Japan könnte bald seine Bewertung des israelischen Luftverteidigungssystems Arrow fortsetzen. Dies geschieht nach den jüngsten Tests Nordkoreas mit neuen ballistischen Raketen. Anfang des Monats hat Nordkorea mindestens zwei ballistische Raketen abgefeuert.
Wie Defence Network berichtet, wurden die Hyperschallraketen von Pjöngjang aus gestartet und trafen erfolgreich Ziele 950 Kilometer östlich von Nordkorea.
Laut israelischen Analysten flog die Rakete in einer sehr flachen Flugbahn, was für moderne Luftverteidigungssysteme ein Problem darstellt. Den Analysten zufolge betrug die maximale Höhe der Rakete in ihrer Flugbahn 50 km.
Die Geschwindigkeit der Rakete beträgt mehr als das Fünffache der Schallgeschwindigkeit und sie verfügt über Manövrierfähigkeit während des Fluges, um Abwehrmaßnahmen auszuweichen. Die Tests trafen Ziele in 900 km Entfernung im Japanischen Meer, inmitten erhöhter Spannungen nach einer US-Operation in Venezuela.
Der japanische Verteidigungsminister Koizumi Shinjiro erklärte gegenüber Reportern, dass die Abschüsse ballistischer Raketen gegen einschlägige Resolutionen des UN-Sicherheitsrats verstoßen und eine ernste Angelegenheit darstellen, die die öffentliche Sicherheit beeinträchtigt.
Japan: Diskussionen über Beschaffung von Arrow seit Jahren
Das Land hat Interesse an Israels Raketenabwehrsystem Arrow gezeigt, insbesondere an der Variante Arrow 3, als mögliche Verbesserung seiner ballistischen Raketenabwehr gegen Bedrohungen wie Nordkorea. Japanische Verteidigungsbeamte haben Israels erfolgreiche Abfangmaßnahmen gegen iranische Geschosse untersucht und die gewonnenen Erkenntnisse auf Szenarien im indopazifischen Raum übertragen.
Die Diskussionen über den Erwerb von Arrow 3 durch Japan reichen Jahre zurück, wobei Analysen darauf hindeuten, dass dessen Fähigkeiten außerhalb der Erdatmosphäre den Bedürfnissen des Landes besser entsprechen als bestehende US-Systeme wie THAAD oder Aegis. Ein Bericht aus den 2000er Jahren stellte fest, dass auch Südkorea das Arrow-Programm aufmerksam verfolg.
Israelische Quellen sagten, dass es keine Hinweise auf ein bestätigtes japanisches Beschaffungsprogramm gibt, aber „es gibt Anzeichen dafür”, dass das Interesse an den israelischen Abfangraketen gestiegen ist.
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