Das israelische Unternehmen Uvision hat die Einführung von CORTEX bekannt gegeben, einem neuen aktiven Gefechtsinformations- und Missionsmanagementsystem, das zur Unterstützung von Multi-Domain-Operationen der nächsten Generation entwickelt wurde. Aufbauend auf dem zuvor vorgestellten Konzept eines gemeinsamen Betriebssystems (Common Operating System) bietet CORTEX einen einheitlichen, softwaregestützten Rahmen, der Sensoren, Entscheidungsprozesse und verschiedene Wirkmittel in einem integrierten Gefechtsfeld-Ökosystem miteinander verbindet.
CORTEX wurde als Reaktion auf die zunehmende Komplexität und Geschwindigkeit moderner Kriegsführung entwickelt. Das System soll die Zeitspanne zwischen Zielerfassung und Wirkeintritt verkürzen, die operative Flexibilität erhöhen, die kognitive Belastung der Bediener reduzieren und eine koordinierte Führung über die Luft-, Land- und Marinedomäne hinweg ermöglichen.
Das System unterstützt die dynamische Missionskoordination, die Zuweisung von Ressourcen, die gleichzeitige Steuerung von Sensoren und Wirkmitteln sowie die synchronisierte Durchführung komplexer Einsatzszenarien, darunter urbane Gefechte, Grenzsicherung und verteilte taktische Operationen.
CORTEX basiert auf einer modularen, mehrschichtigen Architektur, die aus den Ebenen Erfassung und Detektion, Datenfusion und Entscheidungsfindung sowie Reaktion und Missionsdurchführung besteht. Diese Struktur ermöglicht die nahtlose Integration verschiedener Sensoren, externer Führungs- und Kontrollsysteme, unbemannter Plattformen und präziser Wirkmittel innerhalb eines einheitlichen Rahmens.
Die Sensorebene unterstützt die Erfassung und Verarbeitung von Daten aus unterschiedlichen Quellen, darunter elektrooptische/infrarote Nutzlasten (EO/IR), unbemannte Luftfahrzeuge (UAVs), Radarsysteme, Funkfrequenzdetektoren (RF), luftgestützte Plattformen sowie externe Aufklärungs- und Nachrichtendienstquellen. Die Fusions- und Entscheidungsebene führt eine Datenfusion aus mehreren Quellen durch und übernimmt Bedrohungsvalidierung, Klassifizierung, Verhaltensanalyse, Anomalieerkennung sowie KI-gestützte Entscheidungsunterstützung, um in Echtzeit ein einheitliches Lagebild zu erzeugen.
CORTEX ermöglicht schnellere und präzisere Bekämpfung neu auftretender Bedrohungen
Das System analysiert kontinuierlich den gesamten Gefechtsraum, identifiziert und priorisiert Bedrohungen auch außerhalb des unmittelbaren Missionsumfangs und empfiehlt auf Grundlage von Zielmerkmalen und Einsatzprioritäten die geeignetste Reaktion. Dadurch können sich die Bediener auf die Überwachung der Mission auf übergeordneter Ebene konzentrieren, anstatt einzelne Plattformen direkt zu steuern.
Die Reaktionsebene verwaltet den koordinierten Einsatz sowie die dynamische Zuweisung der Systeme HERO, VIPER und PEREGRINE entsprechend Zieltyp, Missionspriorität und Einsatzbedingungen, wobei während des gesamten Wirkprozesses die menschliche Kontrolle erhalten bleibt. Durch die Verknüpfung von Sensorik, Zielerfassung, Entscheidungsfindung und dem Einsatz von Loitering Munitions zu einer durchgängigen operativen Wirkungskette ermöglicht CORTEX eine schnellere und präzisere Bekämpfung neu auftretender Bedrohungen.
Nach Angaben des Unternehmens ermöglicht die offene Architektur eine schnelle Integration mit externen Führungs- und Kontrollsystemen (C2), Gefechtsfeldmanagement-Plattformen und Sensoren von Drittanbietern. Dadurch können Streitkräfte ein gemeinsames Lagebild über mehrere Einheiten, Systeme und Einsatzdomänen hinweg aufbauen.
Indem die Bediener von der direkten Plattformsteuerung an der Front zu einer abgesetzten Überwachung auf Missionsebene wechseln, erhöht CORTEX die Überlebensfähigkeit der Kräfte und verbessert zugleich die Kontinuität, Koordination und Reaktionsfähigkeit von Einsätzen in hochdynamischen Gefechtsumgebungen.
„Das Gefechtsfeld der Zukunft wird durch Geschwindigkeit, Skalierbarkeit und Vernetzung über mehrere Domänen hinweg geprägt sein“, sagte Dr. Ran Gozali, CEO von Uvision Air. „Da Streitkräfte zunehmend autonome Systeme, Sensoren und Wirkmittel einsetzen, wird die Fähigkeit, Führung, Kontrolle und Missionsdurchführung in komplexen Einsatzumgebungen zu vereinheitlichen und zu standardisieren, zu einem entscheidenden Erfolgsfaktor. CORTEX wurde entwickelt, um diese Ebenen miteinander zu verbinden und operative Aufklärung, Führungssysteme und verschiedene Wirkmittel in einem skalierbaren, softwaregesteuerten Ökosystem zu integrieren. Dies ermöglicht schnellere Entscheidungen, eine bessere Interoperabilität und effektivere Missionsergebnisse.“
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