80 Prozent weniger Drohnen: Der Iran-Krieg ist gekippt

Der Krieg zwischen dem Iran und den westlichen Verbündeten um die USA geht in die zweite Woche und erst gestern Abend verkündete US-Präsident Donald Trump, dass der Krieg so gut wie beendet sei. Wobei das Momentum nun bei der iranischen Bevölkerung liegt, denn Kriege wie dieser werden zwar in der Luft gewonnen, aber am Boden beendet.

Zwei F/A-18 Super Hornet starten vom Flugdeck des Flugzeugträgers der Nimitz-Klasse USS Abraham Lincoln (CVN 72) zur Unterstützung der Operation Epic Fury gegen den Iran am 3. März 2026.
Zwei F/A-18 Super Hornet starten vom Flugdeck des Flugzeugträgers der Nimitz-Klasse USS Abraham Lincoln (CVN 72) zur Unterstützung der Operation Epic Fury gegen den Iran am 3. März 2026.
Foto: U.S. Navy

„Wir sind unserer ursprünglichen Zeitlinie voraus“, betonte US-Präsident Donald Trump in seiner gestrigen Rede und sagte voraus, dass der Krieg innerhalb eines Monats beendet sein werde. Eine Rede, die er im übrigen nach einem Telefonat mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin hielt, was wiederum darauf schließen lässt, dass Russland auch diesen Verbündeten fallen lassen wird anstatt ihn zu unterstützen.

Rückgang der iranischen Drohnen und Missiles

Ohne nennenswerte Verbündete ist nun tatsächlich mit einem baldigen militärischen Einbrechen des Irans zu rechnen, bereits jetzt sind – laut unterschiedlichen Berichten aus den Nachbarstaaten – die iranischen Angriffe um 80 bis 90 Prozent zurückgegangen. Einzelne Präzisionsschläge, wie etwa gegen das Bundeswehr-Feldlager in Jordanien (laut Informationen des Spiegel), ändern nichts an diesen Zahlen.

„Wir bekämpfen weiterhin die iranischen Drohnen- und Missile-Fähigkeiten“, betont Trump. „Ihre Drohnen sind stark dezimiert. Seit heute wird ihre Drohnenproduktion angegriffen. Wir kennen alle Orte, an denen sie Drohnen herstellen, und diese werden nacheinander angegriffen.“

Neben den Drohnen sind es allerdings vor allem die Lenkflugkörper und Raketen des Landes, welche die Region bis hinein in die Türkei bedrohen. Doch auch hier kann die westliche Allianz um die USA deutliche Erfolge verzeichnen.

„Ihre Missilekapazitäten sind auf etwa zehn Prozent gesunken, vielleicht sind sie sogar noch weniger“, so Trump. „Wir greifen auch die Orte an, an denen sie Raketen herstellen und wo sie stationiert werden. Bis heute haben wir über 5.000 Ziele bekämpft.“

Gleichzeitig gebe es deutliche Erfolge bei der Bekämpfung der Abschussvorrichtungen. Trump nannte einen Rückgang von rund 90 Prozent bei den iranischen Raketenwerfern und von 83 Prozent bei den Drohnenstartern.

Die Niederlage des Iran

Diese Zahlen sind als durchaus glaubwürdig anzusehen, folgen die USA doch einem Konzept, das sich in den vergangenen Konflikten als überaus erfolgreich erwies (und das Russland beim Angriff auf die Ukraine nicht anwandte): Das Erreichen der Lufthoheit. Wenn der Himmel durch das westliche Bündnis beherrscht wird, dann verliert der Iran seine Handlungsfähigkeit. Dann kann er eben nicht mehr produzieren, keine Truppen mehr verschieben, keine Drohnen oder Raketen mehr starten und am Ende wahrscheinlich noch nicht einmal mehr kommunizieren, zumindest nicht mit modernen Technologien.

In einem solchen Fall hätte der Iran dann tatsächlich militärisch verloren. Eine Niederlage, die aktuell unausweichlich erscheint. Die allerdings noch nicht den Sieg für das Bündnis um die USA bedeutet.

Kein Sieg ohne Bodentruppen

Spätestens der Kosovo-Krieg hat gezeigt, dass es nicht ausreicht den Luftraum zu beherrschen. Es sind Bodentruppen notwendig, um ein Regime tatsächlich abzuschaffen. Die gegnerischen Soldaten brauchen ein Gegenüber am Boden, dem sie sich ergeben können – und das sie im Anschluss vor ihrem eigenen Regime schützt. Dies kann schnell gehen, wie im letzten Irak-Krieg, oder länger dauern, wie im Kosovo.

Nimmt man die bisherigen Aussagen Trumps, dann scheinen die USA zu erwarten, dass das Terrorregime des Iran durch die eigene Bevölkerung gestürzt wird. Es ist aktuell davon auszugehen, dass die USA und andere westliche Nationen entsprechende Gruppierungen im Iran mit nachrichtendienstlichen Erkenntnissen, mit Waffen und mit Finanzen unterstützen. Und auch ihre Bewegungen durch begleitende Luftschläge unterstützen würden.

Gleichzeitig mehren sich die Berichte, nach denen iranische Kurden, die aktuell im Irak Zuflucht fanden, in eine Bodenoffensive im Iran mit einbezogen würden.

Es bleibt also die entscheidende Frage, ob sich die iranische Bevölkerung tatsächlich gegen das eigene Terrorregime erhebt, oder ob die USA und ihre Verbündeten nicht doch mit eigenen Bodentruppen in den Iran gehen müssen. Eine Frage, deren Antwort sich in den kommenden Tagen bis Wochen zeigen wird.

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