AUSA: PLASAN stellt leichtes taktisches SOF-Fahrzeug vor

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Die beiden israelischen Firmen Plasan und ASFIR 4X4 stellten auf der AUSA Annual Meeting and Exposition den neuen STORMER vor. Dabei handelt es sich um ein hochgradig modulares, leichtes taktisches Fahrzeug für Spezialkräfte. Es wurde entwickelt, um den sich wandelnden Anforderungen von Spezialkräften, Aufklärungseinheiten, Schnelleingreifteams und anderen Missionen gerecht zu werden, bei denen Mobilität, Nutzlastkapazität, schnelle Verlegbarkeit und operative Flexibilität entscheidend sind.

Militärfahrzeug Stormer auf Basis des Jeep Gladiator mit Waffenstation am Messestand von Plasan North America
Das für militärische Einsätze modifizierte Geländefahrzeug auf Basis des Jeep Gladiator mit der Bezeichnung „Stormer“.
Foto: CPM / af

STORMER als leichtes taktisches Fahrzeug für Spezialoperationen (SOV) bietet Platz für vier bis 12 Einsatzkräfte, und lässt einen schnellen Wechsel mit missionsspezifisch anpassbaren Fähigkeiten zu. Die Standardkonfiguration umfasst neun Sitzplätze, wobei einer der erhöhte Gunner-Sitz ist.

Moderne Streitkräfte und Spezialverbände benötigen zunehmend Fahrzeuge, die größere Teams, Missionsausrüstung und Verwundete schnell durch anspruchsvolles Gelände transportieren können und gleichzeitig einfach zu verlegen, zu warten und instand zu halten sind, so Plasan bei der Vorstellung in Washington D.C..

Um diesem Bedarf zu begegnen, haben Plasan und ASFIR 4X4 den STORMER entwickelt: eine vielseitige taktische Plattform, die die logistische Einfachheit eines zivilen Fahrzeugs mit der Leistungsfähigkeit und Flexibilität für anspruchsvolle militärische Einsätze verbindet. Der jetzt auf der AUSA gezeigt Prototyp ist die internationale Variante des STORMER. Bereits im März wurde der Prototyp für die Israel Defence Forces (IDF) fertig gestellt. Beide unterscheiden sich kaum, ledig kleinere Anpassungen im Inneren, Anschlüsse für Funkgeräte, etc. wurden abgeändert.

Der STORMER ist für den Transport von bis zu 12 Personen und einer Nutzlast von mehr als 1.000 kg (2.200 lbs.) ausgelegt. Er kombiniert die bewährte zivile Fahrzeugplattform, einen Jeep Gladiator, mit einem verstärkten Fahrgestell und Antriebsstrang, hoher Geländegängigkeit sowie einer hochgradig anpassbaren Missionsarchitektur. Das für den Lufttransport und schnelle Einsätze konzipierte Fahrzeug ermöglicht es den Kräften, Personal und Ausrüstung auch in schwierigem Gelände zu bewegen.

 

Unternehmensvertreter präsentiert das leichte taktische Einsatzfahrzeug Stormer von Plasan North America auf der Rüstungsmesse AUSA
Plasan North America präsentiert auf der AUSA das neue Mehrzweckfahrzeug Stormer für Spezialkräfte.
Foto: CPM / af

Das Herzstück des STORMER bildet eine robuste, auf dem Jeep Gladiator basierende COTS-Plattform (Commercial Off-The-Shelf), die durch die Expertise von Plasan im Fahrzeugbau optimiert wurde. Gerade im Hinblick auf Zuverlässigkeit und Haltbarkeit. Angetrieben wird das Fahrzeug von einem 280 PS starken 3.6 L Pentastar V6 Benzinmotor in Verbindung mit einem Achtgang-Automatikgetriebe; diese Kombination liefert die nötige Leistung und Fahrdynamik für anspruchsvolle Einsatzumgebungen. Die Gesamtlänge liegt bei 5.550 mm, und die Höhe bei 2.600 mm. Plasan bietet mit dem Retrofit Armor Protection Kit auch eine Option zum Fahrzeugschutz an. Zudem ist das Fahrzeug luftverladbar / Internally Air-transportable Vehicle (IATV) für luftlandegestützte Infanterie, zum Beispiel in der Boeing CH-47 Chinook oder Sikorsky CH-53.

Das verstärkte Fahrgestell und der Antriebsstrang – einschließlich aufgerüsteter Dana-Achsen – sind darauf ausgelegt, eine höhere Nutzlast und Langlebigkeit zu gewährleisten, ohne die von einem taktischen Fahrzeug erwartete Mobilität zu beeinträchtigen. Ein modulares Überrollschutzsystem (ROPS) bietet verbesserten Insassenschutz und gewährleistet gleichzeitig eine Rundumsicht sowie ein umfassendes Lagebewusstsein.

Der STORMER ist so konzipiert, dass er sich schnell an wechselnde Einsatzanforderungen anpassen lässt. Seine konfigurierbare Heckplattform eignet sich für Truppentransporte, Logistikaufgaben, medizinische Evakuierungen (MEDEVAC), die Aufnahme von Waffensystemen sowie für spezielle Ausrüstung – darunter Radar, Systeme zur Drohnenabwehr (C-UAS), Kommunikationsanlagen und eine elektrische Seilwinde. Eine dreifach verstellbare Heckklappe ermöglicht das schnelle Auf- und Absitzen der Truppe, den sicheren Transport von Einsatzausrüstung sowie die Einrichtung einer Tragenaufnahme für die Verwundetenevakuierung.

Innenraum eines leichten taktischen Einsatzfahrzeugs mit Asfir-Sitzen auf einer Fachmesse vor Ständen von JCB und Microsoft
Blick in den offenen Innenraum.
Foto: CPM / af

Optionale Systeme – wie etwa ein Antennenmast, Anti-Drohnen-Systeme, Radar, eine elektrische Seilwinde und Kanisterhalterungen – lassen sich im geräumigen Heckladeraum des Fahrzeugs unterbringen, wodurch die Einsatzflexibilität und die operativen Fähigkeiten gesteigert werden.

Zudem verfügt das Fahrzeug über ein 24-Volt-Bordnetz, eine Tarnlichtfunktion, eine Kommunikationskonsole sowie diverse Antennenmontagepunkte, was die Integration kundenspezifischer Einsatzsysteme erleichtert. Der umfassende Einsatz handelsüblicher Komponenten zielt darauf ab, Wartung, Logistik und langfristige Instandhaltung zu vereinfachen.

Die serienmäßige Frontscheibe des Fahrgastraums kann durch ein Dachmodul ergänzt werden, das sowohl dem Fahrgastraum als auch dem hinteren Mannschaftsraum zusätzlichen Schutz bietet. Eine dreifach verstellbare Hecktür ermöglicht das rasche Aufsitzen der Truppe sowie den sicheren Transport von Ausrüstung; eine MEDEVAC-Konfiguration bietet Platz für vier Krankentragen und einen Sanitäter zur Evakuierung von Verwundeten.

Innenraum eines Jeep-Geländefahrzeugs mit Rohrrahmentüren auf einer Wehrtechnikmesse vor Ausstellungsständen und Besuchern
Blick in den Innenraum eines Geländefahrzeugs der Marke Jeep auf einer Wehrtechnikmesse. Das mit Rohrrahmentüren ausgestattete Fahrzeug gewährt Einblick auf den Fahrerplatz und die Armaturen, während im Hintergrund Ausstellungsstände mehrerer Industrieunternehmen sowie Messebesucher zu sehen sind.
Foto: CPM / af

Der STORMER basiert auf Plasans mehr als 40-jähriger Erfahrung in den Bereichen Überlebensfähigkeit, Fahrzeugschutz und Fahrzeugtechnik sowie auf der bewährten Erfolgsbilanz der SandCat-Fahrzeugfamilie, die auf fünf Kontinenten im Einsatz ist. Das in Zusammenarbeit mit ASFIR 4X4 entwickelte Fahrzeug vereint Plasans Expertise in Wehrtechnik und Überlebensfähigkeit mit der umfassenden Erfahrung von ASFIR 4X4 bei Systemen und Komponenten für Geländefahrzeuge.

Moshe Elazar, CEO von Plasan: „Der STORMER wurde entwickelt, um dem wachsenden operativen Bedarf an einer schnell verlegbaren Plattform gerecht zu werden, die größere Teams und Einsatzausrüstung transportieren kann, ohne dabei an Mobilität einzubüßen. Durch die Kombination einer bewährten kommerziellen Plattform mit Plasans technischer Expertise haben wir ein äußerst anpassungsfähiges Fahrzeug geschaffen, das für unterschiedlichste Einsätze konfiguriert werden kann und dennoch einfach zu bedienen, zu warten und instand zu halten ist.“

Tzachi Oz, CEO von ASFIR 4X4: „Die Zusammenarbeit mit Plasan hat es uns ermöglicht, eine bewährte kommerzielle 4×4-Plattform in eine praxisorientierte und leistungsstarke taktische Lösung zu verwandeln. Der STORMER bietet die von anspruchsvollen Nutzern geforderte Mobilität, Flexibilität und Robustheit und bewahrt dabei gleichzeitig die Zuverlässigkeit und Wartungsfreundlichkeit einer kommerziellen Fahrzeugplattform.“

Militärisches Einsatzfahrzeug Stormer auf Basis eines Jeep Gladiator mit Dachbewaffnung auf einer Rüstungsmesse mit Fachbesuchern
Ein auf dem Jeep Gladiator basierendes militärisches Einsatzfahrzeug mit der Modellbezeichnung „Stormer“, ausgestattet mit Rohrrahmentüren, Ansaugschnorchel und einer auf dem Dach montierten mehrrohrigen Rohrwaffe, wird auf einer Rüstungsmesse präsentiert. Im Hintergrund befinden sich Ausstellungsstände sowie Fachbesucher.
Foto: CPM / af

Rund 85 Prozent des Fahrzeuges entsprechen nach wie vor der zivilen Jeep Plattform. Dies macht das Fahrzeug extrem kosteneffektiv, und Ersatzteile sind so gut wie überall auf der Welt einfach verfügbar. Nach den Anpassungen befindet sich der STORMER in der 3,8 Tonnen Klasse. Das Design wurde von Anfang an auf sehr große Modularität ausgelegt, dadurch lässt sich das Fahrzeug schnell und einfach anpassen.

Dennoch bleiben die hohen Off-Road-Fähigkeiten des Jeeps erhalten. Das Fahrzeug nutzt Rubicon-Schalensitze und hat vorne eine feste ASFIR 4×4 AS10000 Winde verbaut. Aber auch eine Variante mit einer Wechselwinde (vorne/hinten) ist umsetzbar. ASFIR 4×4 als Partner von Plasan ist für den ganzen Bereich des „Zubehörs“ zuständig. Auf der Messe wurde das Fahrzeug mit einem Dillon 134D-Gatling Maschinengewehr als Bewaffnung gezeigt. Auf dem Dach können aber auch andere leichte Waffen und Waffenanlagen integriert werden.

Laut Plasan kann das Fahrzeug aktuell in Israel oder den USA produziert werden. In Zukunft soll auch eine Variante mit Diesel-Antrieb angeboten werden. Noch handelt es sich um zwei Prototypen, eine für die IDF und eine für den internationalen Markt. Plasan rechnet aber in absehbarer Zeit mit einer Bestellung in Israel. Aktuell sind alle Budgets eingefroren. Nach der Wahl in wenigen Wochen sollte sich die Situation aber schnell ändern.

 

Text: Redaktion / af

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