Honeywell Aerospace gab am 13. Oktober 2026 den erfolgreichen Abschluss zweier Demonstrationen autonomer Flüge bekannt, darunter eine koordinierte ISR-Mission (Intelligence, Surveillance and Reconnaissance – Aufklärung, Überwachung und Erkundung) mit zwei autonom und kooperativ agierenden Luftfahrzeugen.

Dieser Meilenstein unterstreicht die Fähigkeit von Honeywell Aerospace, fortschrittliche Autonomie-Funktionen mithilfe von Technologien mit offener Architektur schnell zu integrieren und einzusetzen. Nach Beginn der Schulung auf der „Hivemind Enterprise“-Plattform von Shield AI Ende April absolvierten die Ingenieure von Honeywell Aerospace bereits sechs Wochen später den ersten autonomen Flug des Unternehmens.
Die erste Demonstration fand am 8. Juli in Plymouth, Minnesota, mit dem Multirotor-Luftfahrzeug BFD-SE8 von Honeywell Aerospace statt. Das Luftfahrzeug führte autonom eine geplante Mission durch, einschließlich Start, Routennavigation, dynamischer Routenänderung zur Umgehung einer Flugverbotszone und autonomer Rückkehr zur Basis.
Aufbauend auf diesem Erfolg schloss Honeywell Aerospace kürzlich eine weiterführende Demonstration in der Nähe von Phoenix ab, bei der zwei autonome Luftfahrzeuge zum Einsatz kamen, die mit dem Trägheitsnavigationssystem o480 von Honeywell Aerospace ausgestattet waren. Während des Fluges kooperierten die Luftfahrzeuge bei der Durchführung einer koordinierten ISR-Mission; sie tauschten autonom Zielinformationen aus und teilten sich die Missionsaufgaben auf, um die Missionsziele zu erreichen.
„Offene Architekturen verändern das Innovationstempo in der Luft- und Raumfahrt, und dieser Meilenstein zeigt, wie Honeywell Aerospace fortschrittliche Autonomie schnell in praxisrelevante Fähigkeiten umsetzen kann“, sagte Todd Giles, Senior Vice President of Engineering und Chief Technology Officer bei Honeywell Aerospace. „Durch die Kombination unserer Expertise in den Bereichen Avionik, Navigation, Sensorik und Autonomie schaffen wir eine skalierbare Grundlage für die nächste Generation autonomer Luftfahrzeuge und Missionssysteme.“
Im Anschluss an den autonomen Flug im Juli erweiterten die Ingenieure von Honeywell Aerospace die Einsatzmöglichkeiten durch die Entwicklung und Implementierung eines KI-basierten Modells zur Zielerkennung und -verfolgung. Das Team erstellte und validierte die Mission zunächst in einer Simulation, bevor Flugtests in Minnesota und Arizona durchgeführt wurden.
Bei der Demonstration am 8. Oktober nutzte ein Aufklärungsflugzeug Bordkameras und das KI-Modell von Honeywell Aerospace, um ein Ziel zu erkennen, zu identifizieren und zu verfolgen. Anschließend übermittelte das Luftfahrzeug Zielkoordinaten an ein zweites autonomes Luftfahrzeug; dieses navigierte eigenständig zum Zielgebiet, führte die zugewiesene Aufgabe aus und kehrte gemeinsam mit dem Aufklärungsflugzeug zur Basis zurück.
Die Demonstrationen unterstreichen die Fähigkeit von Honeywell Aerospace, eigene Sensorik-, Navigations- und KI-Technologien in ein offenes Autonomie-Framework zu integrieren. Dies beschleunigt die Entwicklung und ermöglicht zugleich immer komplexere Einsätze mit mehreren Plattformen.
Das Projekt baut auf der im Juli 2026 geschlossenen Absichtserklärung zwischen Honeywell Aerospace und Shield AI zur Entwicklung eines Autonomie-Software-Stacks auf Basis von „Hivemind Enterprise“ auf. Die Unternehmen prüfen nun eine tiefergehende Integration von Hivemind mit den Avionik-, Navigations- und Sensoriktechnologien von Honeywell Aerospace, wobei künftige Anwendungen auch größere unbemannte Flugsysteme sowie die zivile Luftfahrt umfassen sollen.
„Die Ingenieure von Honeywell Aerospace vollzogen den Übergang von der ersten Schulung bis zum autonomen Flug innerhalb weniger Wochen“, erklärte Tom Schaefer, Vice President für Hivemind Enterprise bei Shield AI. „Durch den Einsatz von Hivemind Enterprise für grundlegende Autonomie-Funktionen konnte sich das Team auf die Entwicklung missionsspezifischer Fähigkeiten konzentrieren, einschließlich der Modelle zur Zielerkennung und -verfolgung.“
Text: Redaktion / af
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