Ukraine führt neue Kamikaze-Drohne Amaga-10 ein

Die ukrainische Rüstungsindustrie hat eine neue Kamikaze-Drohne entwickelt, die Amaga-10. Diese zeichnet sich vor allem durch eine hohe mögliche Geschwindigkeit sowie besonders agile Manövrierfähigkeiten aus. Zudem kann die Drohne Nutzlasten transportieren, welche sogar in der Lage sein sollen, besonders geschützte gepanzerte Fahrzeuge erfolgreich zu zerstören.

Die neue Kamikaze-Drohne Amaga-10 wurde für die Nutzung in den ukrainischen Streitkräften zugelassen.
Die neue Kamikaze-Drohne Amaga-10 wurde für die Nutzung in den ukrainischen Streitkräften zugelassen.
Foto: Ministry of Defence of Ukraine

Das Verteidigungsministerium der Ukraine hat nun die in der Ukraine hergestellte Amaga-10 zertifiziert und dadurch für den Einsatz in den ukrainischen Streitkräften zugelassen, so die heutige Mitteilung von der Hauptdirektion für die Unterstützung des Lebenszyklus von Waffensystemen und militärischer Ausrüstung.

Die neuen Kamikaze-Drohnen lassen sich manuell oder im halbautomatischen Steuerungsmodus betreiben. Neben den besonders guten Flugeigenschaften verfügen sie zudem über eine erhöhte Widerstandsfähigkeit gegenüber Maßnahmen im Rahmen der Elektronischen Kriegsführung. Aufgrund des einfachen Aufbaus lassen sich verschiedenste Nutzlasten integrieren, sodass die Drohne in unterschiedlichen Missionen nutzbar ist. Eine dieser Nutzlasten soll, so die Aussage aus dem Verteidigungsministerium der Ukraine, sogar gepanzerte Fahrzeuge mit erweitertem Schutz erfolgreich bekämpfen können. Als Kamikaze-Drohne fliegt das unbemannte Luftfahrzeug direkt in den Gegner, die Nutzlast muss also nicht über eigene Steuerungen oder Intelligenz bzw. Sensoren verfügen, was die Amaga-10 zu einem leicht adaptierbaren System für einfache Nutzlasten macht.

Die Ukraine wählt damit weiter den erfolgreichen Weg, dass Drohnen nicht unbedingt highly sophisticated sein müssen, sondern auch Systeme des Bereichs gut, günstig und einfach herstellbar ihren militärischen Wert haben und vor allem für den militärischen Gebrauch zertifiziert werden können.

Benannt wurde die neueste ukrainische Kamikaze-Drohne übrigens nach einer historischen Person. Die Entwickler wählten die sarmatische Königin Amaga als Namensgeberin. Diese vorchristliche Herrscherin über das Reitervolk der Sarmaten soll unter anderem für ihren Überfall auf Skythien mit 120 Reitern in einer einzigen Nacht fast 200 km zurückgelegt haben.

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