Der Marsch zum Gedenken (MZG) hat sich seit seiner erstmaligen Durchführung im Jahr 2018 zu einem festen Bestandteil der Tradition und des Traditionsverständnisses der Bundeswehr entwickelt. Er ist heute ein unverzichtbarer Teil der Erinnerungskultur und der Veteranenbewegung. Die öffentliche Anerkennung des Marsches, gerade auch im politischen Raum, ist in den vergangenen Jahren erheblich gewachsen, so der Manfred Schreiber, Oberst der Reserve & Vizepräsident für Militärische Ausbildung im Verband der Reservisten sowie Leitender des Marsch zum Gedenken.
So hat der ehemalige stellvertretende Generalinspekteur, Generalleutnant Markus Laubenthal, eine Rahmenweisung „zur Unterstützung und Durchführung des Marsches“ erlassen, in dem er nochmals die Bedeutung des Marsches aufzeigt, „der Marsch zum Gedenken ist eine besonders förderungswürdige und im Interesse der Bundeswehr stehende Veranstaltung des Reservistenverbandes. Er dient der Erinnerungskultur und Traditionspflege, ist Ausdruck der Verbundenheit, der Solidarität und des Respekts gegenüber den Verstorbenen und ihren Hinterbliebenen“.
Der Reservistenverband wird die Rahmenbedingungen für den Marsch auch in diesem Jahr sicherstellen. Somit sind die Unterstützungsleistungen durch die Bundeswehr, wie etwa die Unterkunft und Verpflegung für die Marschierer, der Transfer, die Absicherung etc. klar definiert.
Der zentrale „Marsch zum Gedenken 2026“ findet vom 26. bis 31. Juli im Raum Berlin/Brandenburg statt, um gefallener und einsatzgeschädigter Bundeswehrangehöriger zu gedenken. Los geht es am Sonntag, 26. Juli mit der Anreise der Marschierer. Die Unterbringung ist in Berlin in der Julius-Leber-Kaserne vorgesehen. Der Transfer zu und von den Start- und Zielpunkten wird per KOM durchgeführt.
Die geplanten Etappen führen die Marschteilnehmenden am 1. Marschtag von der TrÜbPlKdtr LEHNIN zur Havelland-Kaserne in Potsdam (ca. 30 Km). Am 2. Tag marschieren die Soldaten von der Havelland-Kaserne in einem Rundkurs zum Wals der Erinnerungen und zur Havelland-Kaserne zurück (ca. 30 Km). Am 3. Marschtag geht es dann von der Havelland-Kaserne über die Landesgrenze von BRANDENBURG nach Berlin zur Blücher-Kaserne (ca. 30 Km).
Am Donnerstag, 30. Juli, steht der emotionale Abschluss des Marsches an. Dann marschieren die Teilnehmer von der Blücher-Kaserne am Reichstag und Brandenburger Tor vorbei zum Ehrenmal der Bundeswehr im Bendlerblock. Ab dem Reichstag werden die Hinterbliebenen der Gefallenen in die Marschformation aufgenommen. Für den Abend ist dann eine Abschlussveranstaltung vorgesehen. Die Heimreise erfolgt am Freitag, 31. Juli 2026.
Der Verband der Reservisten ruft zur Unterstützung auf, dass durch das Engagement der Angehörigen der aktiven Truppe und der Reserve sowie von Veteranen, den Gefallenen, Verstorbenen und Verunglückten ein ehrendes Andenken gewahrt bleiben kann.
Oberst der Reserve Manfred Schreiber: „Ich versichere Ihnen, dass die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nicht nur eine herausragende Organisation unterstützen werden, sondern mit einem persönlichen und kameradschaftlichen Mehrwert in ihre Einheiten zurückkehren. Sie werden Teil einer einzigartigen Gemeinschaft, die Werte wie Kameradschaft, Loyalität und Treue in besonderer Weise erfahrbar macht.“
Meldeschluss für die namentliche Meldung jedes Teilnehmers ist der 15. April 2026. Die Anmeldung erfolgt über die aktiven Einheiten oder den Reservistenverband. Die Anzahl der interessierten Marschierer ist in der Regel größer als die Startplätze, es wird eine Warteliste eingerichtet. Die Marschierer erhalten bis zum 15. Mai 2026 die schriftliche Teilnahmebestätigung, so der Verband. Fragen können an die E-Mail-Adresse [email protected] gerichtet werden.
Der Marsch zum Gedenken (MZG) darf nicht mit dem 16K3-Gedenkmarsch 2026 verwechselt werden. Obwohl das Ziel das Gleiche ist. 16K3 ist eine Spenden- und Gedenkaktion für die Gefallenen des Karfreitagsgefechts 2010. Vom 28. März bis 06. April 2026 marschieren Teilnehmende symbolisch 16 km mit 16 kg Gepäck, um Kameradschaft zu zeigen und Spenden für die Soldaten- und Veteranenstiftung zu sammeln. Hier stehen im Mittelpunkt die drei Gefallenen Fallschirmjäger der Division Schnelle Kräfte (DSK).
Beim Karfreitagsgefecht am 2. April 2010 bei Isa Khel im Distrikt Chahar Dara (Provinz Kundus) in Afghanistan fielen drei deutsche Bundeswehrsoldaten, während acht weitere teils schwer verletzt wurden. Die Opfer der Fallschirmjägerkompanie aus Seedorf waren Hauptgefreiter Martin Augustyniak, Stabsgefreiter Robert Hartert und Hauptfeldwebel Nils Bruns. Bei dem Gefecht kamen auch sechs afghanische Soldaten ums Leben.
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