
Im Verfolgungsmodus richtet Flamingo-1 seinen Sensor entlang einer vorausberechneten Flugbahn aus, um gezielt Objekte von besonderem Interesse zu beobachten. Dazu zählen beispielsweise militärische Satelliten, gezielte oder unbeabsichtigte Annäherungen zwischen Weltraumobjekten sowie die Abtrennung von Nutzlasten von Trägerraketen. Auch in diesem Modus erfasst Flamingo-1 weiterhin andere Objekte in seinem Sichtfeld. Die dabei gewonnenen Daten werden ebenfalls ausgewertet und in den Weltraumobjektkatalog von Vyoma integriert. Darüber hinaus kann Flamingo-1 Regionen des Weltraums beobachten, die vom Boden aus praktisch nicht zugänglich sind.
Die geplante Mindestbetriebsdauer von Flamingo-1 beträgt fünf Jahre. Anfang 2027 wird Vyoma sein weltraumgestütztes Sensornetzwerk um Flamingo-2 erweitern und bis 2029 auf mehr als ein Dutzend Sensoren ausbauen. Die Satelliten sollen so verteilt werden, dass sie gemeinsam einen weltraumgestützten „Space Fence“ bilden, der relevante Weltraumobjekte mit hoher Beobachtungsfrequenz erfasst.
Mit diesem firmeneigenen Sensornetzwerk verfolgt Vyoma das Ziel, einen vollständig unabhängigen Katalog von Weltraumobjekten aufzubauen und kontinuierlich zu aktualisieren. Damit adressiert das Unternehmen eine wesentliche Fähigkeitslücke Europas und stärkt die Voraussetzungen für eine souveräne, von außereuropäischen Informationsquellen unabhängige Weltraumlageerfassung.
„Der Übergang von Flamingo-1 in den Routinebetrieb ist ein wichtiger Meilenstein für Vyoma und die europäische Souveränität im Bereich der Weltraumlageerfassung. Wir haben die die mit unserer Technologie verbundenen Risiken erfolgreich reduziert und ermöglichen Europa damit einen großen Schritt in Richtung einer unabhängigen Überwachung und des Schutzes kritischer Weltrauminfrastruktur.
Die von Flamingo-1 gewonnenen Daten unterstützen Weltraumkommandos dabei, weltraumgestützte Infrastruktur lückenlos und ohne Unterbrechungen zu schützen. Gleichzeitig kann Europa seine Abhängigkeit von außereuropäischen Informationsquellen verringern und seine strategische Autonomie stärken. Wir können es kaum erwarten, dass unser zweiter Satellit 2027 im Orbit ist!“, erklärte Dr. Luisa Buinhas, Chief Programme Officer von Vyoma.
Quelle: Vyoma
Bleiben Sie auf dem Laufenden.
Die wichtigsten Nachrichten aus Verteidigung und Wehrtechnik — auf Ihrem Kanal.


Neuigkeiten direkt auf Ihr Handy: Scannen Sie den QR-Code — oder öffnen Sie den Kanal direkt.
Kanal öffnenKostenlos · jederzeit verlassen · Ihre Nummer bleibt für uns anonym.










