Brave1 Dataroom: Ukraine trainiert KI zur Drohnenabwehr

Bisher waren die meisten Drohnen in der Ukraine gesteuert unterwegs, doch nun soll Künstliche Intelligenz (KI) mehr Aufgaben übernehmen. Hierzu haben die Streitkräfte, der ukrainische Technologiecluster Brave1 und das US-Unternehmen Palantir den „Brave1 Dataroom“ geschaffen: Eine geschützte Umgebung in der ab jetzt KI anhand von realen Daten zu russischen Drohnen getestet und trainiert werden kann.

Mit realen Datensätzen, etwa zu den russischen Shahed-Drohnen, wurde in Zusammenarbeit mit dem US-Unternehmen Palantir der „Brave1 Dataroom“ zum Training und der Evaluation von Künstlicher Intelligenz (KI) für die Luftverteidigung gestartet.
Mit realen Datensätzen, etwa zu den russischen Shahed-Drohnen, wurde in Zusammenarbeit mit dem US-Unternehmen Palantir der „Brave1 Dataroom“ zum Training und der Evaluation von Künstlicher Intelligenz (KI) für die Luftverteidigung gestartet.
Bild: Ministry of Defence of Ukraine

„Das Projekt wird durch den Defence-Innovationscluster Brave1 umgesetzt und zielt darauf ab, die Entwicklung und Einführung autonomer KI-Lösungen für die Bedürfnisse der ukrainischen Streitkräfte zu beschleunigen“, berichtet das Verteidigungsministerium der Ukraine. „In der ersten Phase konzentriert sich „Brave1 Dataroom“ auf die Entwicklung autonomer Technologien zum Erkennen und Abfangen feindlicher Drohnen. Abfangdrohnen zeigen bereits eine hohe Effizienz auf dem Schlachtfeld, doch als Reaktion auf massive Angriffe feindlicher UAV wird Autonomie – die Fähigkeit von Systemen, Luftziele selbstständig zu erkennen, zu identifizieren und zu zerstören – von entscheidender Bedeutung.“

Palantir und Brave1

Die Grundlage des „Brave1 Dataroom“ ist die Software des US-Unternehmens Palantir, die bereits mit strukturierten Datensätzen zu den visuellen und thermischen Daten von Luftzielen gefüttert wurde und insbesondere einen umfassenden Pool zu russischen Drohnen wie etwa den Shahed entält. Die Datenbanken werden anhand der realen, durch ukrainische Soldaten erfassten Informationen erstellt und kontinuierlich erweitert.

Die Plattform ermöglicht es dadurch den Unternehmen, ihre eigenen KI-Modelle – von der Erkennung und Klassifizierung von Luftzielen bis hin zu Algorithmen für das autonome Abfangen – zu trainieren und anschlieénd auch zu testen. Das Angebot richtet sich gezielt an ukrainische Unternehmen, die den Brave 1 Dataroom nach einer Sicherheitsüberprüfung nutzen können.

„Künstliche Intelligenz wird zu einem entscheidenden Faktor auf dem modernen Schlachtfeld“, betont der neue ukrainische Verteidigungsminister Mykhailo Fedorov und ergänzt: „Wir danken Palantir für die technologische Partnerschaft beim Start des Brave1 Dataroom, der die Entwicklung neuer KI-basierter Gamechanger fördern wird. Der Schwerpunkt wird zunächst auf der autonomen Erkennung und Abwehr von Luftbedrohungen liegen – einem Bereich, der für die Ukraine von entscheidender Bedeutung ist.“

„Das ukrainische Verteidigungsministerium lädt innovative ukrainische Unternehmen aus dem Verteidigungsbereich ein, sich der Initiative Brave1 Dataroom anzuschließen und Anträge auf Zugang zur Plattform zu stellen“, so die weitere Mitteilung aus dem Ministerium. Interessierte Unternehmen können ihren Antrag hier einreichen: https://portal.usf.com.ua/submit-your-dataset-access-request

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