Ein in der Türkei hergestelltes ASELSAN HTRS-100-Flugsicherungsradar wurde kürzlich am internationalen Flughafen von Damaskus installiert und in Betrieb genommen. Dies stellt eine weitere Eskalation in den ohnehin schon sehr angespannten Beziehungen zwischen Israel und der Türkei dar. Nach Angaben der türkischen Behörden handelt es sich um eine Maßnahme zur Sicherheit und Modernisierung der Zivilluftfahrt.
Laut israelischen Verteidigungsquellen handelt es sich bei dem System technisch gesehen um ein ziviles Flugsicherungs-/Anflugradar, aber seine Fähigkeiten und die türkisch-syrische operative Beteiligung haben klare militärische und nachrichtendienstliche Auswirkungen auf die israelischen und regionalen Luftoperationen.
Das ASELSAN HTRS-100 ist ein Flugsicherungsradarsystem, das aus einem Primärradar (PSR) im S-Band und einem Sekundärradar (SSR) mit IFF-Abfragemodi besteht. Die offiziell erklärte Aufgabe ist die Flugsicherheit, das Flugverkehrsmanagement und die Wetterüberwachung rund um den internationalen Flughafen von Damaskus, einschließlich einer verbesserten Erkennung, Verfolgung und Anflugkontrolle unter widrigen Bedingungen.
Laut israelischen Quellen ist das Radar zwar als ziviles Flugsicherungssystem definiert, doch aufgrund seiner präzisen 3D-Verfolgung „aller Luftziele rund um Flughäfen“, der Integration mit IFF und seiner robusten Leistung bei Störsignalen eignet sich das HTRS-100 von Natur aus für die Unterstützung der Luftverteidigungslageerfassung.
Radar in Damaskus deutet auf türkisches Personal in Schlüsselrolle hin
Den Quellen zufolge deutet die Installation des Radars am Flughafen von Damaskus darauf hin, dass türkisches Personal weiterhin eine Schlüsselrolle beim Betrieb oder der Unterstützung von Radarsystemen auf syrischem Boden spielen wird, wodurch Ankara direkten Zugang zu Rohdaten aus der Luft und damit verbundenen Geheimdienstinformationen erhält.
Westliche Geheimdienstquellen gehen davon aus, dass die türkischen Radarsysteme in Syrien die Handlungsfreiheit der israelischen Luftwaffe im syrischen Luftraum beeinträchtigen und die Routen in Richtung Iran erschweren könnten, wobei die Anlage in Damaskus als Teil dieses größeren Radarnetzwerks angesehen wird.
Es gab keine offizielle Stellungnahme Israels, aber Quellen sagten, dass das türkische Radar, wenn es die Handlungsfreiheit Israels im syrischen Luftraum beeinträchtigt, in Verbindung mit den Bedrohungen aus dem Iran, „eliminiert” werden würde.
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