Leonardo DRS, Inc. gab am 13. Oktober bekannt, dass das Unternehmen einen Produktionsauftrag der U.S. Army im Wert von 63 Millionen US-Dollar für das Wärmebild-Zielsystem der nächsten Generation – das „Family of Weapon Sights – Individual“ (FWS-I) – erhalten hat.

Der Auftrag erfolgte im Rahmen des bestehenden IDIQ-Vertrags (Indefinite-Delivery/Indefinite-Quantity) der Army für fortschrittliche, im Gefecht bewährte Wärmebild-Zielsysteme zur Unterstützung infanteristisch eingesetzter Soldaten.
Das FWS-I ist ein leichtes, ungekühltes Wärmebildsystem, das für die drahtlose Integration in am Soldaten getragene Sichtsysteme konzipiert wurde, darunter die „Enhanced Night Vision Goggle–Binocular“ (ENVG-B) und das „Integrated Visual Augmentation System“ (IVAS).
Diese drahtlose Verbindung ermöglicht es Soldaten, das Wärmebild des Zielgeräts auf ihrem am Helm montierten Display zu betrachten. Dies erlaubt eine schnelle Zielerfassung, ohne dass die Waffe in Anschlag gebracht werden muss. Die Aufrechterhaltung des Lagebewusstseins bietet einen entscheidenden Vorteil in komplexen Einsatzumgebungen mit hoher Bedrohungslage.
„Modernisierung im direkten Gefechtsbereich bedeutet, den Soldaten die benötigten Informationen bereitzustellen, ohne unnötige Komplexität zu schaffen“, sagte John Baylouny, Präsident und CEO von Leonardo DRS. „Der FWS-I-Produktionsauftrag spiegelt den anhaltenden Fokus der Army auf fortschrittliche Sensorik, vernetzte Soldatensysteme und einsatzbereite Fähigkeiten wider.
DRS ist stolz darauf, diese Mission durch die Bereitstellung praxisorientierter Technologien zu unterstützen, die Soldaten helfen, Bedrohungen zu erkennen, schneller Entscheidungen zu treffen und sich im Gefecht zu behaupten – ganz nach dem Motto ‚Own the Edge™‘.“
Da Gegner zunehmend hochentwickelte Tarntechniken einsetzen und unter schlechten Sichtbedingungen operieren, helfen Wärmebild-Zielsysteme den Soldaten dabei, potenzielle Bedrohungen in verschiedensten Einsatzszenarien zu identifizieren und zu bewerten – sei es in städtischem Gelände, bei dichtem Bewuchs, Rauch, Nebel oder Dunkelheit sowie auf kurze und große Distanzen.
Das FWS-I nutzt Wärmebildtechnik, um Soldaten bei der Erkennung von Wärmesignaturen zu unterstützen – insbesondere unter Bedingungen, bei denen Tarnung, Lichtverhältnisse oder Wetter die Wirksamkeit herkömmlicher optischer Beobachtungsmethoden einschränken.
„Diese Spitzentechnologie stellt sicher, dass Soldaten auf dem heutigen Gefechtsfeld über die fortschrittlichsten Zieloptiken verfügen“, erklärte Jerry Hathaway, Senior Vice President und General Manager von Leonardo DRS Electro-Optical Infrared Systems. „Das FWS-I kombiniert moderne ungekühlte Wärmebildtechnik mit einer in die Ausrüstung des Soldaten integrierten Anzeige, um die Zielerfassung und das Lagebewusstsein für abgesessene Soldaten zu verbessern. Wir sind stolz darauf, dass die U.S. Army weiterhin auf DRS vertraut, wenn es um die Bereitstellung dieser entscheidenden Fähigkeit geht, die das Überleben und die Einsatzwirksamkeit bei Operationen in mehreren Einsatzbereichen (Multi-Domain Operations) steigert.“
Das FWS-I basiert auf ungekühlter Infrarot-Technologie, die eine robuste Wärmebildleistung ohne kryogene Kühlung ermöglicht. Dank seiner Clip-on-Bauweise ist es flexibel auf verschiedenen Waffensystemen einsetzbar. Die drahtlose Verbindung zu den am Soldaten getragenen Systemen gewährleistet Schnelligkeit, Präzision und Lagebewusstsein, ohne die Mobilität einzuschränken.
Dieser Auftrag baut auf der langjährigen Zusammenarbeit von DRS mit der U.S. Army sowie der Erfahrung des Unternehmens im Bereich elektro-optischer und Infrarot-Technologien (EO/IR) auf. Neben dem FWS-I liefert DRS ein breites Spektrum an EO/IR-Technologien zur Unterstützung von aufgesessenen und abgesessenen Operationen sowie für luftgestützte Plattformen und zur Erhöhung der Überlebensfähigkeit von Luftfahrzeugen.
Interessant ist dieser Auftrag, da Leonardo mittlerweile eine bessere Lösung anbieten kann. Mit besserer Auflösung, besser angepasstem Sichtfeld für große Entfernungen, und einem besseren elektronischem Kern.
Text: Redaktion / af
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