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RENK erzielt Rekordauftragseingang im ersten Halbjahr

Die RENK Group AG, ein Anbieter von Antriebslösungen für den militärischen und zivilen Bereich, hat den erfolgreichen Kurs aus dem Auftaktquartal fortgesetzt. Der Auftragseingang erreichte in den ersten sechs Monaten des Jahres rund 1,2 Mrd. Euro (H1 2025: 921,2 Mio. Euro; +29,7 Prozent), getragen von der unverändert hohen Nachfrage im Verteidigungsgeschäft. Mit 612,8 Mio. Euro war der Auftragseingang im zweiten Quartal das höchste Volumen, das das Unternehmen jemals in einem Einzelquartal verzeichnet hat. Ein Book-to-Bill-Verhältnis von 1,9x (H1 2025: 1,5x) unterstreicht die strukturell unverändert hohe internationale Nachfrage nach den Produkten von RENK. Der gesamte Auftragsbestand stieg auf ein neues Allzeithoch von 7,4 Mrd. Euro. Der Umsatz wuchs im Vergleich zum Vorjahr um 2,7 Prozent auf 637,2 Mio. Euro (H1 2025: 620,2 Mio. Euro) – planmäßig und im Einklang mit den kundenseitigen Projekt- und Auslieferungsplänen.

Grau lackiertes Getriebesystem der Firma Renk mit sichtbaren Leitungen und Steuerungseinheiten auf einer Fachmesse
Die RENK Group AG, ein Anbieter von Antriebslösungen für den militärischen und zivilen Bereich.
Foto: CPM / af

„Mit knapp 1,2 Mrd. Euro Auftragseingang haben wir bereits nach sechs Monaten nahezu das Niveau der ersten neun Monate des Vorjahres erreicht. Die anhaltend hohe Nachfrage zeigt, dass unsere Kunden weltweit weiterhin in erheblichem Umfang in bestehende und neue Land- und Seeplattformen investieren. Dieses Vertrauen bestätigt die Relevanz unserer Technologien und unseres Portfolios. Gleichzeitig setzen wir unsere Wachstumsstrategie konsequent um und investieren gezielt in Technologien und zusätzliche Kapazitäten, um unsere Kunden auch langfristig zuverlässig zu unterstützen“, sagt Dr. Alexander Sagel, CEO der RENK Group AG.

Bereinigtes EBIT wächst erneut überproportional – Marge steigt um 100 Basispunkte

Das bereinigte EBIT stieg erneut überproportional um 10,1 Prozent auf 98,2 Mio. Euro (H1 2025: 89,2 Mio. Euro). Daraus resultiert eine weitere Verbesserung der bereinigten EBIT-Marge auf 15,4 Prozent (H1 2025: 14,4 Prozent), ein Anstieg um 100 Basispunkte. Dies spiegelt in erster Linie die positiven Skaleneffekte in der Division Vehicle Mobility Solutions (VMS) sowie anhaltende Effizienzgewinne aus dem im September 2025 eingeführten neuen modularen Produktionskonzept wider. Die operative Performance bleibt voll auf Kurs, während das Unternehmen parallel sein geplantes Kapazitätserweiterungsprogramm an den Standorten Augsburg und Rheine planmäßig umsetzt.

Division Vehicle Mobility Solutions

VMS, die größte Division der Gruppe, bleibt der klare Wachstumsmotor. Der Auftragseingang stieg in den ersten sechs Monaten des Jahres um 42,6 Prozent auf 970,4 Mio. Euro (H1 2025: 680,6 Mio. Euro). Dies entspricht einem Book-to-Bill-Verhältnis von 2,3x (H1 2025: 1,7x) und verdeutlicht die strukturell hohe Nachfrage nach RENK Produkten für die Domäne Land.

Treiber dieser Entwicklung im zweiten Quartal war unter anderem die Verlängerung des Rahmenvertrags mit Rheinmetall für das Programm KF41 Lynx, in dessen Rahmen RENK Getriebe und Seitenvorgelege im Wert von rund 270 Mio. Euro inkl. Optionen über 63 Mio. EUR liefern wird.

Bedeutend war darüber hinaus der Folgeauftrag über den fünfjährigen THOR-IV-Rahmenvertrag, den RENK America von der U.S. Army für das Getriebe HMPT 800 erhalten hat — die vierte Vergabe in dieser Serie mit einem Volumen von bis zu 691 Mio. USD, von dem im zweiten Quartal rund 121 Mio. Euro entsprechend den vertraglichen Mindestabnahmemengen als Auftragseingang erfasst wurden. Darüber hinaus erhielt RENK die ersten Serienaufträge für Antriebssysteme des gepanzerten, hochgeländegängigen Kettenfahrzeugs Patria TRACKX. Das Service- und Ersatzteilgeschäft blieb in Deutschland, Europa und den USA auf hohem Niveau.

Der Umsatz stieg um 7,6 Prozent auf 418,6 Mio. Euro (H1 2025: 388,9 Mio. Euro) bei einer im Vorjahr vorliegenden hohen Vergleichsbasis. Das bereinigte EBIT stieg um 20,5 Prozent auf 80,3 Mio. Euro (H1 2025: 66,6 Mio. Euro); die bereinigte EBIT-Marge erhöhte sich entsprechend auf 19,2 Prozent (H1 2025: 17,1 Prozent), ein Anstieg um 210 Basispunkte — getragen von positiven Skaleneffekten und den spürbaren Ergebnissen des modularen Produktionskonzepts in Augsburg.

Division Marine & Industry (M&I)

M&I verzeichnete im zweiten Quartal 2026 eine deutliche Erholung gegenüber Q1 2025. Der Auftragseingang belief sich im ersten Halbjahr auf 164,4 Mio. Euro (H1 2025: 182,6 Mio. Euro; -9,9 Prozent), bei einem Book-to-Bill-Verhältnis von 1,0x (H1 2025: 1,0x). Das zweite Quartal zeigte ein kräftiges zweistelliges Wachstum des Auftragseingangs gegenüber dem Vorjahr, getrieben vom Marinegeschäft mit bedeutenden Aufträgen aus verschiedenen internationalen Fregattenprogrammen.

Die industriellen Endmärkte standen dagegen weiterhin unter dem Druck eines insgesamt schwachen Industriesektors. Der Umsatz belief sich auf 165,1 Mio. Euro, ein Rückgang um 6,1 Prozent (H1 2025: 175,7 Mio. Euro). Das bereinigte EBIT belief sich auf 16,3 Mio. Euro (H1 2025: 18,8 Mio. Euro), die bereinigte EBIT-Marge auf 9,9 Prozent (H1 2025: 10,7 Prozent) nach 6,7 Prozent im ersten Quartal.

Division Slide Bearings (SB)

Slide Bearings agiert weiterhin in einem herausfordernden Markt, der im Wesentlichen von einem zurzeit schwachen industriellen Umfeld geprägt ist. Der Auftragseingang belief sich im ersten Halbjahr 2026 auf 64,2 Mio. Euro (H1 2025: 66,3 Mio. Euro), ein Rückgang um 3,2 Prozent bei einem Book-to-Bill-Verhältnis von 1,1x (H1 2025: 1,1x). Der Umsatz lag mit 59,9 Mio. Euro unter dem Vorjahresniveau (H1 2025: 62,7 Mio. Euro; -4,4 Prozent). Das bereinigte EBIT belief sich auf 7,5 Mio. Euro (H1 2025: 10,4 Mio. Euro); die bereinigte EBIT-Marge lag bei 12,5 Prozent (H1 2025: 16,6 Prozent). Der Margenrückgang war auf die konjunkturellen Belastungen, die industriellen Endmärkte sowie die im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich höheren US-Zölle zurückzuführen.

Ausblick für die RENK Group AG

Der Vorstand der RENK Group AG bestätigt nach einem erfolgreichen ersten Halbjahr die Prognose für das laufende Jahr und erwartet weiterhin einen Umsatz von mehr als 1,5 Mrd. Euro sowie ein bereinigtes EBIT zwischen 255 Mio. Euro und 285 Mio. Euro.

„Unsere positive finanzielle Entwicklung und unsere neue flexible Finanzierung sind eine gute Basis um unsere strategischen Ambitionen bezüglich profitablen Wachstums und M&A weiter zu verfolgen“, sagt Anja Mänz-Siebje, CFO der RENK Group AG.

Mit der vereinbarten Übernahme von David Brown Defence setzt die RENK Group ihre fokussierte M&A-Strategie fort und stärkt das Portfolio um attraktive Technologien, langfristige Programme und zusätzliche Wachstumspotenziale in strategisch wichtigen Märkten, wie beispielweise den Five-Eyes-Ländern (USA, Kanada, UK, Australia, Neuseeland).

Verbunden mit dieser strategischen Investition ist der Zugang zu wichtigen Marineprogrammen der kommenden Jahre, darunter das Global Combat Ship (GCS) mit bis zu 34 Schiffen für Kanada, das Vereinigte Königreich, Australien und Norwegen.

Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt der üblichen regulatorischen Genehmigungen und das Closing wird für das vierte Quartal 2026 erwartet.

 

Quelle: RENK Group AG

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