„Mit diesen Aufträgen sichern die ESA und die europäische Industrie die Kontinuität der europäischen Satellitennavigationsdienste, reagieren auf die sich wandelnden Bedürfnisse der Nutzer und stärken die strategische Autonomie Europas. Diese Aufträge stellen eine Investition in die Fähigkeit Europas dar, seine eigene Zukunft unabhängig und selbstbewusst zu gestalten“, sagte Laurent Jaffart, Direktor für Resilienz, Navigation und Konnektivität bei der ESA.
„Dieser jüngste Auftrag über zwei weitere hochmoderne Galileo-Satelliten unterstreicht die Kompetenz von Airbus im Bereich des Satellitenbaus. Wir werden diese Satelliten der nächsten Generation liefern, die für die Erweiterung der Navigationsfähigkeiten im Interesse der europäischen Sicherheit und Verteidigung sowie für den gesellschaftlichen Nutzen insgesamt von großer Bedeutung sind“, sagte Alain Fauré, Leiter von Space Systems bei Airbus.
Airbus: G2-Satelliten mit verbesserter Navigation
Die G2-Satelliten werden mit verbesserten Navigationsantennen ausgestattet sein, die dazu beitragen werden, die Genauigkeit des europäischen Flaggschiff-Satellitennavigationssystems zu verbessern. Die Satelliten werden über besonders robuste Navigationsantennen verfügen und zudem mit vollständig digitalen Nutzlasten ausgestattet sein, die im Orbit neu konfigurierbar sind. Dadurch können sie mit neuartigen Signalen und Diensten aktiv auf die sich wandelnden Bedürfnisse der Nutzer reagieren. Airbus hat ein koordiniertes Produktionsprogramm entwickelt, um das Know-how in den Bereichen Fertigung, Integration und Erprobung von Raumfahrzeugen an den verschiedenen Airbus-Standorten – darunter Backnang (bei Stuttgart), Friedrichshafen, Getafe (bei Madrid), Ottobrunn und Toulouse – zu nutzen.
Jeder Satellite werden über eine verbesserte Atomuhrkonfiguration sowie über Verbindungen zwischen den Satelliten verfügen, wodurch sie miteinander kommunizieren und sich gegenseitig überprüfen können. Sie werden zudem mit fortschrittlichen Schutzmechanismen gegen Stör- und Manipulationsversuche ausgestattet sein, um die Galileo-Signale zu sichern. Die Raumfahrzeuge werden mehr als 2 Tonnen wiegen und 15 Jahre lang im Orbit im Einsatz sein.
Als Vorzeigeprogramm der EU wird Galileo von der Europäischen Union finanziert und von der Europäischen Kommission verwaltet. Seit seinen Anfängen leitet die ESA das Design, die Entwicklung und die Qualifizierung der Weltraum- und Bodensysteme und beschafft die Raketenstarts. Zudem ist die ESA im Rahmen des EU-Programms „Horizont Europa“ mit Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten für die Zukunft von Galileo betraut. Die Agentur der Europäischen Union für das Weltraumprogramm (EUSPA) fungiert als Dienstleister, überwacht den Betrieb der Dienste sowie die Inbetriebnahme des Galileo-Systems, einschließlich der Startdienste, und stellt sicher, dass es den Anforderungen des Marktes und der Nutzer gerecht wird. „Galileo“ ist als Marke in der Datenbank des Amtes der Europäischen Union für geistiges Eigentum (Nr. 002742237) eingetragen.
Quelle: Airbus