AUSA 2026: MICRO-D ist eine EO/IR-Nutzlast mit Laserzielmarkierer unter 2 kg Gewicht

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Microcon Vision aus Israel, ein Entwickler kompakter elektro-optischer Systeme für kleine Luftplattformen, stellt anläßlich der AUSA 2026 das MICRO-D vor. Dabei handelt es sich um eine neue, leichte und nicht ITAR-beschränkte multisensorische EO/IR-Nutzlast, die einen 30-mJ-Laserzielmarkierer integriert. Das System wiegt lediglich 1,9 kg; erste Bestellungen sind bereits eingegangen, und die ersten Auslieferungen werden für Ende 2026 erwartet. Die neue Optik wird erstmals weltweit am Micocon-Stand (Nr. 2225) auf der AUSA zu sehen sein.

Zwei Airbus H225M Hubschrauber fliegen in Formation über hügeligem Gelände, die vordere Maschine mit Sensorsystem unter dem Bug
Microcon Vision stellt anläßlich der AUSA 2026 das MICRO-D vor.
Foto: Microcon Vision

Das MICRO-D wurde für kleine unbemannte sowie andere leichte Luftplattformen entwickelt und vereint ISR-Funktionen und Laserzielmarkierung in einer kompakten Nutzlast. Es eignet sich besonders für Plattformen, die in geringen Höhen – auch unterhalb der Wolkendecke – operieren. Dies ermöglicht die Erkennung und Verfolgung von Zielen sowie deren Markierung für den Einsatz kompatibler präzisionsgelenkter Munition.

Das MICRO-D integriert sieben Sensoren und Funktionskanäle in einer einzigen Nutzlast und bietet Funktionen für Tag- und Wärmebildgebung, Zielverfolgung sowie Laserzielmarkierung. Der nach STANAG 3733 zertifizierte Laserzielmarkierer ermöglicht es der Plattform, Ziele für lasergelenkte Munition zu markieren. Dadurch können kleine Luftplattformen den gesamten Prozess von der Zielerkennung und -identifizierung bis hin zur Markierung für den Waffeneinsatz unterstützen.

Zudem bietet die Nutzlast gleichzeitige Videoausgänge, eine Stabilisierung der Sichtlinie (Line-of-Sight), einen ISR-Tracker für den Flugbetrieb sowie Fähigkeiten zur Inertialnavigation. Zu den optionalen KI-Funktionen gehören eine videobasierte Bewegungserkennung und eine automatische Zielerkennung.

MICRO-D: Aktivere Rolle für kleinere Plattformen in der ‚Sensor-to-Shooter‘-Kette

„Der zunehmende Einsatz kleinerer taktischer Plattformen schafft einen Bedarf an Fähigkeiten, die bislang größtenteils größeren Systemen vorbehalten waren“, erklärte Chen Almog, CEO und Mitgründer von Microcon Vision. „MICRO-D wurde entwickelt, um diese Lücke zu schließen und kleineren Plattformen eine aktivere Rolle in der ‚Sensor-to-Shooter‘-Kette (von der Aufklärung bis zur Bekämpfung) zu ermöglichen. Die ersten eingegangenen Aufträge spiegeln den operativen Bedarf an dieser Art von Fähigkeit wider – insbesondere in den USA, wo unsere Zusammenarbeit mit dem Partnerunternehmen CONTROP USA den Kunden vor Ort eine geschäftliche Präsenz, eine effiziente Projektabwicklung sowie technischen Support und Außendienstleistungen bietet. Dies verbessert unsere Fähigkeit, unsere Kunden und Partner zu betreuen, erheblich.“

MICRO-D nutzt ein zweiachsiges, kreiselstabilisiertes Gimbal-System und unterstützt die Ethernet-basierte Integration, einschließlich eines SDK und optionaler MAVLink-Konnektivität. Das System ist ITAR-frei, germaniumfrei und NDAA-konform.

 

Text: Redaktion / af

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