Drohnenschutzring DSR von GARANT: Die fehlende Komponente in der Counter-UAS-Einsatzkette

Mit dem Drohnenschutzring DSR stellt GARANT auf der EUDEX eine neuartige Schutzlösung für eine Phase vor, die in der Diskussion um Drohnenabwehr bislang häufig zu kurz kommt: den Zeitraum, nachdem eine Drohne zu Boden gebracht wurde – die von ihr ausgehende Gefahr aber noch nicht beseitigt ist. Der DSR schafft eine zusätzliche Schutzbarriere, kann mögliche Splitter- und Explosionswirkungen begrenzen und verhindert ein erneutes Abheben.

Telerob-Entschärfungsroboter mit neongelbem Sicherheitsbehälter nähert sich einer Drohne auf einem Rollfeld vor einer Antonov-Maschine
Der Drohnenschutzring DSR von GARANT.
Foto: GARANT Schutztechnik GmbH

Drohnen sind längst Bestandteil moderner Bedrohungsszenarien. Streitkräfte, Sicherheitsbehörden und Betreiber kritischer Infrastrukturen investieren in Detektion, Identifikation und Abwehr. Doch für die Einsatzpraxis stellt sich unmittelbar danach eine ebenso wichtige Frage:

Was passiert mit der Drohne am Boden?

Der Vorfall am Flughafen Leipzig/Halle vom 4. August 2026 hat gezeigt, wie relevant diese Frage ist. Auf dem Flughafengelände wurde eine Drohne entdeckt, an der Sprengstoff und ein Zünder angebracht waren. Der Fall verdeutlicht: Auch ein Fluggerät, das nicht mehr in der Luft ist, kann weiterhin eine erhebliche Gefahr darstellen.

Je nach Bauart und Einsatz können Drohnen Sprengstoff, Zünder oder andere gefährliche Komponenten mitführen. Hinzu kommen beschädigte Akkus oder Bauteile, deren Zustand nach einem Absturz oder einer erzwungenen Landung zunächst unklar sein kann. Für Einsatzkräfte entsteht damit eine schwierige Lage: Die Bedrohung aus der Luft ist beendet, das potenziell gefährliche Objekt befindet sich jedoch weiterhin vor Ort.

Gerade auf Flughäfen, militärischen Liegenschaften, Bahnhöfen, Industrieanlagen oder anderen kritischen Infrastrukturen ist das von erheblicher Bedeutung. Bereiche können nicht beliebig lange gesperrt werden, gleichzeitig verbietet sich bei einer unbekannten oder möglicherweise explosionsgefährlichen Drohne ein ungeschütztes Annähern. Es braucht daher eine Lösung für die Phase zwischen dem Zu-Boden-Bringen des Fluggeräts und seiner Untersuchung, Entschärfung oder Bergung.

DSR: Schutzbarriere für die kritische Phase danach

Genau für dieses Szenario hat GARANT den Drohnenschutzring DSR entwickelt. Das System wird über einer abgestürzten, gelandeten oder abgewehrten Drohne positioniert und schafft eine zusätzliche Barriere zwischen dem Fluggerät und seiner Umgebung.

Der DSR ist darauf ausgelegt, mögliche Splitter- und Explosionswirkungen zu begrenzen und Einsatzkräfte sowie weitere Personen im Umfeld besser zu schützen. Gleichzeitig verhindert seine Konstruktion, dass eine noch funktionsfähige Drohne erneut abheben kann.

Für Einsatzleiter liegt ein weiterer Vorteil im Zeitgewinn: Die Lage kann bewertet, der Gefahrenbereich organisiert und das weitere Vorgehen vorbereitet werden. Der DSR ersetzt dabei weder bestehende Systeme der Drohnenabwehr noch die anschließende Untersuchung oder Entschärfung. Er ergänzt die Einsatzkette um einen bislang wenig betrachteten Zwischenschritt.

Auch die Handhabung wurde auf reale Einsatzbedingungen ausgelegt. Der DSR kann mit geringem Schulungsaufwand bereits durch ein bis zwei Personen manuell positioniert werden. Darüber hinaus ist eine robotergestützte Platzierung möglich. So lässt sich der Abstand zwischen Einsatzkräften und potenzieller Gefahrenquelle vergrößern – insbesondere bei unklarer Nutzlast oder nicht eindeutig bewertbarem Zustand der Drohne.

Quadrokopter-Drohne unter einem Schutznetz in einem geöffneten, neongelben Transportbehälter auf einer Betonfläche
Der DSR ist darauf ausgelegt, mögliche Splitter- und Explosionswirkungen zu begrenzen.
Foto: GARANT Schutztechnik GmbH

Counter-UAS endet nicht am Boden

Der DSR erweitert den Blick auf Counter-UAS. Die technische Entwicklung konzentrierte sich bisher zu Recht auf Sensorik, Detektion und Abwehr. Für einen vollständigen Einsatzablauf muss jedoch auch die Phase danach betrachtet werden.

Was geschieht mit einer Drohne, die am Boden liegt, deren Nutzlast unbekannt ist und die möglicherweise noch funktionsfähig ist? Wie lassen sich Einsatzkräfte schützen, Sicherheitsabstände sinnvoll gestalten und gleichzeitig sensible Standorte möglichst schnell wieder handlungsfähig machen?

Der DSR ist als praktische Antwort auf genau diese Fragen konzipiert. Er richtet sich an Polizei, Streitkräfte, EOD- und IEDD-Einheiten sowie Betreiber kritischer Infrastrukturen und kann als zusätzlicher Baustein in bestehende Schutz- und Einsatzkonzepte integriert werden.

Mehr als 70 Jahre Erfahrung im Explosionsschutz

Bei der Entwicklung greift GARANT auf mehr als 70 Jahre Erfahrung in der Schutz- und Sicherheitstechnik zurück. Das Unternehmen entwickelt und produziert Ausrüstung für Polizei, Streitkräfte, Behörden und weitere professionelle Anwender. Ein besonderer Schwerpunkt liegt im Bereich EOD/IEDD sowie bei Lösungen zum Schutz vor Explosions- und Splitterwirkungen.

Mit dem DSR überträgt GARANT dieses Know-how auf ein Bedrohungsfeld, das weiter an Bedeutung gewinnen dürfte. Im Mittelpunkt stehen hohe Schutzwirkung, robuste Konstruktion und einfache Handhabung unter realen Einsatzbedingungen. Entwicklung und Produktion erfolgen ausschließlich in Europa.

Premiere auf der EUDEX 2026

Auf der EURO DEFENCE EXPO in Essen präsentiert GARANT den Drohnenschutzring DSR erstmals einem internationalen Fachpublikum. Messebesucher können damit eine Schutzlösung kennenlernen, die dort ansetzt, wo viele Counter-UAS-Konzepte bislang enden: unmittelbar nach dem Zu-Boden-Bringen einer Drohne.

Wer sich mit Drohnenabwehr, EOD/IEDD, kritischer Infrastruktur oder dem Schutz sensibler Bereiche beschäftigt, sollte deshalb nicht nur fragen, wie eine Drohne aus der Luft gebracht wird. Ebenso entscheidend ist, was in den Minuten danach geschieht.

GARANT zeigt den DSR auf der EUDEX 2026 in Halle 3, Stand 3B59, zusammen mit anderen innovativen Schutzprodukten.

DSR von GARANT – Schutz für die kritische Phase nach der Drohnenabwehr.

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