Aserbaidschan: Anschaffung moderner israelischer Millitärsysteme

Aserbaidschan, ein wichtiger Abnehmer israelischer Waffensysteme, hat kürzlich mehrere hochmoderne israelische Militärsysteme angefordert, darunter hochauflösende Spionagesatelliten vom Typ Ofeq. Dies geht einher mit verstärkten Bemühungen um den Abschluss eines Friedensvertrags mit Armenien.

Aserbaidschan, ein wichtiger Abnehmer israelischer Waffensysteme, hat kürzlich mehrere hochmoderne israelische Militärsysteme angefordert. Das Luftabwehrsystem Barak MX des Herstellers IAI setzt das Land bereits ein.
Aserbaidschan, ein wichtiger Abnehmer israelischer Waffensysteme, hat kürzlich mehrere hochmoderne israelische Militärsysteme angefordert. Das Luftabwehrsystem Barak MX des Herstellers IAI setzt das Land bereits ein.
Foto: IAI

Laut Quellen hat Aserbaidschan dem israelischen Verteidigungsministerium eine Liste mit zwei Spionagesatelliten vom Typ Ofeq vorgelegt, die Bilder mit einer Auflösung von weniger als einem Meter liefern. Dies folgt auf einen Vertrag über 120 Millionen US-Dollar aus dem Jahr 2023 über zwei OptSat500-Beobachtungssatelliten von Israel Aerospace Industries (IAI), deren Start für 2028 geplant ist, einschließlich der lokalen Produktion der zweiten Einheit. IAI bleibt weiterhin im Rennen um eine separate Ausschreibung für hochwertige Kommunikationssatelliten.

Trotz der Friedensverhandlungen hat das Land kürzlich den Kauf einiger fortschrittlicher israelischer Loitering-Waffensysteme und hochentwickelter vernetzter Kommunikations- und elektronischer Kampfführungssysteme (EW) beantragt.

Israel ist ein wichtiger Lieferant von Waffensystemen für Aserbaidschan. In den letzten Jahren verkauften israelische Rüstungsunternehmen Systeme im Wert von mehreren Milliarden US-Dollar an das Land. Dazu gehörten fortschrittliche Drohnen, Loitering-Waffensysteme und Präzisionsraketen.

Israelische Technologie wurde von Aserbaidschan in früheren Konflikten, darunter den Karabach-Kriegen mit Armenien 2020 und 2023, sichtbar eingesetzt, oft gegen von Russland gelieferte armenische Systeme.

Nach Ansicht israelischer Experten ist Russland derzeit zu schwach für eine militärische Aktion gegen das Land. Dies liegt vor allem am andauernden Krieg mit der Ukraine.

Israel unterhält sehr enge Verteidigungsbeziehungen zu Baku. Dies lässt sich vor allem durch die lange gemeinsame Grenze zwischen Aserbaidschan und dem Iran erklären.

In den letzten Jahren gab es Berichte, dass Israel das Land für die Sammlung von Informationen über den Iran nutzt. Unmittelbar nach dem jüngsten israelischen Angriff auf iranische Nuklearanlagen berichteten iranische Medien über „Beweise“, die darauf hindeuten könnten, dass Israel während seiner Operationen den aserbaidschanischen Luftraum genutzt hat.

Aserbaidschan setzt israelische Systeme bereits ein

Während der Kämpfe zwischen Aserbaidschan und Armenien wurden israelische Waffensysteme von den Aserbaidschanern in großem Umfang eingesetzt. Dazu gehörten die Langstrecken-Boden-Boden-Rakete Lora der IAI, das ebenfalls von der IAI hergestellte schwere Loitering-Waffensystem Harop sowie verschiedene Arten von Loitering-Waffensystemen, hauptsächlich solche, die vom israelischen Unternehmen Uvision hergestellt wurden. Auch das Luftabwehrsystem Barak MX von IAI wird bereits eingesetzt.

Aserbaidschan hat während seiner Parade zum Tag des Sieges am 8. November 2025 in Baku öffentlich die israelische Ice Breaker-Rakete vorgestellt und offiziell beschafft, eine von Rafael Advanced Defense Systems entwickelte Luftabwehrrakete der nächsten Generation.

Die Rakete verschafft dem Land eine Präzisionsschlagfähigkeit mit einer Reichweite von 300 km, die durch KI-gesteuerte Lenkung, multispektrale Suchköpfe und ein GPS-unabhängiges Navigationssystem ermöglicht wird. Diese Waffe verbessert die Fähigkeit Aserbaidschans, sowohl Überwasserkampfschiffe als auch kritische Landziele in der Kaspischen Region zu bedrohen, was eine bedeutende Modernisierung seines Schlagarsenals und eine wachsende Verteidigungspartnerschaft mit Israel signalisiert.

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