Griechenland und teilt gleichzeitig tägliche operative Erfahrungen im Kampf gegen reale Feinde.
Den Quellen zufolge könnte Israels Modell aus disziplinierter Wartung, taktischer Anpassungsfähigkeit und KI-gesteuerten Plattformen der Royal Navy helfen, ihre alternde Flotte angesichts globaler Verpflichtungen optimal zu nutzen.
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