AUSA: UVision stellt Multi-Launch-Container vor

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Der israelische Spezialist Uvision, ein weltweiter Anbieter von Loitering-Munitionssystemen und integrierten Präzisionsschlaglösungen, präsentierte kürzlich auf der AUSA 2026 einen skalierbaren Ansatz für den Einsatz und die Steuerung verteilter Wirkungselemente. Dieser wird durch das KI-gestützte „CORTEX Battle Intelligence and Mission Management System“ koordiniert und anhand einer Konfiguration mit acht Startbehältern (Multi-Canister Launcher, MCL) für die HERO 120 demonstriert.

UVision-Messestand mit achtzelliger Mehrfachstartanlage und verschiedenen Hero-Loitering-Munition-Flugkörpern sowie Bediensystemen
Das Multi-Canister Launcher-System von Uvision ist für den Fernbetrieb ausgelegt.
Foto: CPM / af

Das Multi-Canister Launcher-System ist für den Fernbetrieb ausgelegt, fasst bis zu acht HERO 120 Loitering-Munitionseinheiten und kann in mobilen, stationären oder containerbasierten Konfigurationen auf Land- und Seeplattformen eingesetzt werden. Durch die Integration in CORTEX fungiert das MCL als Teil eines umfassenderen „Sensor-to-Effect“-Netzwerks, das Sensorik, Entscheidungsfindung und Präzisionswirkung miteinander verknüpft.

Ein Anwendungsbeispiel für diesen Ansatz ist die dauerhafte Grenzüberwachung und -verteidigung. Über ausgedehnte Grenzgebiete hinweg können Startknoten in mobilen und stationären Konfigurationen positioniert und über CORTEX mit ISR-Systemen (Aufklärung, Überwachung und Zielerfassung) sowie anderen Sensoren vernetzt werden. Dies verbindet eine kontinuierliche Überwachung mit präzisen Reaktionsmöglichkeiten über mehrere Sektoren hinweg.

Ein Container kann je nach Auslegung zwischen 24 und 32 HERO 120 Flugkörper aufnehmen. Es ist aber auch eine Mischbeladung des Containers mit der HERO 400 möglich. Bei einer reinen Bestückung mit HERO 400 sind es maximal sechs Flugkörper. Neben der stationären Containerlösung kann der MCL aber ebenfalls stationär, auf einem leichten taktischen 4×4-Fahrzeug oder größeren Fahrzeugen wir einem JLTV / UNIMOG genutzt werden. Bei kleineren Fahrzeuge ist ein MCL mit sechs HERO 120 möglich, bei größeren Fahrzeugen auch drei bis vier MCLs pro Fahrzeug. In Zukunft soll auch beim MCL eine Mischbeladung möglich sein.

Das KI-gestützte „CORTEX Battle Intelligence and Mission Management System“ kann neben den UVision HERO-Loitering Munitionskörpern auch Flugkörper anderer Hersteller / 3rd Party über die Software für Missionen mit einplanen und steuern.

UVision: Loitering Munition HERO 120

Die Loitering Munition HERO 120 ist für Einsätze zu Lande, zu Wasser und aus der Luft konzipiert. Das HERO-120-System lässt sich auf gepanzerten Fahrzeugen, Marineschiffen und Drehflüglern – etwa Kampfhubschraubern – integrieren und kann zugleich von vorgeschobenen Trupps aus getarnten oder geschützten Positionen heraus eingesetzt werden. Ein pneumatisches Startsystem, ein kardanisch aufgehängter EO/IR-Suchkopf und moderne Bildverarbeitung ermöglichen eine präzise „Man-in-the-Loop“-Steuerung: So lassen sich bewegliche oder stationäre Ziele verfolgen, Einsätze im Flug abbrechen oder Ziele je nach Lageentwicklung neu erfassen. Dank Interoperabilität mit ISR- und C2-Systemen von Drittanbietern gewährleistet HERO 120 eine schnelle Reaktionskette von der Zielerfassung bis zum Wirkeinsatz sowie eine nahtlose Einbindung in jede Streitkräftestruktur.

Das Systemgewicht liegt bei 24 kg, davon entfallen 4,5 kg auf den Gefechtskopf. Die Loitering Munition kann bis zu 60 Minuten fliegen und Ziele in einer Entfernung bis zu 60 km bekämpfen.

Auf der AUSA präsentiert Uvision zudem die Integration der luftgestützten ISR-Nutzlast IRIS von Wayland Autonomy in das Tactical-CORTEX-System. Dadurch wird die Sensorik-Ebene um großflächige ISR-Fähigkeiten und eine Zielerfassung an Bord erweitert – auch in Umgebungen ohne GPS-Verfügbarkeit. In Kombination mit dem wachsenden Portfolio an Startsystemen und Effektoren von Uvision (darunter die Produktfamilien HERO, VIPER und PEREGRINE) adressiert diese Integration beide Aspekte der operativen Herausforderung: die Erweiterung der den Streitkräften zur Verfügung stehenden Informationen sowie die Steigerung von Reichweite und Flexibilität der für die Missionsdurchführung verfügbaren Wirkungsmittel.

„Es geht nicht nur darum, im Einsatz über mehr Wirkungsmöglichkeiten zu verfügen. Es geht darum, diese genau dort und dann bereitzustellen, wo sie benötigt werden, und den Streitkräften die Flexibilität zu geben, für den jeweiligen Auftrag die passende Fähigkeit einzusetzen“, sagte Dr. Ran Gozali, CEO von Uvision. „Genau darauf konzentrieren wir uns: die Zusammenführung von Sensorik, Einsatzführung und einem breiteren Spektrum an Wirkungsmöglichkeiten, um den Streitkräften mehr Optionen und eine größere operative Flexibilität zu bieten.“

 

Text: Redaktion / af

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