Israel stellt der heimischen Industrie seine Zukunftsstrategie vor

Der Generaldirektor des israelischen Verteidigungsministeriums (IMOD), Generalmajor a.D. Amir Baram, führte ein Strategiegespräch mit den CEOs von rund 20 führenden Defense-Tech-Unternehmen sowie lokalen Start-ups. Im Mittelpunkt standen die Strategie des Ministeriums zur Stärkung der israelischen Unabhängigkeit bei der Munitionsversorgung, der Ausbau des qualitativen und technologischen Vorsprungs im Verteidigungsbereich sowie die Vertiefung der Zusammenarbeit mit dem Verteidigungssektor.

Vertreter des israelischen Verteidigungsministeriums bei einer Konferenz vor israelischen Flaggen und dem Ministeriums-Emblem
Die israelischen Beschaffer suchen das Gespräch mit etablierten Ausrüstern und Start-Ups.
Foto: ISR MoD

An dem Treffen nahmen unter anderem teil: der Leiter der Direktion für Verteidigungsforschung und -entwicklung (DDR&D), Brigadegeneral a.D. Dr. Daniel Gold; der Leiter der Haushaltsabteilung und Wirtschaftsberater des Generalstabschefs der IDF, Brigadegeneral Nir Weingold; die stellvertretende Generaldirektorin und Leiterin der Planungsabteilung, Racheli Chen; der stellvertretende Generaldirektor und Leiter der Direktion für Verteidigungsbeschaffung (DPD), Ze’ev Landau; sowie weitere hochrangige Vertreter. Zu den auf dem Forum vertretenen Unternehmen gehörten Xtend, SmartShooter, Kela, Ondas, Esh-Tech und andere.

Der Generaldirektor und hochrangige Vertreter des Ministeriums stellten den CEOs die Strategie des IMOD vor. Diese konzentriert sich auf die Stärkung der israelischen Unabhängigkeit bei der Munitionsversorgung, die Wahrung und den Ausbau des qualitativen Vorsprungs durch die Entwicklung „neuer Überraschungen“ (innovativer Technologien), die Steigerung der Verteidigungsexporte sowie die Erweiterung der strategischen Partnerschaft mit den USA und anderen Ländern. Das Treffen bot den Unternehmen die Gelegenheit, die zentralen Herausforderungen für Defense-Start-ups zu benennen, ermöglichte es dem Ministerium, seine Unterstützung für diese Firmen zu intensivieren, und stärkte das einzigartige israelische Defense-Tech-Ökosystem, das weltweit als eines der führenden gilt.

Nach Angaben des Leiters der DDR&D belief sich das Auftragsvolumen für Defense-Start-ups im ersten Halbjahr 2026 auf rund 330 Millionen US-Dollar (ca. 1 Milliarde NIS) – das Doppelte des Wertes aus dem gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die Zahl der Defense-Tech-Unternehmen, die unter der Aufsicht des Ministeriums tätig sind, ist seit Kriegsbeginn auf 322 gestiegen. Diese Entwicklung wurde durch die wachsende Nachfrage im In- und Ausland sowie durch eine Reihe von Maßnahmen des Ministeriums vorangetrieben – unter Federführung der DDR&D sowie der Haushaltsabteilung und weiterer Ressorts –, die darauf abzielen, das Ökosystem für Defense-Technologie und entsprechende Start-ups in Israel zu stärken.

Israel: „Stärkung aller Bestandteile dieses Ökosystems nach besten Kräften fördern“

Generaldirektor des israelischen Verteidigungsministeriums (IMOD), Generalmajor a. D. Amir Baram: „Eines unserer strategischen Ziele ist die Unabhängigkeit bei der Munition und ihren kritischen Komponenten – wir dürfen nicht zulassen, dass unsere Einsatzfähigkeit von einer Lieferkette abhängt, die wir nicht kontrollieren. Dies ist ein Prozess, der Zeit braucht, aber er beginnt mit den Entscheidungen, die wir täglich treffen; und ihr, die Start-ups, seid Teil dieser Lösung. Wir müssen uns nicht zwischen Start-ups und großen Herstellern entscheiden – wir brauchen beides: Wir wollen einen gesunden Wettbewerb, der Innovationen und wettbewerbsfähige Preise fördert, und wir wollen Partnerschaften, die es ermöglichen, kleine, agile Lösungen in große, bewährte Systeme zu integrieren. Dies ist ein Gleichgewicht, dessen Wahrung wir von allen Akteuren der Branche im Einklang mit unserem Ethikkodex erwarten.

Wir werden die Stärkung aller Bestandteile dieses Ökosystems nach besten Kräften fördern und unterstützen: Unternehmer, Risikokapitalgeber, staatliche Fördermittel, langfristige Verträge, die Planungssicherheit bieten, sowie Exporte, die neue Märkte erschließen. Gemeinsam bilden sie den Motor, der das Wachstum der israelischen Defense-Tech-Branche vorantreiben kann – nicht nur als Anbieter von Verteidigungslösungen, sondern als echter Wirtschaftsmotor. Defense-Tech ist Teil des einzigartigen Wettbewerbsvorteils des Staates Israel; er basiert auf kampferprobten Fähigkeiten, die israelische Talente auf dem Schlachtfeld immer wieder erfolgreich unter Beweis gestellt haben.“

 

Text: Redaktion / af

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