Mit R-Zero hat STARK bereits sein erstes eigenes System für die Elektronische Kampfführung entwickelt. Das System ermöglicht unbemannten Plattformen die aktive Aufklärung und Lokalisierung feindlicher Sender und Radaranlagen. Aufbauend darauf weitet das Unternehmen sein Produktportfolio nun systematisch in angrenzende Bereiche aus. Das Ingenieurteam von Raydiant RF verfügt über ein tiefgreifendes Know-how in der Konzeptionierung von EK-Systemen, vom komplexen Antennendesign über analoge Elektronik bis hin zu Software Defined Radios (SDR).
„STARK baut Systeme für die Realität moderner Kriegsführung, und die endet nicht bei der Plattform. Kommunikation, Aufklärung und der Umgang mit einem zunehmend umkämpften Frequenzspektrum entscheiden darüber, ob unbemannte Systeme einsatzfähig bleiben, ihr Ziel erreichen und ihre Mission erfüllen“, sagte Johannes Schaback, CTO von STARK. „Raydiant RF bringt genau die technologische Tiefe mit, die wir brauchen, um diese Fähigkeiten selbst zu entwickeln und eng mit unseren unbemannten Systemen und KI zu verzahnen. Mit R-Zero haben wir gemeinsam den ersten Schritt gemacht. Jetzt bauen wir daraus ein breiteres EK-Portfolio.”
Unbemannte Systeme stützen sich bislang weitgehend auf Standard-Kommunikationstechnik, die leicht zu erfassen, zu orten und zu stören ist. Da elektronische Kampfführung und Peilung auf beiden Seiten der Frontlinie zum Standard werden, ist eine anfällige Funk-Infrastruktur zum kritischen Engpass geworden. Raydiant RF beantwortet diese Herausforderung mit einem kompakten, nachrüstbaren Richtantennensystem. Dieses ist mit Edge-KI-Algorithmen ausgestattet, die das elektromagnetische Umfeld autonom analysieren und proaktiv auf Störer reagieren. Statt Sendeenergie breit über den gesamten Gefechtsraum abzustrahlen, bündelt die Hardware das Funksignal gezielt auf den vorgesehenen Empfänger – ähnlich wie ein Laser statt einer Glühbirne. Dadurch wird die elektromagnetische Signatur erheblich reduziert und die Erfassung, Ortung und Störung der Verbindung deutlich erschwert.
Technologie von Raydiant RF wird in Missionsführungssoftware Minerva von STARK integriert
„Schon bei der gemeinsamen Entwicklung von R-Zero wurde klar, dass wir beim Thema der Elektronischen Kampfführung dieselbe Sprache sprechen. Durch die Übernahme können wir unsere Technologie nun massiv skalieren: Wir bringen unsere Lösungen direkt in bereits etablierte STARK-Systeme zum Einsatz und verschaffen dem Operateur im Gefechtsfeld genau dort Unterstützung, wo sie jetzt gebraucht wird”, sagt Luca Steinweg, Gründer von Raydiant RF.
Die Technologie von Raydiant RF wird in die Missionsführungssoftware Minerva von STARK integriert und der KI-Backbone der Plattform entscheidend erweitert. Dadurch wird der elektromagnetische Gefechtsraum, der bislang unsichtbar blieb, sichtbar und ermöglicht es unbemannten Systemen, sich anzupassen und zu überleben – ob in der Luft, an Land oder auf See.
Luca Steinweg wechselt als Head of Communications/Electronic Warfare zu STARK und leitet die neue Einheit. Das vierköpfige Ingenieurteam von Raydiant RF wird in das Team von STARK integriert.
Quelle: STARK