Angesichts eskalierender Bedrohungen und eines sich verschärfenden Fachkräftemangels verstärken die europäischen Regierungen ihre Investitionen in Cybersicherheitsfachkräfte. Vor diesem Hintergrund haben das SANS Institute und das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) eine strategische Rahmenvereinbarung bekannt gegeben. Die mehrjährige Vereinbarung ermöglicht die Ausbildung und GIAC-Zertifizierung von mehreren tausend Cybersicherheitsexperten in der Bundeswehr und bei wichtigen deutschen Sicherheitsbehörden auf Bundesebene. Sie wird die langfristige Cyber-Resilienz Deutschlands stärken, indem sie die technischen Fähigkeiten des Personals verbessert, das für den Schutz kritischer Regierungssysteme und der nationalen Sicherheitsinfrastruktur verantwortlich ist.

Die Rahmenvereinbarung erstreckt sich über die Bundeswehr hinaus auf wichtige Sicherheitsbehörden des Bundes wie das Zentralamt für Informationstechnik im Sicherheitsbereich (ZITiS), das Auswärtige Amt, das Bundeskriminalamt (BKA) und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Gemeinsam schafft die Vereinbarung einen standardisierten, international anerkannten Ansatz für die Personalentwicklung im Bereich Cybersicherheit für die gesamte öffentliche Verwaltung und stärkt gleichzeitig die langfristige Zusammenarbeit zwischen dem SANS Institute und der deutschen nationalen Sicherheitsgemeinschaft.
„In meinen über 20 Jahren habe ich noch nie so viele Umbrüche erlebt: Chancen für positive und negative Veränderungen in der Cybersicherheit. KI beschleunigt beide Seiten – Angriff und Verteidigung – und die Anforderungen an die Fachkräfte steigen entsprechend“, sagt James Lyne, CEO beim SANS Institute. „Unsere Aufgabe ist klar: Wir wollen die Welt für Gegner und Cyberkriminelle schlechter und für die Guten besser machen. SANS wird die Bundeswehr und die deutschen Sicherheitsbehörden weiterhin bei ihren Bemühungen unterstützen, Tausende von Verteidigern mit bewährten praktischen Fähigkeiten auszustatten, die von erstklassigen Dozenten vermittelt und durch branchenführende GIAC-Zertifizierungen bestätigt werden.“
Die Vereinbarung gewährt den teilnehmenden Organisationen Zugang zum umfassenden Portfolio an Cybersicherheitsschulungen von SANS, das unter anderem folgende Bereiche abdeckt:
- Offensive Security und Penetrationstests
- Incident Response und digitale Forensik
- Threat Hunting & Detection Techniques
- Cloud Security
- Security for Industrial Control Systems (ICS) & Operational Technology (OT)
- Führung und Management im Bereich Sicherheit
- Neue Technologien zur Cyberabwehr
Die Kurse werden als Kombination aus Präsenz- und Live-Online-Schulungen angeboten und bieten so Flexibilität bei gleichzeitiger Wahrung der intensiven, praxisorientierten Lernerfahrung, für die SANS international anerkannt ist. Die Teilnehmer können zudem GIAC-Zertifizierungen erwerben, die eine unabhängige und weltweit anerkannte Bestätigung ihrer technischen Cybersicherheitskompetenzen darstellen.
SANS Institute: Zusammenarbeit mit der Bundeswehr seit 2022
Ronald Mol, Country Lead DACH beim SANS Institute sagt: „SANS arbeitet seit Jahrzehnten mit Regierungen auf der ganzen Welt zusammen, um den Aufbau qualifizierter Cybersicherheitsfachkräfte zu unterstützen, die zur Abwehr sich ständig weiterentwickelnder Bedrohungen benötigt werden. Diese Vereinbarung bekräftigt unser langjähriges Engagement, Deutschland, Europa und verbündete Nationen bei der Stärkung ihrer Cyberfähigkeiten zu unterstützen. Aufbauend auf unserer erfolgreichen Zusammenarbeit mit der Bundeswehr seit 2022 freuen wir uns darauf, unsere Partnerschaft fortzusetzen, um die nächste Generation von Cyber-Verteidigern auszubilden.“
Um mehr über die Schulungs- und Karriereentwicklungsprogramme von SANS für Behörden zu erfahren, besuchen Sie www.sans.org. Wenden Sie sich außerdem an Nicolas Heyer, Regional Lead Military & Law Enforcement (DACH), unter [email protected], um Initiativen zur Personalentwicklung für Cybersicherheitsfachleute bei Behörden und bei KRITIS-Betreibern zu besprechen.
Quelle: Sans Institute
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