Red Storm Charlie: Bundeswehr und zivile Behörden üben gemeinsam in Hamburg

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Das Übungsszenario: Die Spannungen im Baltikum mit Russland haben sich verschärft und die NATO entsendet Truppen zur glaubwürdigen Abschreckung an die Ostflanke des Bündnisses, auch über den Hamburger Hafen. Situationen wie diese werden bei der Übung „Red Storm Charlie“ von Bundeswehr und zivilen Behörden in der Zeit von Donnerstag bis Samstag (24. bis 26. September) in Hamburg geübt.

Luftaufnahme des Hamburger Stadtzentrums mit Elbphilharmonie, Elbufer, Alster und historischer Innenstadt
Eine Luftaufnahme zeigt das Stadtzentrum von Hamburg mit der markanten Elbphilharmonie am Elbufer. Im Hintergrund erstrecken sich die Alster sowie die historische Innenstadt mit ihren charakteristischen Kirchtürmen.
Foto: Wikimedia Commons / Mario Lang / CC BY 4.0

Cyberattacken, Sabotage oder vielleicht sogar Angriffe etwa auf die Stromversorgung: Potenziell könnten davon alle betroffen sein. Zwar sind dann zunächst die Behörden sowie der Bevölkerungsschutz gefragt, zum Teil aber auch die Bundeswehr, Unternehmen sowie Bürgerinnen und Bürger.

Bundeswehr muss glaubwürdige Abschreckung an Ostflanke bringen können

Jürgen Bredtmann von der Bundeswehr in Hamburg: „Wir müssen jetzt gemeinsam zur glaubwürdigen Abschreckung Truppe der NATO an die Ostflanke bringen können. Wir sind dieses Jahr mit 60 Institutionen, Behörden, aber auch zivilen Unternehmen in dieser Übung. Und wir werden ein Szenario beispielsweise haben, wo dann eine Drohne kommt. Wir werden mit Masse im Hafen, aber halt auch bei Airbus und am Flughafen üben. Und wenn dann die Hubschrauber sich von hier nach da, nach dort bewegen, wird also ganz Hamburg das im Zweifel mitkriegen.“

Ziel der Übung: Alle Beteiligten – sprich Militär und Behörden sowie die Bürgerinnen und Bürger – wissen, was im Krisenfall zu tun ist, falls möglicherweise die gewohnte Infrastruktur nicht mehr wie sonst zur Verfügung steht.

Oberstleutnant Jürgen Bredtmann: „Ja, jede Hamburgerin, jeder Hamburger kann seinen persönlichen Beitrag leisten. Dazu gehört zum Beispiel so ein Vorrat an Trinkwasser und Lebensmitteln, sodass man vielleicht drei, vier, fünf oder zehn Tage auskommen kann. Und die Behörden und die Bundeswehr würden ja dann Zeit gewinnen, die Situation in den Griff zu kriegen.“

In der Zeit von Donnerstag bis Samstag (24. bis 26.09.2026) kann es aufgrund der Übung „Red Storm Charlie“ in Hamburg zu Fluglärm durch den Einsatz von Hubschraubern kommen. Außerdem kommt es in einigen Bereichen der Stadt zu Militärtransporten. Die Bundeswehr teilte mit, dass Behinderungen – sofern möglich – vermieden würden.

Mehr zum Thema unter www.bundeswehr.de.

 

Quelle: Operatives Führungskommando der Bundeswehr

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