ASELSAN hat von der NATO-Unterstützungs- und Beschaffungsagentur (NSPA) einen dreijährigen Rahmenvertrag zur Lieferung von Freund-Feind-Erkennungssystemen (IFF; Identification of Friend or Foe) für tragbare Luftverteidigungssysteme (MANPADS) erhalten. Die NATO Support and Procurement Agency (NSPA) ist die zentrale Logistik- und Beschaffungsorganisation der NATO mit Sitz in Luxemburg. Nach eigenen Angaben ist ASELSAN einer der wenigen Anbieter von Mode-5-IFF-Systemen, und wird diese missionskritischen Lösungen liefern, die sicherere und fundiertere Einsatzentscheidungen für die alliierten Streitkräfte ermöglichen.
Mit über 20 Jahren Erfahrung in IFF-Technologien bietet ASELSAN ein umfassendes Portfolio an Langstrecken- und Kurz-/Mittelstrecken-Abfragegeräten, kombinierten Abfrage-/Transpondereinheiten, tragbaren Systemen, Marinekonfigurationen und eigenständigen IFF-Systemlösungen.
Alle Systeme entsprechen laut Anbieter den NATO-Standards und sind sowohl mit älteren Systemen als auch mit modernster sicherer Identifizierungstechnologie kompatibel. Dieser Auftrag unterstreicht das Vertrauen der NATO in die bewährte IFF-Expertise von ASELSAN und deren Fähigkeit, sichere, missionskritische Technologien zu liefern.
Durch die Erweiterung der Mode-5-Abfrage auf die MANPADS-Ebene stellt die Vereinbarung einen bedeutenden Schritt zur Stärkung der Identifizierungsdisziplin, Interoperabilität und des operativen Vertrauens in den zeitkritischsten Luftverteidigungsmissionen der Allianz dar, so ASELSAN.
Das IFF-Mode-5-Abfragegerät ist ein tragbares Kurzstrecken-Abfragegerät, das dank Mode-5-Funktionalität den heutigen Anforderungen der Luftverteidigung gerecht wird. Der tragbare IFF-Abfrageapparat ist kompatibel mit NATO STANAG 4193 Edition 3 und unterstützt die Modi 1, 2, 3/A und den verschlüsselten Modus 5.
IFF-Abfrageapparat von ASELSAN
Der tragbare IFF-Abfrageapparat für Modus 5 ist mit dem bestehenden Antennensubsystem und der Triggerschnittstelle von Stinger-Raketen kompatibel, so ASELSAN. Der tragbare IFF-Abfrageapparat fragt das Ziel ab und warnt den Bediener akustisch und visuell entsprechend dem Abfrageergebnis.
Technologisch umfasst der tragbare IFF-Abfrageapparat für Modus 5: FPGA und Mikroprozessoren mit hoher Rechenleistung, einen hochintegrierten HF-Transceiver mit hoher Abtastrate und digitale Modulations-/Demodulationstechniken. Alle Funktionen sind in einem Gerät vereint, wodurch Flexibilität und Zuverlässigkeit deutlich erhöht werden. Ein Mode-5-Betrieb ist mit aufsteckbarem Kryptogerät möglich.
Und es bietet eine gezielte Mode-1-, -2-, -3/A-Interlace-Abfrage. Die Steuerung und Überwachung ist über Display möglich, eine Bildschirmabschaltfunktion ist integriert. Die Betriebsfrequenz beträgt 1.030 MHz (Senden) sowie 1.090 MHz (Empfangen), und die HF-Ausgangsleistung (Spitze) 100 W ± 2 dB nominal.
Text: Redaktion / af
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