Im Irak wurden Trümmerteile des von den USA eingesetzten Schlepp-Täuschkörpers AN/ALE-50 geborgen, was auf dessen Einsatz im laufenden Krieg hindeutet.
Das AN/ALE-50 ist ein von den US-Streitkräften eingesetztes Schlepp-Täuschkörpersystem zur Abwehr radargesteuerter Raketen im Kampfeinsatz. Es hat in zahlreichen Konflikten Flugzeuge wie die F-16, die F/A-18E/F Super Hornet und die B-1B Lancer geschützt.
Um herannahende Luft-Luft- oder Boden-Luft-Raketen abzulenken, setzt Raytheons AN/ALE-50 Einweg-Täuschkörper ein, die aus an den Tragflächen montierten Werfern hinter dem Flugzeug hergezogen werden und eine größere Radarsignatur imitieren. Dieses System hat sich in Live-Raketentests als zuverlässig erwiesen und die Täuschkörper haben eine Haltbarkeit von 10 Jahren.
AN/ALE-50 Täuschkörper
Das AN/ALE-50-Schlepp-Täuschsystem lenkt radargesteuerte Raketen vom Trägerflugzeug ab, indem es einen Einweg-Glasfaser-Schleppköder einsetzt, der aus am Flugzeug montierten Werfern abgefeuert wird. Wenn sie eine Bedrohung wahrnehmen, setzen die Piloten den versiegelten Täuschbehälter ein, meist von den Flügelpylonen aus.
Um eine Echtzeitkommunikation ohne flugzeugspezifische Bedrohungsprogrammierung aufrechtzuerhalten, rollt eine mit eingebetteten Glasfasern ausgestattete Schleppleine den Köder 100–300 Meter hinter dem Flugzeug ab. Der Köder wird entweder als letzte Option geopfert oder vor der Landung abgeschnitten.
Nach dem Schleppen nutzt der Köder Strategien wie Störsignale, um die Radarzielerfassung von Raketen zu stören, sowie Täuschungsmanöver, um das Flugzeug auf das hellere Ziel zu locken, indem er Hochfrequenzsignale (RF) aussendet, die den größeren Radarquerschnitt (RCS) des Flugzeugs nachbilden. Er erhöht die Überlebensfähigkeit des Flugzeugs in Gebieten mit hoher Bedrohung, indem er über eine Glasfaser-Datenverbindung dynamisch auf Angriffe reagiert.
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