Rolls-Royce: Methanol-Ready-Zertifikat für mtu-Marinemotoren

Rolls-Royce hat von der internationalen Klassifikationsgesellschaft DNV das Methanol-Readiness-Zertifikat für seine aktuellen mtu-Motoren der Baureihe 4000 erhalten. Damit bestätigt die DNV das Technologie-Konzept, mit dem sich neu gebaute Schiffsantriebe von Rolls-Royce künftig auf einen Dual-Fuel-Betrieb mit Methanol umrüsten lassen.

Vertreter von DNV überreichen Rolls-Royce auf dem Maritime Business Forum eine Zertifizierung für die mtu Series 4000 Methanol-Motoren
Im Rahmen des ersten Maritime Business Forum von Rolls-Royce Power Systems am Vortag der SMM 2026 übergab Olaf Drews (rechts im Bild), Head of Engines & Pressurized Equipment Maritime der internationale Klassifikationsgesellschaft DNV das Methanol-Ready-Zertifikat an Dr. Lukas Köhler (links im Bild), Senior Vice President Global Marine & Mining bei Rolls-Royce Power Systems.
Foto: Rolls-Royce

„Die ungewisse Entwicklung der CO2-Gesetzgebung erhöht bei vielen Schiffsbetreibern den Wunsch nach mehr Flexibilität bei Antrieb und Kraftstoff. Mit dem Methanol-Ready-Zertifikat geben wir unseren Kunden die Sicherheit, ihre Schiffe künftig auch mit Methanol betreiben zu können, sobald der Kraftstoff ausreichend verfügbar ist“, sagt Lukas Köhler, Senior Vice President Global Marine & Mining bei Rolls-Royce Power Systems.

Rolls-Royce schließt Methanolmotorentests mit 5.000 Stunden erfolgreich ab

Rolls-Royce hatte 2025 bereits auf dem Prüfstand in Friedrichshafen den weltweit ersten schnelllaufenden Schiffsmotor erfolgreich getestet, der ausschließlich mit Methanol betrieben wird. Inzwischen hat das Unternehmen auf verschiedenen Prüfständen mehr als 5.000 Betriebsstunden mit Methanol im Single- und Dual-Fuelbetrieb absolviert und ausgewertet.

„Diese umfangreichen Erkenntnisse bilden eine starke Grundlage für unser Umrüstkonzept auf Methanol“, so Lukas Köhler. „Wir sehen grünes Methanol als wichtigen künftigen Kraftstoff für verschiedenste Marine-Anwendungen, insbesondere für Offshore-Schiffe, Fähren und Megayachten. Mit dem Zertifikat haben wir einen weiteren Meilenstein auf unserer Methanol-Roadmap erreicht.“ Grünes Methanol verursacht bei der Verbrennung deutlich geringere Stickoxid- und Partikel-Emissionen als Diesel und hat in der Well-to-Wake-Betrachtung (von der Quelle bis zum Kielwasser) einen deutlich geringeren CO2-Footprint als fossile Kraftstoffe.

Expertise für nachhaltige Kraftstoffe HVO, E-Diesel und Methanol Rolls-Royce investiert gezielt in Zukunftstechnologien und baut seine Kompetenz bei nachhaltigen Kraftstoffen kontinuierlich aus. Ziel ist es, Kunden wirksame Wege zur Senkung ihrer CO2-Emissionen zu eröffnen. Bereits 2021 hat das Unternehmen die wichtigsten mtu-Motorenbaureihen für HVO und weitere nachhaltige Kraftstoffe der DIN EN 15940 getestet und freigegeben. Im Rahmen der Partnerschaft mit dem deutschen E-Fuel-Hersteller INERATEC schloss das Unternehmen zudem im Frühjahr dieses Jahres eine Laborprüfung des erneuerbaren synthetischen Kraftstoffs MATERA e-Diesel erfolgreich ab.

 

Quelle: Rolls-Royce

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