Meduza X: Drohnenabwehrsystem für Spezialkräfte

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Anlässlich des 10. KSK Symposium Rüstung zeigte die israelische Firma thirdeye sein Drohnen-Abwehrsystems Meduza X. Das System ist bereits seit Jahren bei den israelischen Streitkräften im Einsatz. Defence Network hat es sich genauer angesehen.

Meduza X ist ein passives, tragbares 360-Grad-Drohnenerkennungssystem für militärische und taktische Einsätze
Meduza X ist ein passives, tragbares 360-Grad-Drohnenerkennungssystem für militärische und taktische Einsätze
Foto: CPM / Navid Linnemann

Der Meduza X ist ein passives, tragbares 360-Grad-Drohnenerkennungssystem für militärische und taktische Einsätze. Seine Nutzung soll vor allem bei Spezialkräften und infanteristisch eingesetzten Truppen sinnvoll sein. Aber auch ein stationärer Einsatz ist möglich.

Das System sendet keine Signale aus und arbeitet komplett passiv, wodurch es für den Feind unortbar ist, so der Hersteller. Es nutzt eine Kombination aus elektrooptischen Kameras und Wärmebildsensoren (gekühltes MWIR) für die visuelle 360-Grad-Abtastung.

Und es bietet KI und Echtzeit-Analyse. Dabei arbeitet es mit Edge-Computing und einer tiefen neuronalen Netzwerkanalyse, die auf Millionen von Mustern trainiert wurde, um Drohnen von Vögeln zu unterscheiden.

Laut Anbieter wurde es für mobile Infanterieeinheiten, den Schutz kritischer Infrastrukturen und den Betrieb in komplexen Umgebungen auf kurze Distanzen (bis zu ca. 1,5 km) entwickelt.

Drohnenerkennung mit Meduza X

Meduza X erkennt und verfolgt Drohnen dank einer Kombination aus Wärmebildgerät und eines elektrooptischen Systems. Das System wurde unter Verwendung intelligenter und effizienter Algorithmen zur Erkennung und Klassifizierung von Drohnen unterschiedlicher Form und Größe mit Hilfe einer Einzelbild-ATR (Automatic Target Recognition) entwickelt.

Das von ThirdEye entwickelte Gerät Meduza X erkennt ein potentielles Ziel, klassifiziert es als Drohne und beginnt mit der Verfolgung des Flugobjektes. Unter Verwendung der vom Unternehmen selbst zusammengestellten, riesigen Drohnen-Datenbank (über 4 Millionen Muster) wurden effiziente und starke proprietäre Algorithmen entwickelt. Mehrere Algorithmen wurden miteinander vernetzt, um eine genaue Erkennung in Echtzeit zu ermöglichen und gleichzeitig die Fehlalarmrate auf ein Minimum zu reduzieren.

Meduza X ist ein passives, tragbares 360-Grad-Drohnenerkennungssystem für militärische und taktische Einsätze
Meduza X ist ein passives, tragbares 360-Grad-Drohnenerkennungssystem für militärische und taktische Einsätze
Foto: CPM / Navid Linnemann

Meduza X wurde vor allem für hochbewegliche, infanteristische eingesetzte Kräfte entwickelt. Daher ist es möglichste klein und leicht. Dank einem Sensorgewicht von 5,2 kg kann es von nur einem Soldaten mitgenommen werden. Es ist in nur 15 Minuten aufgestellt, eingerichtet und einsatzbereit. Das Systemgewicht – inklusive Dreibein und Zubehör – liegt bei 12 kg. Es kann als Rucksacksystem einfach mitgenommen werden.

Dazu wird der Sensor auf einem Dreibein befestigt. Es handelt sich um ein passives System, das keine Emissionen abgibt und damit die eigene Position nicht verrät. Laut Hersteller benötigt es für einen 360° Scan nur fünf Sekunden. Es können aber auch nur Teilbereiche vorgegeben werden, die dann entsprechend schneller gescannt werden.

Laut Hersteller kann das System auch Drohnenschwärme detektieren und verfolgen, mit unendlich vielen UAVs. Mit ARGUS Shield bietet thirdeye auch ein System für Kampffahrzuge jeder Art – Polaris bis Kampfpanzer – und eine Nutzung in der Bewegung an.

Text: Redaktion / af

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