Enforce Tac: Neue Munition als C-UAS Mittel

Die neue Drone Round Munition des US-Herstellers Drone Round Defense bietet eine kinetische Abwehrfähigkeit gegen unbemannte Luftfahrtsysteme (UAS), die speziell für die Anforderungen moderner Gefechtssituationen entwickelt wurden. Das System ist nahtlos mit allen gängigen Standardsturmgewehren kompatibel und erfordert weder Anbauteile noch zusätzliche Ausrüstung oder Schulungen.

Von außen sieht die Drone Round Munition fast wie ganz gewöhnliche Munition aus. Nur das Geschoss eine leichte andere Form aufweist.
Von außen sieht die Drone Round Munition fast wie ganz gewöhnliche Munition aus. Nur das Geschoss eine leichte andere Form aufweist.
Foto: AF

Dank seiner Eignung für den Einsatz mit Schalldämpfern, der zuverlässigen Gurt- und Magazinzuführung sowie Mündungsgeschwindigkeiten von bis zu 670 Metern pro Sekunde bietet Drone Round die nötige Durchschlagskraft und Streuung, um kleine Luftziele präzise und mit minimalen Kollateralschäden zu neutralisieren. Laut Hersteller unterstreicht die nachgewiesene Treffsicherheit auf große Entfernungen die Rolle von Drone Round als zuverlässiges Mittel zur schnellen Bekämpfung von Luftzielen in dem sich ständig weiterentwickelnden, von Drohnen geprägten Gefechtsfeld.

Drone Round wird bisher vollständig in den USA gefertigt und von einer der größten Munitionsproduktionsstätten des Landes unterstützt. Diese könnte ab 2027 jährlich bis zu 350 Millionen Schuss über eine vollintegrierte Produktionslinie liefern. Dabei arbeiten Unlimited Ammo, Freedom Munitions und Ammo Load zusammen. Aktuell liegt die Produktionskapazität bei 100 Millionen Patronen. Das System wird derzeit exklusiv an US-amerikanische Militärorganisationen, Strafverfolgungsbehörden, private Sicherheitsdienste und andere autorisierte Verteidigungseinrichtungen angeboten. Mit einem auf Zuverlässigkeit unter Belastung ausgelegten Design, identischer Funktionstüchtigkeit wie Standardmunition und Kompatibilität mit bestehenden Waffensystemen ist Drone Round die effektivste kinetische Drohnenabwehrlösung zur Bekämpfung unbemannter Flugsysteme in realen Einsatzumgebungen, so der Hersteller.

Drone Round: Munition auch gegen Glasfaser-Drohnensysteme einsetzbar

Aktuell ist Drone Round in den Kalibern 7,62×51 mm sowie 5,56×45 mm verfügbar. Weitere Kaliber sollen in Zukunft folgen, u.a. 6,8×51 mm. Die Munition wird identisch wie die Standardmunition genutzt. Mit etwa der doppelten Geschwindigkeit (2.200 FPS) einer Standard-12-Kaliber-Schrotpatrone bietet die 5,56-mm-Anti-Drohnenmunition die nötige Durchschlagskraft und Streuung, um ihre Aufgabe zu erfüllen. Auch gegen Glasfaser-Drohnensysteme, die nicht durch Jammer oder andere elektronische Gegenmaßnahmen bekämpft werden können.

Streueffekt: Hier die Streuung von 10 Schuss der K-Variante auf 35 Yards (ca. 38m).
Streueffekt: Hier die Streuung von 10 Schuss der K-Variante auf 35 Yards (ca. 38m).
Foto: AF

Die Munition wird neben den beiden Kalibern jeweils in zwei Varianten angeboten. Die K-Variante besitzt im Geschosskopf acht 8 Projektile und kann bis zu einer Entfernung von 50 Metern eingesetzt werden. Die L-Variante hat fünf Projektile und kann bis zu 100 Metern UAVs bekämpfen. Beide können in vollautomatischen und schallgedämpften Waffen genutzt werden. Dadurch ergibt sich die nahtlose Kompatibilität mit aktuellen Waffenplattformen und Magazinen. Aufgrund der beiden Kaliber wird eine gemischte Aufmunitionierung der Magazine angeraten. Mit der K-Variante für die kürzere Entfernung unten, und der L-Variante für die größere Entfernung oben zuerst. Die NATO- und US-Zertifizierung läuft aktuell noch. Die behördliche US-Zertifizierung soll im Mai 2026 abgeschlossen werden.

Die Rohrlänge des Gewehrs hat am Ende Einfluss auf die Ausbreitung der Projektile. Laut Hersteller wird die Ausbreitung bei Lauflängen unter 11″ kritisch, als Standard wird zur Rohrlänge von 14″ geraten.

U.S. Army hat bereits getestet

Im November 2025 führte die U.S. Army bereits offizielle Teste mit der Drone Round Munition im Kaliber 5,56×45 mm durch. Zum Einsatz kamen die Anti-Drohnen-Patronen mit Splitterwolke auf kurze Distanz gegen FPV-Drohnen.

Die Idee, bei der Infanterie führen die Soldaten auf Gruppen- und Zugebene neben ihrer Standardmunition (Vollmantel- und Leuchtspurmunition), auch ein oder mehrere speziell für die Drohnenabwehr vorgesehene Magazine mit sich. Sobald eine Gefahr durch Drohnen besteht, werden die Magazine gewechselt und aus dem Infanteriegewehr wird ein kinetisches C-UAS System.

Das breitere Streumuster der Munition erhöht die Trefferwahrscheinlichkeit gegen die kleinen Drohnen.

Streuung der L- und K-Variante auf unterschiedliche Entfernungen.
Streuung der L- und K-Variante auf unterschiedliche Entfernungen.
Foto: AF

Text: Redaktion / af

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