Eurosatory 2026: Weltpremiere des CARACAL 6×6 von Rheinmetall

Auf der Eurosatory 2026 in Paris zeigt der Düsseldorfer Rüstungskonzern Rheinmetall mit dem CARACAL 6×6 eine neue Variante des bei der Bundeswehr als Luftlandeplattform in der Einführung befindliche Fahrzeug. Wichtig, bei dem gezeigten Fahrzeug handelt es sich um ein Testfahrzeug. Bis zu einer Serienversion können noch viele Anpassungen vorgenommen werden.

Der CARACAL 6x6 ist für den schnellen strategischen Einsatz bei Luftlande- und Luftangriffsoperationen ausgelegt.
Der CARACAL 6x6 ist für den schnellen strategischen Einsatz bei Luftlande- und Luftangriffsoperationen ausgelegt.
Foto: CPM Verlag / Navid Linnemann

Die CARACAL 6×6-Variante hat eine größtmögliche logistische Gleichheit mit dem CARACAL 4×4. Dies ist eine Vorgabe des Nutzers. Daher sind alle Anteile identisch, Motor, Antriebsstrang, uvm. Lediglich die dritte Achse ist hinzugekommen. Dabei handelt es sich um eine angetriebene, aber nicht lenkbare Achse, ansonsten hätte es erhebliche Abstriche bei der logistischen Gleichheit geben müssen. Um den Wendekreis aber möglichst gering zu halten, kann die starre, dritte Achse unabhängig eingebremst werden.

Der CARACAL 6×6 wurde in enger Zusammenarbeit mit Mercedes-Benz und MAGNA International entwickelt. Als Grundlage dient das bewährte W464-Fahrgestell. Das modulare Pritschen-Konzept ermöglicht die flexible Ausstattung mit unterschiedlichsten Missions-Kits. So kann der CARACAL 6×6 u.a. als Logistikfahrzeug, Mörserträger, Luftlande-ABC-Fahrzeug, Gruppentransporter und vieles mehr in Betracht gezogen werden.

CARACAL 6×6 für Luftlande- und Luftangriffsoperationen

Der CARACAL 6×6 ist für den schnellen strategischen Einsatz bei Luftlande- und Luftangriffsoperationen ausgelegt. Das System ist in dem Airbus A400M, Lockheed C-130 Hercules und den schweren Transporthubschraubern Boeing CH-47 F Chinook und Sikorsky CH-53 luftverladbar und lässt sich auch mit anderen Helikoptern als Außenlast mitführen. Um den CARACAL 6×6 einfacher als Innenlast mitführen zu können, wurde der Abstand zwischen der zweiten und dritten Achse extra etwas größer ausgelegt. Dies liegt an der Art wie die Achs- und Gewichtverteilung bei Transporten in Luftfahrzeugen berechnet werden. Dien die Achse nah beieinander, so werden diese als eine Achse gewertet. Dies würde dann die mitgeführte Nutzlast massiv einschränken und dem Anspruch einen 6×6 widersprechen.

Mit einer Nutzlast von bis zu 3.300 Kilogramm verbindet der CARACAL 6×6 außergewöhnliche Luftmobilität mit der Fähigkeit, umfangreiche Missionsausstattung und Wirkmittel aufzunehmen. Bei einem Fahrzeuggewicht von 3.200 Kilogramm. Die Länge wird mit 6,1 Metern angegeben.

Die modulare Pritschenarchitektur ermöglicht die schnelle Integration verschiedener Einsatzmodule und Nutzlasten je nach operativen Anforderungen. Das modulare Konzept ermöglicht die schnelle Anpassung an unterschiedliche Einsatzszenarien – von Luftlandoperationen und Aufklärungsaufträgen über Feuerunterstützung und C-UAS-Missionen bis zu hin zu Spezialkräfte- und Logistikoperationen.

 

Text: Redaktion / af

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