Alpine Eagle, ein europäisches Technologieunternehmen für Drohnenabwehr, baut die Produktion seines Drohnenabwehrsystems Sentinel aus, da Regierungen nach schnellen, einsatzfähigen Lösungen zur Abwehr großflächiger Drohnenbedrohungen suchen. Daher gibt das Münchner Unternehmen Alpine Eagle heute die Eröffnung einer 2.000 Quadratmeter großen Produktionsstätte in der Nähe von München bekannt. Dort soll die Produktion des Drohnenabwehrsystems Sentinel angesichts der steigenden Nachfrage ausgebaut werden.
Alpine Eagle expandiert außerdem in die Niederlande, wo das Unternehmen an einem Innovationsprogramm für die Verteidigungsindustrie teilnimmt. Zudem arbeitet Alpine Eagle mit dem niederländischen Drohnenhersteller DeltaQuad zusammen, um die Produktion über europäische Lieferketten zu skalieren.
Das Unternehmen führte sein Sentinel-System 2024 bei der Bundeswehr ein und konnte nach eigenen Angaben seither drei weitere europäische Verteidigungskunden gewinnen. Alpine Eagle expandierte nach Großbritannien und wuchs von 12 Mitarbeitern im Jahr 2024 auf aktuell 50. Die Mitarbeiterzahl soll noch in diesem Jahr auf 100 steigen.
Die Dynamik folgt auf ein schnelles Wachstum mit neuen europäischen Kunden, erweiterten Verteidigungsprogrammen, intensiven Tests in der Ukraine und einem wachsenden Team.
Sentinel kombiniert Alpine Eagles luftgestütztes Radar- und Sensornetzwerk mit einer softwaredefinierten Verteidigungsarchitektur, um feindliche Drohnen in großen Gebieten zu erkennen, zu verfolgen und mit bordgestützten Abfangsystemen abzuwehren.
Alpine Eagle beteiligt sich derzeit an einem Innovationsprogramm für Verteidigungstechnologien in den Niederlanden und führte im vergangenen Jahr Drohnenabwehrtests in der Ukraine durch. Zudem war das Unternehmen am Projekt Vanaheim beteiligt, einem Drohnenabwehrtest der US-amerikanischen und britischen Streitkräfte.
Die steigende Nachfrage entsteht durch die Umgestaltung der modernen Luftverteidigung durch Drohnenkriegsführung – von der Ukraine bis zum Nahen Osten. Regierungen priorisieren daher Systeme, die in großem Umfang und kostengünstiger als herkömmliche Verteidigungsplattformen produziert und eingesetzt werden können.
Um eine skalierbare Produktion zu ermöglichen, integriert Alpine Eagle seine Technologie in die DeltaQuad Evo, eine UAV-Plattform des niederländischen Herstellers DeltaQuad. Die Partnerschaft bietet Zugang zu Produktionskapazitäten im industriellen Maßstab und stärkt gleichzeitig eine widerstandsfähige europäische Lieferkette. Durch die Kombination bewährter Hardware mit proprietärer Sensor- und Verteidigungssoftware kann Alpine Eagle einsatzbereite Drohnenabwehrsysteme schneller liefern als traditionelle Verteidigungsprogramme.
Alpine Eagle: Technologie in einsatzrelevanten Umgebungen getestet
Die Technologie von Alpine Eagle wurde bereits in einsatzrelevanten Umgebungen getestet, darunter auch in der Ukraine, wo Drohnenabwehrsysteme ständig massiven Drohnenangriffen ausgesetzt sind und auch bei gestörtem GPS-Empfang zuverlässig funktionieren müssen.
Die jüngsten Konflikte haben die Dringlichkeit skalierbarer Drohnenabwehrfähigkeiten unterstrichen. Großangelegte Drohnenangriffe in der Ukraine und am Golf zeigen, wie kostengünstige Drohnen herkömmliche Luftverteidigungssysteme überfordern und die Verteidiger zwingen können, deutlich teurere Abfangraketen einzusetzen. Analysten schätzen, dass die Verteidiger bei den jüngsten Angriffen im Nahen Osten über 1,5 Milliarden US-Dollar für das Abfangen von Drohnen ausgaben, deren Start die Angreifer möglicherweise nur rund 250 Millionen US-Dollar gekostet hat. Dieses Ungleichgewicht beschleunigt die Nachfrage nach Systemen, die für die Abwehr großer Mengen kostengünstiger Bedrohungen ausgelegt sind.
Jan-Hendrik Boelens, Gründer und CEO von Alpine Eagle, sagte: „Verteidigungsministerien suchen zunehmend nach Systemen, die schnell geliefert und mit dem steigenden operativen Bedarf skalierbar sind. Indem wir auf bestehenden industriellen Kapazitäten aufbauen und diese mit unserer eigenen Sensor- und Softwarearchitektur integrieren, können wir eine Drohnenabwehrfähigkeit bereitstellen, die sowohl schnell als auch skalierbar ist.“
Text: Redaktion / af
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