Auftrag für den neuen Kampfpanzer Panther KF51

Rheinmetall hat für seinen neuen Kampfpanzer Panther einen Entwicklungsauftrag von Ungarn erhalten, berichtete heute das Unternehmen. Mit dem nun geschlossenen Vertrag im Wert von 288 Millionen Euro soll der KF51 bis zur Serienreife gebracht werden. Die Arbeiten sehen den Bau und die Qualifikation eines Demonstrators vor, welcher die Serienfertigung vorbereitet.

Der Entwicklungsauftrag für den Kampfpanzer Panther KF51 von Rheinmetall wurde jetzt durch Ungarn unterzeichnet.
Der Entwicklungsauftrag für den Kampfpanzer Panther KF51 von Rheinmetall wurde jetzt durch Ungarn unterzeichnet.
Foto: Rheinmetall

Der Kampfpanzer Panther ist eine Eigenentwicklung von Rheinmetall und wurde erstmals 2022 auf der Eurosatory in Paris vorgestellt. „Wir freuen uns, dass wir mit Ungarn erneut einen Meilenstein bei den Gefechtsfahrzeugen der nächsten Generation setzen können“, so Armin Papperger, Vorstandsvorsitzender der Rheinmetall AG. „Der Panther KF51 ist der modernste Kampfpanzer der Welt. Er setzt für die Kampfkraft mechanisierter Verbände neue Maßstäbe und bietet ein hohes Maß an Zukunftsfähigkeit. Zugleich ertüchtigen wir unser Joint Venture Rheinmetall Hungary und stärken in bewährter Weise die Sicherheits- und Verteidigungsindustrie unserer Partner.“

Abweichend von dem in Paris gezeigten Systemdemonstrator wird der ungarische Kampfpanzer Panther KF51 EVO die 120mm Rheinmetall-Glattrohrkanone L55A1 tragen, die auch in den neuesten Leopard 2 Varianten verbaut ist. Dies soll logistische Gleichheit mit der ungarischen Leopard 2 Flotte gewährleisten. Im Unterschied wird der Panther KF51 EVO allerdings bereits über einen Autolader verfügen. Weiterhin wird die Turmarchitektur die nachträgliche Einrüstung der Rheinmetall 130mm-Waffe ermöglichen.

Synergieeffekte zwischen Kampfpanzer Panther und Leopard 2

Der Kampfpanzer Panther KF51 besitzt ein hohes Maß an Digitalisierung und Vernetzung, da er jung genug ist, dass beides bei seiner Entwicklung direkt mitgedacht wurde. Neue Schutztechnologien wie das abstandsaktive Schutzsystem StrikeShield ermöglichen zudem ein niedriges Gesamtgewicht. Als Ausgangsbasis für das Fahrgestell dient der Bergepanzer Büffel aus dem Hause Rheinmetall. Dies trägt in Verbindung mit dem niedrigen Gesamtgewicht einerseits zur hohen Beweglichkeit des Panthers bei, andererseits ergeben sich hinsichtlich Logistik, Wartung und Ausbildung auch Synergieeffekte zur Leopard 2 Familie.

Die Besatzung des Kampfpanzer Panther KF51 besteht grundsätzlich aus drei Soldaten: Kommandant, Richtschütze und Fahrer. Ein vierter Platz – links vorne im Bug – ist für einen Subsystembediener vorgesehen. Dadurch lässt sich der Panther für verschiedene Rollen einsetzen, z.B. könnte dieser Systembediener einen Drohnenschwarm managen. Ebenso kann von dort aus beispielsweise der Kompaniechef oder Bataillonskommandeur seine Kräfte führen.

Ungarn ist der erste Kunde des Panthers, andere Nationen zeigten allerdings bereits Interesse. Rheinmetall kooperiert bei dem Vorhaben mit der staatlichen ungarischen Holding N7, die zudem mit 49 Prozent an dem Joint Venture Rheinmetall Hungary beteiligt ist.

Quelle: Pressemitteilung Rheinmetall

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