FIDAE: Radare, Luftverteidigung, Satelliten und UAVs für Südamerika

Vom 7. bis 12. April findet in Santiago de Chile die südamerikanische Luftfahrtleitmesse FIDAE statt. Allerdings beschränkt sich die Messe nicht mehr auf die reinen Luftfahrtthemen, sondern zeigt auch Systeme und Lösungen von und für das chilenische Heer.

Das C-UAV-System CROW von INDRA schützt die FIDAE vor realen Bedrohungen.
Das C-UAV-System CROW von INDRA schützt die FIDAE vor realen Bedrohungen.
Foto: Indra

Das Drohnen-Abwehrsystem CROW des spanischen Herstellers INDRA wird die Messe vor realen Bedrohungen schützen. Dieses wird auch von der chilenischen Luftwaffe betrieben, und ist laut Veranstalter Teil der offiziellen Sicherheitsvorkehrungen für diese Verteidigungsmesse in Santiago de Chile.

Indra präsentiert auf der FIDAE seine modernsten Luftverteidigungslösungen, Drohnenabwehrsysteme, UAVs, Satelliten und Weltraumtechnologie. Darüber hinaus stellt das Unternehmen seine Unterstützungsleistungen vor, die es in ganz Lateinamerika einführt, um die operative Autonomie der Streitkräfte zu stärken und die technologischen Kapazitäten der regionalen Verteidigungsindustrie auszubauen, so Indra bei der Vorstellung zu Messebeginn.

Ein Höhepunkt der Indra-Teilnahme an der diesjährigen FIDAE ist die Integration des Drohnenabwehrsystems C-UAS CROW, das von der chilenischen Luftwaffe eingesetzt wird, in das offizielle Sicherheitskonzept der Messe. Im Rahmen der Veranstaltung finden regelmäßige Besuche der Sicherheitszentrale statt, um die Leistungsfähigkeit eines der fortschrittlichsten Drohnenabwehrsysteme auf dem Markt mit umfangreicher Einsatzerfahrung zu demonstrieren, so Indra.

Blick in die Sicherheitszentrale.
Blick in die Sicherheitszentrale.
Foto: Indra

Als Neuentwicklung präsentiert Indra die Integration seines C-UAS-Systems in traditionelle Flugverkehrsmanagementsysteme und Drohnenverkehrsmanagementsysteme (ATM-UTM). Dies ermöglicht eine präzisere Unterscheidung zwischen autorisierten Flügen und tatsächlichen Bedrohungen. Indras C-UAS wird von Streitkräften in mehreren Ländern eingesetzt und ist derzeit bei der spanischen Luft- und Weltraumstreitkraft im Einsatzgebiet stationiert. Das CROW-System kam auch bei der chilenischen Präsidentenübergabe am 11. März im Rahmen der Sicherheitsmaßnahmen zum Einsatz.

Ein weiterer zentraler Bestandteil von Indras Präsenz auf der FIDAE ist die Einrichtung von In-Service Support Centers (ISSC) in Lateinamerika. Diese sollen die operative Autonomie der Streitkräfte der Region stärken und die industriellen Kapazitäten ausbauen. Das Unternehmen implementiert solche Zentren bereits in mehreren Ländern, um hochwertige Engineering- und Wartungsdienstleistungen in der Nähe der Endnutzer anzubieten, Abhängigkeiten zu reduzieren und die Einsatzbereitschaft zu verbessern. Diese Zentren integrieren auch Lösungen für die industrielle Wartung 4.0, die ebenfalls auf der FIDAE vorgestellt werden. Dazu gehört beispielsweise Indras Fernwartungstool auf Basis holografischer Brillen, mit dem Techniker und Mechaniker Expertenunterstützung für die Reparatur immer komplexerer Systeme und Plattformen anfordern können.

Luftverteidigung, Drohnen und Satelliten

Indra wird auf der FIDAE auch seine starke globale Führungsrolle im Bereich der Luftverteidigung demonstrieren. Das Unternehmen präsentiert seine Lanza 3D-Radargeräte, eine internationale Referenz in der Luftraumüberwachung und -kontrolle. Insbesondere werden die Radargeräte LTR 20 und LTR 25 vorgestellt, wobei letzteres im Rahmen der NATO-Einsatzkräfte sowie in Ländern wie Spanien, Großbritannien und den ukrainischen Streitkräften im Einsatz ist.

Die Besucher können sich außerdem über Indras AirDef-Luftverteidigungsführungs- und -kontrollsystem informieren, das Interoperabilitätsfähigkeiten bietet, die alle anderen Lösungen auf dem Markt weit übertreffen, insbesondere für integrierte Operationen mit Kampfflugzeugen der nächsten Generation über taktische Datenverbindungen wie Link 16. Ein immersiver Raum simuliert die hochrealistischen Arbeitsbedingungen eines solchen Zentrums.

Im Bereich unbemannter Luftfahrtsysteme präsentiert Indra die ISTAR-Drohne der TARSIS-Familie, die in ihrer Klasse einzigartig ist und modulare, missionsadaptive Fähigkeiten bietet.

Im Bereich Kommunikation stellt Indra seine Satellitenkommunikationsterminals vor, die für eine sichere und ausfallsichere Konnektivität in jedem Einsatzszenario entwickelt wurden.

Das Unternehmen präsentiert außerdem den Satelliten Vorax, der für den Betrieb in der erdnahen Umlaufbahn (LEO) konzipiert ist und über eine vielseitige Technologiearchitektur zur Verbesserung der Kommunikation, Erdbeobachtung und der digitalen Souveränität Europas verfügt.

Das verlegbare Lanza 3D LTR-25 (Long-range Tactical Radar). Es enthält auch einen Identifier Friend oder Feind- und ein sekundäres Überwachungsradar (IFF/SSR).
Das verlegbare Lanza 3D LTR-25 (Long-range Tactical Radar). Es enthält auch einen Identifier Friend oder Feind- und ein sekundäres Überwachungsradar (IFF/SSR).
Foto: Indra

Landfähigkeiten und vernetzte Operationen

Indra stellt zudem Lösungen für den Landbereich und für Aufklärungsplattformen im Verteidigungsbereich vor. Dazu gehören das Missionssystem für Militärfahrzeuge und das Gefechtsfeldmanagementsystem (BMS), das die Koordination und das taktische Management von Operationen verbessert. Das Unternehmen präsentiert außerdem Bordsysteme wie das Periskop für gepanzerte Fahrzeuge, das Nemus-Radar und Fähigkeiten zur elektronischen Landverteidigung.

Besondere Erwähnung verdient im Bereich der multidomänenübergreifenden Systeme die immersive Demonstration von Indra.

 

Text: Redaktion / af

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