In den ersten Januartagen übernimmt der verlegefähige Luftverteidigungsgefechtsstand, das Deployable Command and Reporting Centre (DCRC), Callsign „RED HAWK“, aus dem Luftwaffenstützpunkt Holzdorf-Schönewalde seinen Einsatzauftrag in Litauen.
Das DCRC wird bis Anfang April 2026 die Luftlageerstellung und Einsatzführung in den Baltischen Staaten im Rahmen der NATO-Mission „enhanced Air Policing North“ unterstützen. Mit diesem Einsatz wird die Luftverteidigungsfähigkeit der NATO im Baltikum weiter gestärkt. Damit wird Stärke und Geschlossenheit im Bündnis demonstriert, es wird ein Beitrag zur Sicherheit geleistet und die Fähigkeiten der Partner werden gestärkt.
Das Luftlagebild, auch „Recognized Air Picture“ genannt, ist Grundlage für jede Luftoperation. Im Rahmen des Einsatzes kommt erstmalig die neuste Version des Gefechtsführungssystems „German Improved Air Defence System“ zum Einsatz, in welchem alle verfügbaren zivilen und militärischen Radardaten verarbeitet werden. Dabei werden alle durch Sensorik erfassten Luftfahrzeuge, Flugkörper und Flugobjekte dargestellt, identifiziert und je nach Bedrohungslage mit unterschiedlichen Farbsymbolen versehen.
Die Einsatzführung umfasst erstens die Führung von militärischen Luftfahrzeugen durch „Aircraft Controller“ – beispielsweise die Anweisung an einen Eurofighter, den Kurs und die Flughöhe in Richtung eines nicht identifizierten Luftfahrzeugs zu ändern. Der „Aircraft Controller“ interagiert dabei aus seinem Arbeitsplatzcontainer per Funk mit dem Luftfahrzeugführer.
Zweitens werden die Einheiten der Flugabwehr taktisch geführt, d.h. sie bekommen Einsatzaufträge aus dem DCRC. Im Rahmen der Verlegung ist eine temporäre Integration des Gefechtsstands der Flugabwehr, dem Surface to Air Missile Operations Centre (SAMOC), im DCRC vorgesehen, das auf Grundlage des Luftlagebildes und der damit verbundenen Identifizierung, Informationen und Zieldaten erhält.
Das Passiv-Radarsystem-Luftwaffe wird das DCRC unterstützen
Der Technische Leiter der „Einsatzgruppe verlegefähig“ der Luftwaffe, Oberstleutnant Rottke, erklärt: „Aus technischer Sicht ist unser Gefechtsstand hochmodern und vergleichbar zu einem Rechenzentrum. Die Herausforderung ist, die Komplexität, die der hohe Grad an Technisierung mit sich bringt, zu beherrschen.“
Das Passiv-Radarsystem-Luftwaffe (PaRsLw) wird das DCRC als zusätzlicher Sensor mit seinen besonderen Fähigkeiten bei der Erstellung eines Luftlagebildes unterstützen. Das PaRsLw wurde bereits Anfang Oktober nach Litauen verlegt.
Der Kommandeur der „Einsatzgruppe verlegefähig“, Oberstleutnant Schreiner, stellt heraus, „dass die Frauen und Männer vom Team RED HAWK sich mit Herzblut auf den Einsatz vorbereitet haben und mit riesigem Engagement Anfang Januar den operationellen Betrieb aufnehmen werden. Wir alle sind stolz Teil des Teams RED HAWK zu sein und ich bin beeindruckt, was hier von diesem Team geleistet wurde und wird!“
Insgesamt werden für das Vorhaben knapp 80 Container und bis zu ca. 100 Soldatinnen und Soldaten ins Baltikum verlegt.
Quelle: Presse- und Informationszentrum der Luftwaffe
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