Die israelische Luftwaffe (IAF) hat ein System entwickelt, das es ihren F-35I Adir ermöglicht, JDAM-Bomben an den Tragflächen zu tragen. Erst letzte Woche hatte Lockheed Martin zudem im Rahmen des Foreign Military Sale (FMS) drei weitere F-35 an den Staat Israel ausgeliefert. Die neuen Kampfflugzeuge sind auf dem Luftwaffenstützpunkt Nevatim gelandet und werden zu den 39 bereits in Israel stationierten Kampfflugzeugen stoßen.
Eine Besonderheit in der israelischen Luftwaffe stellt das spezielle Testflugzeug dar, das auf der Tel-Nof Air Force Base stationiert ist. Israel fliegt die F-35I Adir, eine speziell auf die Bedürfnisse der israelischen Luftwaffe angepasste Version der F-35.
Diese leichte Sonderstellung der Zusammenarbeit ergibt sich daraus, dass Israel weltweit der erste Staat abgesehen von den USA war, der sich für die F-35 von Lockheed Martin entschieden hat. Dies geschah mit der Unterzeichnung Letter of Agreement im Oktober 2010. Bis heute hat Israel insgesamt 75 F-35 bestellt. An allen bereits an die israelische Luftwaffe ausgelieferten F-35 wurden lokale Änderungen vorgenommen.
Neue Fähigkeiten der F-35I Adir
Seit Ausbruch des Krieges haben die F-35I Adir bereits über 15.000 Flugstunden absolviert und an Tausenden von Einsätzen in allen Kriegsschauplätzen teilgenommen.
Die F-35I Adir wurden ursprünglich mit der Fähigkeit gebaut, Waffen im Bauch des Flugzeugs zu transportieren. Während des Krieges entwickelte das Flight Test Center (FTC) der israelischen Luftwaffe allerdings die neue Fähigkeit, externe JDAM-Waffen an den Tragflächen des Flugzeugs zu transportieren. Die israelische F-35I Adir ist dadurch aktuell das einzige Flugzeug der Welt, das operative Einsätze mit einer externen Waffenkonfiguration durchgeführt hat, was die Angriffsfähigkeiten deutlich erhöht.
Die von der israelischen Luftwaffe an ihren F-35 vorgenommenen lokalen Änderungen sind der Hauptgrund für die Entscheidung, die Wartung in Israel durchzuführen und die Tarnkappenflugzeuge nicht an ein europäisches Wartungszentrum zu schicken. Die bisher vorgenommenen israelischen Änderungen zielen dabei darauf ab, die Fähigkeiten des Tarnkappenjägers zu verbessern, falls Israel die Nuklearstandorte im Iran angreift.
Einsatz gegen Drohnen
Hinzu kommt als wichtige Fähigkeit die Bekämpfung von Drohnen. Der Einsatz der F-35 gegen bewaffnete Drohnen ist allerdings nicht neu. Der erste derartige Einsatz erfolgte im Jahr 2021, jedoch laut IAF „weit außerhalb des israelischen Luftraums“.
Doch seit Ausbruch des Krieges am 7. Oktober wurde der Einsatz des Tarnkappenjägers zum Abfangen von bewaffneten Drohnen und Marschflugkörpern, die aus großer Entfernung, hauptsächlich aus dem Iran, abgefeuert wurden, immer häufiger.
Die Fähigkeit, schwere Bomben an den Tragflächen der F-35 zu transportieren, ist nur ein Ergebnis der umfangreichen Bemühungen, die F-35I Adir zu einem der besten Luftkampfsysteme der Welt zu machen, das auf alle auch neu auftauchenden Bedrohungen reagieren kann.
Die israelische Luftwaffe nutzt hierfür ihr F-35-Testflugzeug, um die lokalen Änderungen zu entwerfen. Die meisten dieser Anpassungen sind streng geheim. Andere wurden teilweise während des andauernden Krieges enthüllt, als die F-35I Adir der israelischen Luftwaffe eingesetzt wurden, um Schwärme bewaffneter Drohnen abzufangen, die von den Houtis aus dem Jemen gestartet wurden.
Das Testflugzeug fliegt täglich viele Stunden und trägt israelische Systeme, die dem Tarnkappen-Kampfflugzeug zusätzliche Fähigkeiten verleihen sollen, die es Israel ermöglichen, sich allen zukünftigen Herausforderungen zu stellen.
Mit WhatsApp immer auf dem neuesten Stand bleiben!
Abonnieren Sie unseren WhatsApp-Kanal, um die Neuigkeiten direkt auf Ihr Handy zu erhalten. Einfach den QR-Code auf Ihrem Smartphone einscannen oder – sollten Sie hier bereits mit Ihrem Mobile lesen – diesem Link folgen:
