Israel teilt seine Erfahrungen im Bereich Drohnenschutz mit den USA und den NATO-Mitgliedern. Die Botschaft lautet: Derzeit gibt es kein System, das in realen Kampfsituationen einen hohen Schutz vor dieser wachsenden Bedrohung bieten kann.
In den letzten Tagen hat die israelische Luftwaffe (IAF) ihre Apache-Hubschrauber eingesetzt, um bewaffnete Drohnen zu verfolgen, die von der Hisbollah aus dem Libanon gestartet wurden, und sie mit ihren automatischen Kanonen abzuschießen.
Seit Ausbruch des Krieges am 28. Februar 2026 und dem Beitritt der Hisbollah im Libanon zum Iran ist das Problem sehr deutlich geworden: Es gibt keine verfügbare Technologie, die eine Drohnenabwehr wie andere Luftverteidigungssysteme, vor allem solche gegen ballistische Raketen, leisten kann.
Israelische Unternehmen exportieren Drohnenabwehr-Systeme in europäische Länder
Israelische Rüstungsunternehmen, darunter Elbit Systems, Rafael und IAI, haben aktiv ihre Lösungen zur Drohnenabwehr entwickelt und in europäische Länder und NATO-Staaten exportiert. Systeme wie Elbits ReDrone integrieren Radar, Signalaufklärung, elektronische Kriegsführung, optische Sensoren und Drohnenidentifizierung für einen umfassenden Schutz von Militärstützpunkten und sensiblen Einrichtungen. Die israelische Technologie soll feindliche UAVs lokalisieren, identifizieren und neutralisieren – sogar zwischen befreundeten und feindlichen Drohnen unterscheiden.
Europäische Streitkräfte setzen zunehmend israelische, kampferprobte Anti-Drohnen- und Drohnenerkennungssysteme ein. So haben beispielsweise die Niederlande und andere NATO-Mitglieder mehrschichtige Anti-UAV-Lösungen aus Israel zum Schutz von Luftwaffenstützpunkten und kritischer Infrastruktur beschafft. Im September 2025 besuchte eine Delegation des Europäischen Parlaments Israel, um Strategien zur Drohnenabwehr und Resilienz zu studieren. Europäische Betreiber lernen von Israels Einsatzdoktrinen, mehrschichtigen Verteidigungsansätzen und schnellen Technologiezyklen, die durch reale Kampfeinsätze verfeinert wurden.
Eine israelische Quelle teilte Defence Network mit, dass alle diese israelischen C-UAS-Systeme unter bestimmten Bedingungen effizient sind: „Die Erfahrungen Israels, vor allem mit den aus dem Libanon gestarteten bewaffneten Drohnen, zeigen, dass die Systeme in vielen Situationen versagen, insbesondere wenn die Drohne die Topografie nutzt, um unentdeckt zu fliegen. Ein weiteres Problem ist die Identifizierung des erkannten Objekts, bei dem es sich um eine von verbündeten Streitkräften betriebene Luftplattform handeln kann.“
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