Im Zeitraum Januar bis März 2026 fand die NATO-Übung STEADFAST DART 2026 statt. Dabei wurde Deutschland zur Drehscheibe für die NATO Allied Reaction Force (ARF). „Steadfast Dart 2026 zeigt, dass die Allianz unter der Führung des Joint Force Command Brunssum schnell handeln, geschlossen auftreten und entschlossen reagieren kann – genau dann, wenn es darauf ankommt“, sagte der deutsche General Ingo Gerhartz, Kommandeur des Joint Force Command im belgischen Brunssum. Unser Autor nutzte diese Gelegenheit, sich näher mit der Ausrüstung der spanischen Kampfschwimmer zu beschäftigen – ein Überblick.
Bei der NATO-Großübung übten rund 10.000 Soldaten aus elf Nationen die schnelle Verlegung an die Ostflanke. Besonders bemerkenswert: Ein großer Teilnehmerkreis kommt aus dem Mittelmeerraum – ein starkes Signal der Einheit im Bündnis. Die Kräfte wurden geführt von Italien und die Türkei stellte einen sehr großen Anteil der Kräfte.
Alleine in Deutschland mussten 7.300 Soldaten versorgt, untergebracht und betreut werden. Hinzu kamen rund 1.500 Fahrzeuge, 15 Schiffe und 20 Flugzeuge. An der durchgeführten amphibischen Landung in Putlos beteiligen sich rund 3.000 Soldaten. Spanien stellte das Führungsschiff, die Türkei den Großteil der Marineinfanterie. Spanien stellte aber auch je eine Special Operations Land Task Group (SOLTG) und eine Special Operations Maritime Task Group (SOMTG). Beim Aufmarsch auf dem Truppenübungsplatz Bergen, kombiniert mit einem VIP-Tag zeigten die eingesetzten Kräfte einen Teil ihrer Ausstattung.
Die spanischen Kampfschwimmer – Fuerza de Guerra Naval Especial (FGNE) -zeigten einen Auszug ihrer Ausstattung.
Fortbewegung an Land
Die spanischen Spezialkräfte – des Heeres und der Marine – zeigten bei STEADFAST DART 2026 das leichte Einsatzfahrzeuge (Vehículos Ligeros de Operaciones Especiales/ VLOE) des Typs EINSA Netón Mk2. Die VLOE ergänzen die größeren geländegängigen Fahrzeuge und leichten All Terrain Vehicles (ATV) der Spezialkräfte sowohl im Heer als auch der Marine, und steigern damit die Beweglichkeit der Spezialkräfte.
Das EINSA Netón Mk2 nutzt als Basis den Toyota Hilux. Laut Hersteller hat der Netón ein Leergewicht von 2.422 kg sowie eine Nutzlast von 1.078 kg. Das Fahrzeug kann als Innenlast in der Airbus C295, dem Airbus A400M und dem Boeing CH-47D Chinook Hubschrauber transportiert werden.
Der 204 PS starke Motor beschleunigt den Netón Mk2 auf eine maximale Geschwindigkeit von 160 km/h und erlaubt auf befestigten Straßen dank zweier Kraftstofftanks eine Reichweite von bis zu 1.400 km.
Die VLOE Netón wurden im Dezember 2021 in einer Charge von 24 Einheiten an die spanischen Spezialkräfte ausgeliefert. Das Heer berichtete, dass diese Fahrzeuge mit „vollständiger Standardausrüstung und zahlreichen zusätzlichen Zubehörteilen ausgestattet sind, um sie an jedes taktische Szenario und jede Situation anzupassen“.
Neben vier bis fünf Sitzplätzen bietet das Fahrzeug Aufnahmen für Munitionsbehälter, Platz für die Drehringlafette mit Maschinengewehren bis zum Klaiber 7,62 mm x 51 sowie die Einrüstmöglichkeit von Fernmeldegeräten.
Letztere können über ein 12V- oder 24V-Bordnetz versorgt werden. Zusätzliche Ausrüstung findet auf der Ladefläche hinter dem Passagierraum Platz. Eine Winde am Fahrzeugbug sowie ein abnehmbares Dach in Leichtbauweise zum Schutz gegen die Elemente komplettiert die Ausstattung.
Fortbewegung auf und unter Wasser
Die spanischen Kampfschwimmer nutzen zur Fortbewegung an der Wasseroberfläche sowie unter Wasser den Sccoter RD2 Standard (S) von Rotinor. Rotinor bietet mit dem RD2 Standard (S) und dem RD2 Long Range (LR) zwei sehr ähnliche Versionen der neusten Generation an. Der RD2 LR bietet eine um 43% längere Nutzungszeit im Vergleich zum S. Dafür ist die S-Variante mit rund 35 kg rund 4 kg leichter als die LR-Variante (mit 39 kg).
Mit seinem patentierten E-Jet-Antriebssystem bietet der RD2 einen sehr hohen Hochleistungsantrieb. Das nahezu geräuschlose und absolut emissionsfreie elektrische Jetstream-System arbeitet nach dem Prinzip der Wasserverdrängung. Wasser wird vom leistungsstarken, rotierenden Impeller angesaugt und unter hohem Druck im Jetkanal ausgestoßen.
Der dabei entstehende Schub treibt den RD2 souverän vorwärts. Die Hochleistungsakkumulatoren bilden das Herzstück des RD2. Die starke Motorleistung von 4,4 PS (3,2 kW) lässt sich in 10 Leistungsstufen regeln.
So kann der Benutzer individuell zwischen langsamen und schnellen Manövern im Wasser wechseln. Der RD2 ist bis zu einer Tiefe von 60 m tauchfähig und eignet sich daher ideal für alle Arten von Unterwassermissionen und Spezialeinsätzen. Das hydrodynamische Design und das extrem geringe Gewicht des RD2 verleihen dem Tauchscooter eine hohe Wendigkeit im Wasser.
Alle Steuer- und Tauchmanöver werden einfach durch Gewichtsverlagerung ausgeführt. Das speziell entwickelte Gurtsystem ermöglicht es dem Bediener, den enormen Schub von über 51 kg (500 N) leicht zu kontrollieren. Der Hersteller gibt die Höchstgeschwindigkeit mit 8 km/h an, die Cruise Speed liegt jedoch bei 4,7 km/h (73 m/Min.).
Bei Cruise Speed wird die Operationszeit mit 123 Minuten angegeben, die maximale Operationszeit liegt bei 352 Minuten. Das soll 10 bzw. maximal 20 km bedeuten. Die Akkus werden in rund 2 Stunden wieder vollständig aufgeladen.
Tauchanzug
Vor Ort wurde der Trockentauchanzug M47 von der schwedischen Firma Waterproof gezeigt. Der wasserdichte, taktische und atmungsaktive Trockentauchanzug ist nach Herstellerangaben das leichteste und robusteste Arbeitsgerät, das je für Spezialeinheiten entwickelt wurde.
Die größte Herausforderung bei der Entwicklung bestand darin, die vielfältigen Anforderungen der verschiedenen Tauch-Spezialeinheiten zu erfüllen. Obwohl sie sich unterscheiden, erfüllen sie alle dieselben grundlegenden Bedürfnisse. Die Anzüge müssen leicht anzulegen sein und aktive Bewegungen an der Oberfläche ermöglichen, wie Laufen, Seilklettern, Entern von Booten usw.
Für den Einsatz mit Kreislauftauchgeräten unter Wasser ist ein enger Sitz erforderlich, der jedoch gleichzeitig viel Bewegungsfreiheit für Arme und Beine bieten soll. Auch die Positionierung von Ventilen, Taschen und Halterungen für Spezialausrüstung variiert je nach Einheit.
Der Anzug in Militärqualität erfüllt alle Anforderungen und kann individuell an die Spezifikationen einer Einheit angepasst werden. Der 2 kg leichte Trockentauchanzug (in Größe M) ist in Standard-Schwarz oder NATO-Militärgrün erhältlich.
Der flexible, wasserdichte Reißverschluss ist so positioniert, dass er maximale Bewegungsfreiheit bei minimaler Einschränkung bietet. Er lässt sich vom Benutzer leicht öffnen und schließen. Und Kombination mit der Schnittführung erhält der Nutzer so eine uneingeschränkte Bewegungsfreiheit. Als Material wird 4-lagiges Aquamax 330 Denier Cordura-Nylon-Innenschicht und Nylon-Trikot 20 Denier genutzt.
Laut Hersteller beträgt die Atmungsaktivität 5000 (A1) 8000 (B1) g/m²/24h, und die Wasserdichtigkeit >25.000 mm H₂O. Der Anzug ist NIR-geprüft (in der Variante NATO-Grün) und zudem Anti-magnetisch. Er kann auch in sehr kalten Einsatzregionen genutzt werden und das Material ist schnell rücktrocknend.
Tauchfeste Nachtsicht von DIYCON DNVC-6
Die DIYCON DNVC-6 ist eine Mehrkanal- Nachtsichtbrille bzw. ein Nachtsicht-Fusionsgerät. Sie ist bis 20 Meter tauchbar, und damit optimal für Kampftaucher einsetzbar. Vor allem ist sie mit dieser Fähigkeit weltweit eine der ganz wenigen Fusion-Nachtsichtgeräte /-brillen, die dieses kann.
Damit kann die kritische Phase des Beachings deutlich flexibler und sicherer gestaltet werden. Die Kampfschwimmer müssen die Nachtsicht nicht erst nach Durchbrechen der Wasseroberfläche aufziehen, sondern können sie schon während der Annäherung am Helm tragen und sind somit jederzeit einsatzfähig.
Die DNVC-6 ist als monokulare oder stereoskopische Brille verfügbar und mit alle gängigen Helmschnittstellen nutzbar. Aus zwei Geräten und der entsprechenden Bridge kann eine Stereobrille konfiguriert werden. Hierzu kann man entweder ein weiteres DNVC-6, oder ein zweites IR-Röhrengerät nehmen.
Ein IR-Beleuchter und ein Weißlicht sind integriert. Das Gerät hat einen USB-, WiFi- sowie HDMI-Anschluss, und es können Videos und Fotos direkt auf dem Gerät gespeichert werden, zudem ist ein digitaler Kompass und ein Horizontwinkelanzeiger integriert. Das Monokel kann sowohl mit dem rechten als auch dem linken Auge genutzt werden.
Mit etwas unter 386 Gramm Gewicht für das Monokel ist der neue Multifunktionszwerg die konsequente Weiterentwicklung der DIYCON Thermal Fusion Optiksparte und stellt derzeit das maximal mögliche an Miniaturisierung dar.
Mit dem DNVC-6-386 (386×288 Pixel) und dem DNVC-6-640 (640×512 Pixel) gibt es zwei Varianten, die sich lediglich bei der 12µ-Sensorauflösung unterscheiden. Die Optik hat eine einfache Vergrößerung, die CMOS-Auflösung beträgt 2.680×1.944 Pixel, und die OLED-Auflösung 1.280×960. Zwei Batterien vom Typ 18650 3,7V Lithium sollen für eine Stromversorgung von bis zu 6 Stunden reichen. Im Okular bekommt der Nutzer den Batteriestand angezeigt.
Das DNVC-6 vereint wie alle DIYCON Fusionsgeräte eine Full-HD Nachtsichtkamera und einen „State Of The Art“ Wärmebildsensor inklusive Bildspeicher. Als Wärmebildhybrid der neuesten Generation ist es somit uneingeschränkt tag- und nachttauglich und im Vergleich zu Bildverstärkern unempfindlich gegen Tageslicht.
Außerdem ist eine aktive IR- und Weißlichtleuchte verbaut um auch in völliger Dunkelheit operieren zu können. Der deutsche Nachtsichtspezialist DIYCON bietet die DNVC-6 seit anderthalb Jahren an und seit rund einem Jahr auch in der tauchdichten Variante wie sie bei den spanischen Kampfschwimmern in Nutzung ist.
Neben der Variante für den Helm ist sie als Fusionsoptik DNVC-6 AIMER PRO CQB Sight auch als Waffenoptik erhältlich. Sie verfügt im Grunde über die gleichen Eigenschaften, ist aber deutlich kompakter. Über einen STANAG-Mount kann sie auf Langwaffen genutzt werden.
Geräuschloser Taucheinsatz
Ausgestellt haben die spanischen Kampfschwimmer vor Ort das Kreislauftauchgerät (Rebreather) LAR 8000 von Dräger. Dieses ermöglicht einen geschlossenen (CCR, dann mit Sauerstoff) oder halbgeschlossenen Kreislauf (SCR, dann mit Nitrox) beim einem minimalen Atemwiderstand.
Im CCR-Einsatz kann der Nutzer geräuschlos und ohne aufsteigende Luftblasen tauchen und sich damit vor feindlicher Aufklärung besser schützen. Zudem handelt es sich um ein nicht-magnetisches Kreislauftauchgerät für das taktische Tauchen. So ist auch eine Annäherung an Unterwassersensoren oder Unterwasserminen möglich. Laut Hersteller handelt es sich um eine besonders ergonomische und robuste Ausführung und bietet dem Nutzer eine einfache Handhabung.
Besonders unterstützend für den Anwender ist die Nutzung von gebrauchsfertigem Dräger DiveSorb Go 8000. Einzeln hygienisch verpackt sind diese Kartuschen (2,5 kg Atemkalk) innerhalb kürzester Zeit im LAR 8000 eingesetzt und sofort betriebsbereit. Die langwierige Prozedur bei der Vorbereitung mit der Gefahr, den Behälter zu unter- oder überfüllen sowie jeglicher Kontakt mit dem Atemkalk gehört der Vergangenheit an.
Der Rebreather kann vorne am Körper, oder auf dem Rücken getragen werden. Zudem ist das taktische Tauchen mit einem U-Boot-Aus- und Einstieg sowie Bergung möglich. Die Dimensionen werden mit 45,5x34x19 cm (LxBxT) und das Gewicht (an der Luft) mit 14 kg angegeben. Das Gewicht im Wasser ist neutral.
Laut spanischen Kampfschwimmern reicht die Autonomie für rund drei Stunden. Die Tauchtiefe Sauerstoff (CCR) soll laut Hersteller bis zu 10 msw, und die Tauchdauer bis zu 240 Minuten betragen. Mit Nitrox (SCR) ist die Tauchtiefe bis zu 24 msw und die Tauchdauer bis zu 105 Minuten.
Schwimm- und seewasserfeste Aufklärungsdrohne
Die spanischen Kampfschwimmer hatten zudem die schwimmfähige und seewasserfeste DIODON HP30 Drohne dabei. Hersteller ist das französische Unternehmen DIODON Drone Technology. Es ist auf wasserdichte Drohnen für Verteidigungs- und Sicherheitsanwendungen spezialisiert.
Das Unternehmen entwickelt und produziert marinierte Mini-Drohnen (UAVs) für Aufklärung, Überwachung und Such- und Rettungsmissionen in maritimen und küstennahen Umgebungen. Die Drohnen sind für den Einsatz durch Spezialkräfte, Küstenwachen und Marineeinheiten konzipiert, da sie auch unter widrigen Wetterbedingungen operieren können.
Aktuell ist die DIODON HP30 sowohl bei den spanischen Kampfschwimmern als auch im Frankreich zu Evaluierungen im Einsatz.
Laut Hersteller ist die HP30-Drohne wasserdicht, aufblasbar, robust, kompakt, und das erste Unmanned Aerial Vehicle (UAV) für den Einsatz auf See. Und das nicht nur auf spiegelglatter See- oder Wasseroberfläche. Laut den spanischen Kampfschwimmern ist es die einzige schwimm- und seefähige Drohne, die sie während der Marktsichtung identifizieren konnten.
Die DIODON HP30 ist laut Hersteller die weltweit erste aufblasbare, wasserdichte Mikrodrohne, die speziell für ISR-Einsätze in maritimen und amphibischen Umgebungen entwickelt wurde. Sie ist ein einzigartiges, vollständig seetaugliches System, das sowohl eigenständig als auch in einem größeren Ökosystem eingesetzt werden kann, um die Situationserkennung zu verbessern, ohne dass die Gefahr besteht, dass Ihre Drohnen durch Korrosion oder Wasser beschädigt werden.
Dank der Eigenschaften bietet das seetüchtige DIODON HP30-System bahnbrechende maritime Fähigkeiten und eröffnet neue taktische Möglichkeiten, so der Hersteller. Laut Hersteller kann die Drohne von der Wasseroberfläche aus starten und landen, und das bis zum Sea State 4. Sea State 4 (Seegang 4) bezeichnet mäßig raue Bedingungen mit Wellenhöhen von ca. 1,25 bis 2,5 Metern (selten bis zu 6 Fuß/1,8m).
Charakteristisch sind längere, ausgeprägte Wellen mit vielen Schaumkronen (White Horses) und Gischtbildung. Sie kann aber auch bei schwerem Regen, starkem Wind (Beaufort 7) sowie eisigen Temperaturen von bis zu -10°C eingesetzt werden.
Laut DIODON wurde die HP30 wurde auf der Grundlage von acht Jahren operativer Rückmeldungen der anspruchsvollsten Drohnenbetreiber der Welt entwickelt und hergestellt und stattet seit 2022 Verteidigungs- und Sicherheitsboote aller Größenordnungen weltweit aus.
Sie ist geschützt, bzw. wasserdicht nach IP67, die Flugzeit wird mit 30 Minuten angegeben, und die Reichweite mit drei nautischen Meilen. Das Gesamtabfluggewicht liegt bei unter 2 Kilogramm, und sie ist in unter 60 Sekunden einsatzbereit, nach dem Auspacken. Als Nutzlasten können EO/IR-Sensoren aufgenommen werden.
Neben Einsätzen zu Search & Rescue (SAR) und See- und Küstenüberwachung ist der Einsatz vor allem bei den Spezialkräften vorgesehen. So bietet die DIODON HP30 im Rahmen von Visit, Board, Search & Seizure (VBSS) eine verbessert die Situationserkennung zum Beispiel vor dem Entern und bietet eine vollständige 360°-Ansicht des Zielschiffs für ein besseres räumliches Verständnis.
Während der Suche und Beschlagnahme sorgt es für eine kontinuierliche Überwachung und deckt kritische tote Winkel ab, um die Sicherheit und Effizienz des Teams zu gewährleisten. Aber auch verdeckte Operationen, Anlandungen und Operationen in Binnengewässern werden unterstützt.
So bietet die Drohne eine leistungsstarke IR-Bildgebung bei nächtlichen Anlandungen und Einsätzen in Binnengewässern. Kompakt, leise und vollständig wasserdicht, bietet es diskrete Überwachung von der Wasserlinie bis zum Ufer.
Diodon hat auch schon die ersten Integrationen auf unterschiedlichen Plattformen durchgeführt. Neben Schlauchbooten (RHIBs) von Spezialkräften, und Fast Patrol Vessels (FPVs), auch auf Unmanned Surface Vehicles (USVs). Die Entwicklung ist aber noch nicht abgeschlossen. Aktuell wird eine autonome Drohnen-Box entwickelt werden, die per Plug & Play auf jeder Art von Plattform – bemannt und unbemannt – genutzt werden kann.
So soll die Box auf einem USV den Einsatz der Drohne – Aussetzen und Einholen, Aufladen, etc. – für bis zu 30 Tagen ermöglichen sollen. Damit wird die Einsatzdauer und Aufklärungsreichweite natürlich deutlich erhöht werden können.
Frankreich testet gerade die Integration der Aufklärungsdrohne HP30 für den U-Boot-gestützten Einsatz von den nuklear getriebenen Raketen-U-Booten (SSBN) der Triomphant-Klasse der französischen Marine aus. Dabei soll die Drohne aus dem getauchten Zustand aus gestartet werden können. Die Drohen wird mit Hilfe eines Kapsel zunächst per Torpedorohr „verschossen“ bzw. ausgesetzt.
Diese Kapsel befördert per Auftrieb die Drohne dann an die Wasseroberfläche und gibt sie zum Start frei. Während des Aussetzprozesses ist das U-Boot noch per Lichtwellenleiter mit der Kapsel und der Drohne verbunden. Auch nach dem Start soll diese Verbindung bestehen bleiben können, um die Aufklärungsdaten direkt ins getauchte U-Boot übertragen zu können. Zuletzt war jedoch zu hören, dass dies wohl nur so mäßig bei den Tests funktioniert hat.
In Deutschland wird die Drohen über die ELP GmbH European Logistic Partners aus Wuppertal vertrieben, die diese Drohne zuletzt auf der Enforce Tac 2026 in Nürnberg zeigte.
Spanische Spezialeinheiten und ihre vierbeinigen Kameraden
Die Spezialeinheiten des spanischen Heeres und der Marine nahmen zusammen mit ihren K-9-Hunden an der größten NATO-Übung des Jahres teil.
Lucas und Jimmy sind belgische Malinois und verfügen über einzigartige Fähigkeiten, mit denen sie Spezialeinheiten, die sich in Hochrisikosituationen befinden können, entscheidend unterstützen. Die Superkraft eines Hundes ist sein Geruchssinn, kombiniert mit Schnelligkeit und Beweglichkeit, was ihn bei der Aufspürung von Sprengstoffen oder Gegnern unersetzlich macht.
Der vierjährige K9 Lucas ist Mitglied der Spezialeinheiten des spanischen Heeres und ein Spezialhund für die Aufklärung von improvisierten Sprengsätze (IED). Er ist in der Lage, ein breites Spektrum an explosiven Substanzen aufzuspüren, von selbstgebauten Sprengkörpern bis hin zu komplexen Sprengstoffen von extremer Gefährlichkeit. Während STEADFAST DART führte Lucas zusammen mit seinem Hundeführer gemeinsam mit dem Spezialkräfte-Team entsprechende Aufklärungsoperationen durch.
Der achtjährige K-9 Jimmy ist Mitglied der spanischen Spezialeinheiten der Marine (Fuerza de Guerra Naval Especial (FGNE)) und wie sein Freund Lucas aus dem Heer ebenfalls ein Spezialhund für die
Bekämpfung improvisierter Sprengkörper (C-IED). Da Jimmy jedoch Mitglied der spanischen Marine ist, verfügt er über ausgezeichnete Fähigkeiten beim Entern und Kontrollieren von Schiffen auf hoher See, die von Booten oder Hubschraubern aus durchgeführt werden. Während STEADFAST DART seilte Jimmy bei einer amphibischen Landung ab.
Trotz seines hohen Alters ist Jimmy in optimaler körperlicher Verfassung und verfügt über eine operative Schärfe, die ihn an die Spitze seiner Karriere gebracht hat. Die Beziehung zu seinem Hundeführer hat sich zu einem unzertrennlichen Team entwickelt, in dem Kommunikation und gegenseitiges Verständnis es dem Duo ermöglichen, hochgefährliche Manöver mit außergewöhnlicher Geschmeidigkeit auszuführen.
Diese K-9s sind nicht nur Arbeitshunde, sie sind für die Ausführung fachkundiger Aufgaben ausgebildet und unverzichtbare Partner der spanischen Spezialeinheiten, die eine entscheidende Rolle spielen und dabei Leben retten. Und wie man vor Ort sah, sind sie ein echter Kamerad innerhalb der SOF-Teams.
Funkanbindung
Als eine Möglichkeit der Kommunikation und Funkanbindung wurde vor Ort das SOL8SDR-H Special Role Radio gezeigt. Basierend auf DTCs SOLO8 Software Defined Radio (SDR)-Plattform eignet sich das SDR-H gleichermaßen als taktischer Ad-hoc-Netzwerk-IP-Mesh-Knoten (MANET), P2P-COFDM-Sender oder P2P-Empfänger für Videostreaming auf Tablet-PCs.
Das SDR-H bietet zudem zwei integrierte HD-fähige Video-Encoder und Unterstützung für verschiedene Kameraschnittstellen, darunter HDMI (mit optionalem Kabel), einen Vollduplex-Audiokanal („Open Mic“), einen integrierten GPS-Empfänger und einen internen SD-Kartenspeicher sowie eine Gesamtausgangsleistung von 2 W.
Das Special Role Radio ergänzt DTCs vielseitige Familie von IP-Mesh- und P2P-COFDM-Funkgeräten, die für unterschiedlichste Überwachungs- und Gefechtsfeldanwendungen entwickelt wurden. Es vereint die vertraute Bauform eines Soldatenfunkgeräts, robuste Konstruktion und eine benutzerfreundliche Oberfläche mit der Möglichkeit, Standard-Akkus, Ladegeräte und Holster im MBITR-Stil zu verwenden.
Laut spanischem Datenblatt vor Ort arbeitet das Funkgerät in einem Frequenzbereich von 1,98 bis 2,7 GHz. Die Reichweite soll über 1,5 km bei Single-HOP und über 15 km bei einem Boden-Luft-Link betragen. Die Verschlüsselung erfolgt über AES 128&256 und die Batterie soll bis zu 12 Stunden reichen.
Text: Redaktion / af
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