Hensoldt und Dronamics schmieden Hightech-Allianz: Die „Black Swan“ soll zur fliegenden Frühwarn- und ISTAR-Plattform werden – 100 Prozent Made in Europe, mit über 24 Stunden Ausdauer und Radar-Power für Ostflanke, Mittelmeer und Atlantik.
Wenn es nach HENSOLDT und Dronamics geht, soll Europa künftig genauer sehen – und schneller reagieren. Die beiden Unternehmen haben eine Absichtserklärung für die Entwicklung einer gemeinsamen unbemannten Luftplattform unterzeichnet. Kern der Kooperation: eine verteidigungsfähige Variante der Langstrecken-Drohne „Black Swan“, kombiniert mit einer integrierten ISTAR- und AEW-Lösung. Ziel ist nichts weniger als das Schließen kritischer Fähigkeitslücken im europäischen Luftraum.
Dronamics stellte zugleich seine neue Verteidigungsplattform „Detect & Defend“ vor. Technische Basis ist die bewährte Fracht-Drohne Black Swan, die nun zur strategischen NATO-Class-III-UAS aufgerüstet wird. Mit einer Ausdauer von über 24 Stunden, hoher Nutzlast und großer Reichweite soll sie dauerhaft Bedrohungen aus der Luft erkennen – über Land, See und entlang sensibler Bündnisgrenzen.
Black Swan – Sensor-Power für Europas Himmel
Herzstück der gemeinsamen Lösung ist die Missions- und Sensorarchitektur von HENSOLDT. Die Black Swan-Plattform wird mit der skalierbaren MissionGrid-Suite ausgestattet – inklusive der Missionsmanagement-Software MissMarvin und dem PrecISR-Synthetic-Aperture-Radar (SAR). Gerade dieses Radar gilt als technologischer „Gamechanger“: Als softwaredefiniertes AESA-System arbeitet es rund um die Uhr, bei jedem Wetter, und erkennt sowohl konventionelle als auch asymmetrische Bedrohungen in allen Domänen.
Durch die Datenfusion innerhalb von MissionGrid kann eine einzige Drohne mehrere Missionen gleichzeitig übernehmen – von Luftüberwachung über Zielaufklärung bis hin zur Unterstützung von Zivilschutzoperationen. Das Konzept folgt der Logik von „Software-Defined Defence“: Fähigkeiten werden nicht nur hardwareseitig integriert, sondern digital orchestriert und skalierbar gemacht.
Fokus Ostflanke – und darüber hinaus
Die Partner sprechen offen über die strategische Stoßrichtung. Erste Demonstrationen sind noch für dieses Jahr geplant, der operative Einsatz soll kurz darauf folgen. Im Fokus stehen insbesondere die europäische Ostflanke, der Mittelmeerraum und der Atlantik – also genau jene Räume, in denen hybride Bedrohungen, Drohnenaktivitäten und Luftraumverletzungen zunehmen.
Für HENSOLDT ist die Kooperation Teil einer größeren Multi-Domain-Strategie. Für Dronamics bedeutet sie den Einstieg in den Verteidigungsmarkt mit einem europäischen Leuchtturmprojekt. Beide Unternehmen betonen die 100-prozentige europäische Fertigung – ein klares Signal in Zeiten wachsender Debatten um technologische Souveränität.
Am Ende geht es um mehr als nur eine neue Drohne. Es geht um dauerhafte Präsenz im Luftraum, um vernetzte Sensorik – und um die Fähigkeit, Bedrohungen frühzeitig zu erkennen, bevor sie zur Krise werden. Europas Himmel sollen nicht nur überwacht, sondern aktiv gesichert werden.
Text: Redaktion
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