Nur 12 Wochen: ARX Robotics und DEUTZ skalieren UGV-Produktion

Navid LinnemannNavid Linnemann

Der Einsatz unbemannter Bodensysteme nimmt in der Ukraine stark zu; bekannt wurde in den vergangenen Tagen die Operation Vivaldi, bei der die Ukraine erstmals UGVs hinter den feindlichen Linien einsetzen und mehrere Dörfer zurückgewinnen konnte. Auch die jetzt von ARX Robotics und DEUTZ in nur zwölf Wochen produzierten GEREON-Systeme aus dem DEUTZ-Werk in Ulm sind für die Ukraine bestimmt. Doch die beiden Unternehmen wollen ihre Produktion noch weiter verändern.

Mehrere unbemannte Kettenfahrzeuge von ARX Robotics stehen in einer Halle vor gestapelten Transportkisten des Herstellers
Mehrere UGVs GEREON von ARX Robotics stehen bereit zur Lieferung in die Ukraine.
Foto: ARX Robotics

„Europas Streitkräfte benötigen in kürzester Zeit tausende unbemannte Landsysteme, um in einem modernen Bedrohungsszenario bestehen zu können”, meinte Marc Wietfeld, Mitgründer und CEO von ARX Robotics. Mit Blick auf die Operation Vivaldi könnte an dieser Einschätzung etwas dran sein. Darüber hinaus sprechen heutige Einsatzstrategien davon, dass grundsätzlich jeder Erstkontakt zum Gegner unbemannt erfolgen sollte.

„Europa“, so Wietfeld weiter, „verfügt über technologische Innovationskraft und eine starke industrielle Basis. Die entscheidende Frage ist, wie schnell wir neue Technologien aus der Entwicklung in die Produktion und schließlich in den militärischen Einsatz bringen.“

ARX Robotics und DEUTZ

Gemeinsam mit DEUTZ demonstrierte ARX Robotics am Modell GEREON, wie sich unbemannte Bodensysteme in kurzer Zeit skalieren lassen. Die Zusammenarbeit verbindet die Systementwicklung, Software- und Integrationsexpertise von ARX Robotics mit der Fertigungskompetenz und den industriellen Produktionskapazitäten von DEUTZ.

Techniker montieren unbemannte Kettenfahrzeuge von ARX Robotics in einer Produktionshalle von Deutz
Im Rahmen einer Kooperation mit Deutz werden unbemannte Landsysteme des Herstellers ARX Robotics in der Produktionshalle in Ulm montiert.
Foto: ARX Robotics

Die kurze Zeitspanne von zwölf Wochen bis zur ersten Auslieferung zeige laut einer heute veröffentlichten Mitteilung, wie sich die Technologie- und Systemexpertise eines Defence-Tech-Unternehmens mit der Produktionsstärke eines etablierten Industriepartners verbinden lassen, um einsatzfähige Systeme schnell und in größerer Stückzahl bereitzustellen.

Skalierung in der UGV-Produktion

„Mit der Auslieferung der ersten GEREON-Systeme beweisen wir in unserem Werk in Ulm unsere Fähigkeit, komplexe Produkte schnell und zuverlässig in Serie zu fertigen“, erläuterte Marco Herre, CEO der Business Unit Defense bei DEUTZ.

Die GEREON-Produktion profitiere dabei von DEUTZ‘ Erfahrung in effizienten Produktionsprozessen, Qualitätssicherung und industrieller Skalierung. „So unterstützen wir ARX Robotics dabei, die Fertigung Schritt für Schritt auszubauen und den wachsenden Bedarf an unbemannten Bodensystemen verlässlich zu bedienen“, meinte Herre.

Die jetzt an die Ukraine ausgelieferte Charge ist Teil eines größeren Produktionsvolumens, das ARX Robotics und DEUTZ im Rahmen ihrer Zusammenarbeit in den nächsten Monaten schrittweise hochfahren werden. Wie viele Fahrzeuge die Unternehmen in ihrer Serienproduktion bauen wollen, ist nicht bekannt.

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