Nachdem das BEAST-Projektkonsortium im Sommer 2025 als Gewinner der EDF-Ausschreibung (EDF – European Defence Fund) 2024 für eine Konzeptstudie über fortschrittliche Luft-Luft-Flugkörper ausgewählt wurde, fand am 25. November 2025 die erfolgreiche Auftaktveranstaltung statt. „Boosting European Advanced Missile System Technology“ (BEAST) zielt auf die gemeinsame europäische Entwicklung und Beschaffung eines zukünftigen modularen Kurzstreckenflugkörpers ab.
Im BEAST-Projekt hat Diehl Defence die Rolle des Koordinators übernommen und leitet das Konsortium. Als etabliertes Systemhaus und führendem Akteur des europäischen IRIS-T-Programms (InfraRed Imaging System – Tail/Thrust Vector Controlled) kann Diehl Defence auf 30 Jahre Erfahrung in der Entwicklung und Produktion von Lenkflugkörpern sowie im erfolgreichen Management von Industriekonsortien bauen.
Die Auftaktveranstaltung fand in der Vertretung des Landes Baden-Württemberg bei der EU in Brüssel statt. Daran beteiligt waren nicht nur die Konsortialpartner und die Projektbetreuer der Generaldirektion Verteidigungsindustrie und Raumfahrt (DG DEFIS), sondern auch Vertreter der Heimatländer der BEAST-Partner sowie der Projektkoordinator des zugehörigen PESCO-Projekts „Future Short-Range Missile“ (FSRM). Dieser Teilnehmerkreis unterstreicht die strategische Bedeutung des Vorhabens und die Synergien zwischen EDF, PESCO und den auf die Industrie ausgerichteten Bemühungen der Mitgliedstaaten.
Tatsächlich wird das Ziel von PESCO FSRM, den Weg für eine neue Generation von ITAR-freien Flugkörpern für die 2030er Jahre zu ebnen, nun durch das Projekt BEAST umgesetzt. Das ehrgeizige Ziel des EDF-Projekts ist es, die Grundlage für die gemeinsame europäische Entwicklung und Beschaffung eines zukünftigen modularen Kurzstreckenflugkörpers zu schaffen. Modularität wird als eine der wichtigsten Anforderungen für die kommenden Jahre angesehen, um schnell und kosteneffizient eine neue Flugkörper-Familie für Luft-Luft-, Luft-Boden- und bodengebundene Luftverteidigungsanwendungen zu entwickeln.
Der Start des BEAST-Projekts ist ein wichtiger Schritt hin zu überlegenen europäischen Fähigkeiten und technologischer Souveränität.
Über EDF BEAST
BEAST gliedert sich in drei Projektphasen. Die erste wird das künftige Luftkampfumfeld analysieren und kritische Anforderungen unter Einbeziehung von Experten aus den europäischen Mitgliedsstaaten erfassen. Im zweiten Schritt werden relevante Schlüsseltechnologien vorbereitet, um Leistungsverbesserungen und neue Fähigkeiten zu ermöglichen. In der dritten Phase wird BEAST modulare Flugkörperkonzepte erstellen, sie anhand der Anforderungen bewerten und eine Vorauswahl der Konzepte treffen, um einen belastbaren Plan für ein Entwicklungsprogramm zu erstellen.
BEAST wird vom Europäischen Verteidigungsfonds (EDF) im Rahmen seines Arbeitsprogramms 2024 mit rund 35 Millionen Euro finanziert. Das Projekt wird von Diehl Defence koordiniert und stellt eine bedeutende europäische Zusammenarbeit dar. BEAST vereint ein leistungsstarkes Konsortium mit 21 Partnern aus 12 europäischen Ländern. Große Industrieunternehmen arbeiten mit 11 innovativen kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) und 3 Forschungseinrichtungen zusammen. Auf diese Weise ist das Konsortium in der Lage, das gesamte Spektrum der für Flugkörper relevanten Fachgebiete abzudecken. Das EDF-Projekt hat sich der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit verschrieben und wird die industrielle Basis der europäischen Verteidigungsindustrie stärken. BEAST ist bereit, neue Maßstäbe zu setzen!
BEAST wird von der Europäischen Union im Rahmen der Finanzhilfevereinbarung Nr. 101224302 finanziert. Die geäußerten Ansichten und Meinungen sind jedoch ausschließlich die des Autors/der Autoren und spiegeln nicht unbedingt die der Europäischen Union wider. Weder die Europäische Union noch die Bewilligungsbehörde können für sie verantwortlich gemacht werden.
Quelle: Diehl Defence
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