Bundeswehr erreicht Grönland später als geplant

Die deutschen Bundeswehrsoldaten werden – entgegen ursprünglicher Planungen – erst morgen in Grönland eintreffen. Der Flug heute geht vorerst nur nach Karup im Herzen Dänemarks, wie das BMVg heute mitteilte. Ursprünglich sollte die A400M der deutschen Luftwaffe direkt nach Grönland fliegen.

Fernspäher der Luftlandebrigade 1 trainieren mit dem Motorschlitten Ski-Doo das Operieren im arktischen Gelände am Polarkreis bei der Übung Cold Response in Norwegen im Jahr 2020. Fähigkeiten. Bei solchen Übungen entwickelte die Bundeswehr Fähigkeiten, die nun auch in Grönland von Nutzen sind.
Fernspäher der Luftlandebrigade 1 trainieren mit dem Motorschlitten Ski-Doo das Operieren im arktischen Gelände am Polarkreis bei der Übung Cold Response in Norwegen im Jahr 2020. Fähigkeiten. Bei solchen Übungen entwickelte die Bundeswehr Fähigkeiten, die nun auch in Grönland von Nutzen sind.
Foto: Bundeswehr/Jana Neumann

„Wir haben uns nach weiteren Absprachen mit Dänemark entschieden, heute zunächst nach Dänemark (Karup) zu fliegen“, so das BMVg. „Wir nutzen das Angebot der Dänen, mit dem dänischen Erkundungsteam und weiteren Partnern am Freitag gemeinsam nach Grönland zu fliegen. Dies wird mit einem zivilen dänischen Luftfahrzeug erfolgen. Aus unserer Sicht ist der gemeinsame Flug ein starkes Zeichen unserer Geschlossenheit.“

Bereits in der Nacht waren erste europäische Soldaten in der Hauptstadt Grönlands eingetroffen. Die Bild berichtet von dänischen und französischen Soldaten, die in einer ersten Maschine in der vergangenen Nacht in Nuuk eintrafen.

Den Schein in Grönland wahren

„Deutschland wird gemeinsam mit weiteren NATO-Partnern ein Erkundungsteam nach Grönland schicken. Es geht darum, die Möglichkeiten der Gewährleistung der Sicherheit mit Blick auf russische und chinesische Bedrohungen in der Arktis zu eruieren. Dies erfolgt auf Einladung und unter der Führung unserer dänischen Bündnispartner“, führt das BMVg zur Mission selber aktuell aus. „Weitere Bündnispartner werden sich an der Erkundung beteiligen. Konkrete Fähigkeitsbeiträge stehen dabei noch nicht im Fokus. Der Auftrag ist, grundlegende Erkenntnisse zu den Rahmenbedingungen vor Ort für Einsatz- und Übungsmöglichkeiten zu erheben.“

Eine sicherlich dürftige Erklärung für den Bruch, der aktuell in der NATO stattfindet (wir berichteten). Doch selbst Verteidigungsminister Boris Pistorius unterstreicht die Linie, dass die Mission in Grönland sich gegen Russland und China richtet, statt den USA die Grenzen aufzuzeigen. „Russland und China nutzen die Arktis zunehmend militärisch und stellen damit die Freiheit der Verkehrs-, Kommunikations- und Handelswege in Frage. Die NATO wird dies nicht zulassen und auch weiterhin für die regelbasierte internationale Ordnung eintreten“, sagte Pistorius im heutigen offiziellen Statement. „Entscheidend ist für mich, dass wir uns bei der gemeinsamen Erkundung in Grönland unter dänischer Führung innerhalb der NATO, insbesondere mit unseren US-Partnern, sehr gut abstimmen.“

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