Auterion und Project Q verbinden AuterionOS mit HYDRIS

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Auterion und Project Q, zwei europäische Verteidigungstechnologieunternehmen, die auf offenen Architekturen basieren, haben den ersten Meilenstein ihrer im August 2026 vereinbarten Partnerschaft (im Rahmen einer Absichtserklärung, MoU) erreicht.

Auterion Bundeswehrsoldat in Flecktarn steuert eine Drohne über ein Bedientablet mit taktischer Lagekarte an einer Flugpiste
Bundeswehrsoldat steuert über ein robustes Bedientablet ein unbemanntes Flugsystem an einer Piste.
Foto: Auterion

Jetzt verbinden die Unternehmen AuterionOS mit HYDRIS, um offene Verteidigungsarchitekturen voranzutreiben und Einsatzfähigkeiten zu erweitern. Dies gaben sie im Oktober 2026 bekannt.

AuterionOS und Auterion Mission Control (AMC) sind jetzt über einen neu entwickelten Konnektor mit HYDRIS verbunden, der offenen Integrations- und Orchestrierungsschicht von Project Q. Zwischen AMC und HYDRIS fließen Daten in beide Richtungen: Track-Daten gehen in die Mission-Umgebung von Auterion, Informationen aus Auterion-basierten unbemannten Systemen zurück an HYDRIS. Dabei muss keines der beiden Unternehmen sein System umbauen.

Der gemeinsame Nenner ist Open Source: Auterion mit seinen Wurzeln im PX4-Ökosystem, Project Q mit einem unter Apache 2.0 lizenzierten HYDRIS-Code. Die Integration schafft ein gemeinsames, herstellerübergreifendes Lagebild, in dem Sensoren, unbemannte Systeme und weitere angebundene Systeme zusammenarbeiten, ohne Anwender an ein einzelnes Anbieter-Ökosystem zu binden.

Die beiden Unternehmen haben den offenen und sicheren Software-Stack von Auterion für autonome unbemannte Systeme – bestehend aus AuterionOS und Auterion Mission Control (AMC) – mit HYDRIS verknüpft, der von Project Q entwickelten offenen Integrations- und Orchestrierungsschicht für vernetzte Einsätze. Durch diese Integration sind AMC und HYDRIS über einen nahtlosen, bidirektionalen Datenaustausch miteinander verbunden: Ziel- bzw. Verfolgungsdaten fließen in die Einsatzumgebung ein, während gleichzeitig operative Informationen von den mit Auterion ausgestatteten unbemannten Systemen an HYDRIS zurückgemeldet werden.

Auf diese Weise entsteht ein gemeinsames, herstellerübergreifendes Lagebild, in dem Sensoren, unbemannte Systeme und andere vernetzte Ressourcen zusammenarbeiten können – ohne dass die Anwender an das Ökosystem eines einzigen Herstellers gebunden sind.

„Die Zusammenarbeit mit Auterion ist deshalb so spannend, weil ihre Philosophie und Vision hervorragend mit unseren eigenen übereinstimmen“, erklärt Leonard Wessendorff, CEO und Mitgründer von Project Q.

„Sie setzen sich bereits seit Jahren für offene Architekturen bei unbemannten Systemen ein. Wir teilen die Überzeugung, dass die Zukunft der Verteidigung nicht in einem einzigen, vertikal integrierten System-Stack liegt, sondern in einem offenen Ökosystem, in dem Kunden die für ihre jeweilige Mission besten Fähigkeiten kombinieren können. Die Verbindung von HYDRIS und Auterion ist ein hervorragendes Beispiel genau dafür.“

Die Partnerschaft basiert auf einem gemeinsamen Bekenntnis zu offenen Architekturen und Open-Source-Prinzipien. Auterion ist tief im Open-Source-Autopilot-Ökosystem PX4 verwurzelt, während HYDRIS auf einem unter der Apache 2.0-Lizenz stehenden offenen Code aufbaut. Beide Unternehmen entwickeln auf dieser Grundlage kommerzielle Produkte und Dienstleistungen, wobei sie stets auf Interoperabilität, Modularität und die Kontrolle durch den Kunden achten.

Das Ergebnis ist eine Architektur, die es Kunden ermöglicht, Fähigkeiten verschiedener Anbieter zu kombinieren, anstatt an einen vertikal integrierten, proprietären System-Stack gebunden zu sein.

Lorenz Meier, Gründer und CEO des Unternehmens, erklärte: „Moderne Verteidigungsfähigkeit basiert auf Software – und kein einzelnes Unternehmen kann diese in ihrem gesamten Umfang entwickeln. Unser Modell ist einfach: Wir stellen das offene Betriebssystem bereit, während Partner wie Project Q die Komponenten ergänzen, die von den Streitkräften benötigt werden. Die Anbindung von HYDRIS an Auterion Mission Control (AMC) ist ein erster Schritt – und jede derartige Integration stärkt das gesamte Ökosystem.“

In der Praxis verbindet nun eine neu entwickelte Schnittstelle die beiden Plattformen. Sensordaten, Drohnenpositionen und Einsatzbefehle werden zwischen AMC und HYDRIS in beide Richtungen übertragen, ohne dass eines der Unternehmen sein eigenes System grundlegend umgestalten muss.

Die Beteiligten – Auterion & Project Q

Auterion ist nach eigenen Angaben weltweit führend bei offenen, herstellerunabhängigen Betriebssystemen für autonome Drohnen und Robotersysteme. Das Unternehmen ist international aufgestellt, mit Standorten in Arlington (Virginia, USA) und München (Deutschland). Die Technologie bildet die Basis für unbemannte Systeme, die unter anderem vom US-Verteidigungsministerium, dem britischen Verteidigungsministerium, der deutschen Bundeswehr sowie den ukrainischen Streitkräften genutzt werden.

Project Q ist ein europäisches Defence-Tech-Unternehmen mit Standorten in München und Berlin. Wir entwickeln Integrationsinfrastrukturen für moderne Sicherheits- und Verteidigungsökosysteme. Dabei vernetzen wir Sensoren, unbemannte Systeme, Führungs- und Einsatzsysteme sowie weitere Fähigkeiten für Streitkräfte, Sicherheitsbehörden und Betreiber kritischer Infrastrukturen. Hierfür setzen wir auf HYDRIS – unsere proprietäre Open-Source-Lösung zur Integration und Orchestrierung.

HYDRIS führt kommerziell verfügbare Technologien (COTS), Datenquellen und bestehende Altsysteme in einer einheitlichen operativen Umgebung zusammen. Durch den Einsatz offener Standards, KI-gestützter Datenverarbeitung, Edge Computing und verteilter Betriebskonzepte schafft HYDRIS eine herstellerneutrale Grundlage für resiliente und technologisch souveräne Einsätze.

 

Text: Redaktion / af

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