Skyeton, ukrainischer Hersteller unbemannter Luftfahrtsysteme, expandiert seit 2022 konsequent in Richtung Verteidigung – mit jährlichen Wachstumsraten von rund 50 Prozent. Auf der ILA in Berlin präsentiert das Unternehmen seine Flaggschiff-Plattform Raybird mit erweiterten ISR-, ISTAR- und Strike-Fähigkeiten und gab den Startschuss für Kooperationen mit INTEC und ONBERG. International-CEO Pavlo Shevchuk sprach im Interview mit dem Defence Network über Expansionspläne nach Europa und warum die Bundeswehr ein potenzieller Kunde ist.

Was können Sie uns über Ihr Unternehmen und seine jüngste Entwicklung sagen?
Skyeton existiert bereits seit 20 Jahren. Vor Kriegsbeginn in der Ukraine haben wir unsere Systeme hauptsächlich für zivile Anwendungen geliefert. Seit 2022 liegt unser gesamter Fokus jedoch auf dem Verteidigungsbereich – und das bis heute. Wir wachsen sehr dynamisch, um rund 50 Prozent pro Jahr.
Das Unternehmen Skyeton beschäftigt heute über 450 Mitarbeiter, darunter mehr als 100 Ingenieure verschiedener Disziplinen – Maschinenbau, Mechatronik, Robotik, Softwareentwicklung – sowohl in der Ukraine als auch im Ausland. Wir haben beispielsweise einen Produktionsstandort in der Slowakei und planen, unsere Fertigung in Europa weiter auszubauen.
Wir sprechen hier auf der ILA. Was haben Sie nach Berlin mitgebracht?
Wir haben unsere Flaggschiff-Plattform Raybird mitgebracht – mit erweiterten Fähigkeiten in den Bereichen ISR, ISTAR und Strike.

Den Raybird haben Sie bereits im vergangenen Jahr auf der XPONENTIAL in Düsseldorf präsentiert. Wird es auch andere Plattformen oder Größen geben?
Wir arbeiten an bedeutenden Innovationen in diesem Bereich – als Marktführer in unserer Klasse haben wir schon jetzt einiges zu bieten. Noch vor Ende dieses Jahres werden wir jedoch etwas Neues auf den Markt bringen.
Sie sprachen es bereits an: Skyeton expandiert über die Ukraine hinaus. Was sind Ihre Pläne speziell für Deutschland?
Wir haben vor eineinhalb Jahren ein Büro in Deutschland eröffnet. Zunächst haben wir uns natürlich auf regulatorische Herausforderungen und den Flugbetrieb konzentriert. Dann haben wir unsere Vertriebs- und Endnutzerkommunikation aufgebaut und die Zusammenarbeit mit den Streitkräften begonnen.
Jetzt bauen wir hier sehr zügig unser F&E-Team auf und planen außerdem die Verlagerung der Produktion nach Deutschland. Wir stecken bereits in konkreten Projekten: Unsere Fabrik soll 2028 in Betrieb gehen, mit dem F&E-Hauptzentrum in Oberpfaffenhofen bei München.
Wir stehen in engem Kontakt mit Nutzern, zum Beispiel mit dem Planungsamt und dem Beschaffungsamt. Das Interesse an unseren Lösungen ist durchaus ausgeprägt. Die Bundeswehr wird schließlich bald ihre veralteten Plattformen ersetzen müssen, durch deutlich leistungsfähigere neue Systeme.
Was können Sie uns über Ihre Partner in Deutschland berichten?
Wir haben hier auf der ILA unsere enge Kooperation mit INTEC bekanntgegeben. Gemeinsam werden wir unsere Systeme in die Bundeswehr-Umgebung einbringen. INTEC ist ein hervorragender Partner – insbesondere für Zertifizierung, Dokumentation, die Zusammenarbeit mit Endnutzern und Ausbildung. In all diesen Bereichen werden wir sehr eng zusammenarbeiten.
Mit Blick auf die Produktion haben wir eine Absichtserklärung mit ONBERG unterzeichnet.
Wo ist Skyeton noch aktiv?
Im Vereinigten Königreich haben wir ein Joint Venture mit einem etablierten und beim britischen Verteidigungsministerium gut vernetzten Unternehmen, das auf Flugbetrieb, Sicherheit und Spezialoperationen spezialisiert ist. Gemeinsam bauen wir unsere Marktstellung in Großbritannien auf – mit ausgeprägtem Interesse seitens der Spezialkräfte.
Für Frankreich haben wir Harmattan AI als exklusiven Partner gewonnen – sowohl für die Marktentwicklung als auch für die Produktionslokalisierung. Und in Skandinavien arbeiten wir eng mit Endnutzern zusammen, die sich nicht mehr nur in der Studienphase befinden, sondern bereits die ersten konkreten Schritte in Richtung Einführung unserer Systeme gehen.
Mit WhatsApp immer auf dem neuesten Stand bleiben!
Abonnieren Sie unseren WhatsApp-Kanal, um die Neuigkeiten direkt auf Ihr Handy zu erhalten. Einfach den QR-Code auf Ihrem Smartphone einscannen oder – sollten Sie hier bereits mit Ihrem Mobile lesen – diesem Link folgen:












