Keine Bestätigung für Iskander-Lieferungen an Iran

Westliche Geheimdienste konnten die iranischen Behauptungen, Russland habe ballistische Iskander-Raketen an die iranischen Streitkräfte geliefert, nicht bestätigen. Die jüngsten Behauptungen stammen aus iranischen Medienkanälen wie der Tasnim News Agency, jedoch fehlen unabhängige Bestätigungen durch Satellitenbilder, Regierungserklärungen oder westliche Geheimdienstberichte.

MTCR: Iskander auf Basis eines MZKT-7930
Iskander auf Basis eines MZKT-7930.
Foto: wikimedia / Vitaly V. Kuzmin

Iranische Medien berichteten Anfang Januar 2026, dass Iskander-Systeme im Iran eingetroffen seien, wobei sie sich auf „zuverlässige Quellen” beriefen und einen Zusammenhang mit russischen Il-76-Flügen nach Teheran herstellten. Diese Behauptungen beschreiben die ballistischen Raketen als Verbesserung der Präzisionsangriffsfähigkeit des Iran gegen regionale Bedrohungen.

Es ist anzumerken, dass keine öffentlich zugänglichen Informationen, wie beispielsweise kommerzielle Satellitendaten, diese Lieferungen bestätigen, und Analysten glauben, dass es sich bei den Behauptungen um unbegründete Gerüchte handelt, die psychologischen Einfluss ausüben sollen. Frühere Behauptungen aus dem Jahr 2024 über mögliche Transfers waren ebenfalls unbegründet.

Seit 2021 konzentrieren sich die militärischen Beziehungen zwischen Russland und dem Iran hauptsächlich darauf, dass der Iran Russland mit Fath-360-Raketen, Shahed-Drohnen und Munition im Wert von mehreren Milliarden Dollar beliefert, anstatt umgekehrt mit hochwertigen ballistischen Waffen. Russland hat bereits unbestätigte Berichte über Iskander-Transfers ins Ausland bestritten.

Die russische Iskander (NATO: SS-26 Stone) ist ein straßenmobiles Kurzstrecken-Raketensystem, das für Präzisionsschläge gegen hochwertige Ziele entwickelt wurde.

Die Entwicklung begann Ende der 1980er Jahre als Ersatz für die OTR-21 Tochka, wobei die Iskander-M um 2006 in Russland in Dienst gestellt wurde. Das System verwendet einen Radtransporter-Aufrichter-Werfer (TEL) wie den MZKT-7930, der zwei Raketen transportiert und einen schnellen Einsatz, Abschuss und Umzug in weniger als 8 Minuten ermöglicht. Es unterstützt sowohl ballistische (9M723) als auch Marschflugkörper-Varianten (Iskander-K mit 9M728/9M729) und erreicht in der Endphase Hyperschallgeschwindigkeiten von Mach 6-7.

Iskander: Technische Details

Reichweite: Iskander-M bis zu 500 km

Sprengköpfe: 480–700 kg, darunter hochexplosive Splitter-, Streu-, Luft-Brennstoff-, Erdpenetrator-, EMP- oder Nuklearsprengköpfe.

Lenkung: Trägheitsnavigation mit GLONASS, optischer Suchkopf für 5–7 m CEP; manövriert quasi-ballistisch, um Abwehrsystemen auszuweichen.

Abmessungen: Raketenlänge 7,3 m, Gewicht 3.800 kg.

Einsatz der Iskander

Eingesetzt von Russland, Armenien, Algerien, Weißrussland und angeblich Nordkorea; seit 2022 in der Ukraine intensiv gegen Luftabwehrsysteme und Infrastruktur eingesetzt. Jüngsten Berichten zufolge werden derzeit Verbesserungen wie die Iskander-1000 mit einer Reichweite von 1.000 km in Produktion genommen.

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