USAREUR-AF Cyber-Gipfel 2026 in Wiesbaden

Vom 21. bis 23. Juli veranstaltete die U.S. Army Europe and Africa (USAREUR-AF) den Cyber-Gipfel 2026. Die Veranstaltung brachte mehr als 800 Fachleute für Cybersicherheit, hochrangige Militärvertreter, Repräsentanten von Partnernationen und Branchenexperten zusammen, um die kollektive Verteidigung in einem zunehmend umkämpften digitalen Umfeld voranzutreiben. Damit stärkt das USAREUR-AF die Cyber-Abwehrbereitschaft der Verbündeten. Der Cyber-Gipfel 2026 fand in Wiesbaden statt.

Referent bei einem Vortrag auf dem USAREUR-AF Cyber Summit vor einem Rednerpult mit einem Soldaten im Vordergrund
Generalmajor a. D. Garrett Yee, Vizepräsident für den Bereich „Army and Defense Agency“ bei General Dynamics Information Technology (GDIT), spricht am 21. Juli 2026 auf dem von der U.S. Army Europe and Africa (USAREUR-AF) ausgerichteten Cyber-Gipfel 2026 in Wiesbaden.
Foto: Terry Welch / U.S. Army

Der jährliche Gipfel, der bereits zum 26. Mal stattfand, setzte die Tradition fort, die multinationale Zusammenarbeit zu vertiefen und die Fähigkeit der Armee zur Verteidigung kritischer Netzwerke in Europa und Afrika zu stärken. Aufbauend auf den Impulsen früherer Veranstaltungen lag der Schwerpunkt in diesem Jahr auf der Vernetzung aller Partner aus den 23 teilnehmenden Nationen.

„Wir wollen ein Forum für den Austausch schaffen, in dem wir gemeinsam unsere Ziele weiterverfolgen können, um unsere militärischen Missionen widerstandsfähiger zu machen“, sagte Holvin Galindo, Leiter für Cybersicherheit im Einsatzraum (Theater Cyber Security Lead) der Abteilung G6 bei U.S. Army Europe and Africa (USAREUR-AF).

USAREUR-AF Cyber-Gipfel: Schwerpunkte 2026

Die diesjährige Agenda unterstrich die Notwendigkeit, vorhandene Technologien zu nutzen, um die Einsatzbereitschaft angesichts sich wandelnder digitaler Bedrohungen aufrechtzuerhalten. Zur Eröffnung des Gipfels betonte der pensionierte Generalmajor Garrett Yee – Vizepräsident für den Bereich Armee und Verteidigungsbehörden bei General Dynamics Information Technology –, dass auch Großunternehmen, darunter Pharmafirmen wie Abbott, anfällig für Cyberangriffe und Datendiebstahl seien. Er wies darauf hin, dass Cybersicherheit mittlerweile ein Thema in der Führungsebene sei, und hob hervor, wie wichtig es sei zu bewerten, welche Instrumente die Cyber-Resilienz am effektivsten stärken.

„Wir alle müssen lernen, KI zu nutzen – unsere Kinder tun das bereits!“, sagte Yee. „KI verbessert die Verteidigung; Cybersicherheit ermöglicht die Sicherstellung der Missionserfüllung (Mission Assurance).“

Ein wachsendes Netzwerk von Partnern

Führungskräfte betonten, dass die Cyber-Verteidigung eine gemeinsame Verantwortung der gesamten Streitkräfte und ihrer Partner sei. Ein hochrangiger Vertreter des Allied Joint Force Command in Brunssum (Niederlande) merkte an, dass er zum ersten Mal an dem Gipfel teilnehme; sein Ziel sei es, sich mit anderen Experten zu vernetzen, um über neue Entwicklungen im Cyber-Bereich auf dem Laufenden zu bleiben.

Da Netzwerke zunehmend miteinander verknüpft sind, können sich Schwachstellen in einem System rasch auf andere Systeme innerhalb des Bündnisses auswirken. Die Teilnehmer betonten wiederholt, dass Cyber-Fähigkeiten im Grunde auf menschlichen Kompetenzen beruhen – auf qualifizierten Bedienern, vertrauensvollen Partnerschaften und einem transparenten Informationsaustausch. Der Gipfel bekräftigte, dass widerstandsfähige Netzwerke nicht nur von fortschrittlicher Technologie abhängen, sondern auch von den Menschen, die diese betreiben und absichern. Stärkung der kollektiven Verteidigung

„Wir müssen sicherstellen, dass unsere Führungskräfte verstehen, wie wichtig Cybersicherheit tatsächlich für die Erfüllung ihres Auftrags ist. Wir hoffen stets, dass es nicht erst zu Katastrophen kommen muss, damit die Führungsebene diese Bedeutung erkennt“, betonte Galindo. Er hob zudem hervor, dass Cybersicherheitsexperten oft erst spät in das Vorhaben einbezogen werden – nämlich dann, wenn Konzepte bereits umgesetzt sind. „Cybersicherheit darf nicht versuchen, im letzten Moment auf einen fahrenden Zug aufzuspringen. Sie muss von Anfang an in die Auftragsanalyse einbezogen werden. Wir müssen gleichberechtigte Partner mit einem gemeinsamen Ziel sein.“

Weitere Themen des Gipfels waren unter anderem Cyber-Verteidigung und nationale Sicherheit, KI-gestützte Cybersicherheit, der Schutz kritischer Infrastrukturen sowie die Zukunft der Cyber-Operationen der Armee. Angesichts der sich stetig wandelnden digitalen Bedrohungen unterstrichen die Führungskräfte, dass der Gipfel ein Eckpfeiler der Strategie von USAREUR-AF bleibt: den Aufbau vertrauensvoller Partnerschaften, die Modernisierung der Verteidigung sowie die Gewährleistung, dass verbündete Streitkräfte in Europa und Afrika sicher operieren können.

 

Text: Redaktion / af

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