Mögliche Mission in der Straße von Hormus: deutsche Schiffe passieren Suez Kanal

FULDA und MOSEL haben gemeinsam mit einem britischen Versorgungsschiff den Suezkanal in Richtung Rotes Meer passiert. Die Einheiten sind Teil eines multinationalen Verbands im Rahmen der Mission EUNAVFOR ASPIDES. Im Hafen von Djibouti folgt eine logistische Nachversorgung und weitere Einsatzvorbereitung.

FULDA
Zuletzt verließ das Minenjagdboot „Fulda“ am 19. Januar 2026 den Marinestützpunkt Kiel-Wik, um sich in den Ständigen NATO-Verband SNMCMG 1 (Standing NATO Mine Countermeasures Group 1) zu integrieren. Der Verband ist auf Minenabwehr spezialisiert.
Foto: Bundeswehr/ Alexander Ullmann

Transit durch den Suezkanal in Richtung Rotes Meer

Am frühen Morgen des 18. Juni 2026 haben das Minenjagdboot FULDA und der Tender MOSEL gemeinsam mit dem britischen Versorgungsschiff LIME BAY den Suezkanal in Richtung Rotes Meer passiert. Die Einheiten werden in einem multinationalen Verband das Rote Meer bis nach Djibouti durchqueren. Während des Transits beteiligen sich FULDA und MOSEL an der Mission EUNAVFOR ASPIDES und tragen zum maritimen Lagebild im Roten Meer bei.

Transitdauer und logistische Versorgung in Djibouti

Der Transit nach Djibouti wird voraussichtlich 5 bis 7 Tage dauern. Im Hafen von Djibouti werden die deutschen Einheiten logistisch nachversorgt. Anschließend werden sie dort weitere Einsatzvorbereitungen durchführen.

Einsatzvorbereitung und Ausstattung der Einheiten

In Vorbereitung eines möglichen Einsatzes wurden das Minenjagdboot FULDA und der Tender MOSEL zusätzlich mit autonomen Systemen, Minentauchern und Vessel Protection Teams ausgestattet. Insgesamt befinden sich rund 140 Soldatinnen und Soldaten an Bord der Marineeinheiten.

Politische Einordnung und mögliche Beteiligung in der Straße von Hormus

Die Bundesregierung ist bereit, einen wesentlichen und sichtbaren Beitrag in einer internationalen Koalition zum Schutz der freien Seefahrt in der Straße von Hormus zu leisten.

Wesentliche Voraussetzungen für eine deutsche Beteiligung an einer Operation in der Straße von Hormus bleiben die nachhaltige Beendigung der Kampfhandlungen, eine völkerrechtliche Grundlage und ein Mandat des Bundestages. Dazu strebt die Bundesregierung eine Befassung des Bundestages mit einem Mandat bis zur Sommerpause an.

Quelle: Bundesministerium der Verteidigung

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