CSG erweitert Luftraummanagement mit MAIA-Plattform

CSG stärkt die technologischen Fähigkeiten in der Luft- und Raumfahrt sowie im modernen Luftraummanagement. Aufbauend auf ihrer Expertise in Radarsystemen, Technologien für das Flugverkehrsmanagement, Datenverarbeitungssoftware und unbemannten Systemen erweitert die Gruppe ihr Portfolio nun um die Softwareplattform MAIA.

Benutzeroberfläche des Luftraumüberwachungssystems MAIA mit digitaler Karte von Mitteleuropa und erfassten Flugspuren
Die Benutzeroberfläche des Luftraumüberwachungssystems MAIA.
Foto: CSG

MAIA wurde von UpVision, einem Unternehmen der Division Aerospace & Defence Electronics von CSG, entwickelt und wird nun am Markt eingeführt. Die Plattform ermöglicht digitales Luftraummanagement, indem sie Drohnenbetreiber mit den Diensten und Organisationen verbindet, die für den sicheren Betrieb unbemannter Luftfahrzeuge verantwortlich sind. Sie bildet eine weitere wichtige Ebene digitaler Infrastruktur und ermöglicht die sichere Koordination einer schnell wachsenden Zahl von Drohnen gemeinsam mit anderen Luftraumnutzern.

Durch die Bündelung der Expertise von UpVision, Retia, Eldis, CS Soft, Atrak und weiteren Unternehmen der Gruppe hat CSG ein einzigartiges technologisches Ökosystem geschaffen, das einen wesentlichen Teil der modernen Luftraumarchitektur abdeckt – von radarbasierter Erkennung und Flugverkehrsmanagement bis hin zu Datenverarbeitung und digitaler Koordination unbemannter Systeme.

„Der Luftraum durchläuft eine Transformation, ähnlich wie sie Straßenverkehr und Telekommunikation vor Jahren verändert hat. Neue Luftraumnutzer entstehen, das Datenvolumen wächst weiter und damit auch die Anforderungen an einen sicheren Datenaustausch. Unsere Ambition ist es, Technologien zu entwickeln, die diese einzelnen Ebenen zu einem integrierten Ökosystem verbinden. MAIA ist ein wichtiger Bestandteil dieser langfristigen Strategie“, sagt Tomáš Vlček, CEO der Division Aerospace & Defence Electronics von CSG.

Eine neue digitale Ebene für das Luftraummanagement

Neben bemannten Luftfahrzeugen wird der heutige Luftraum zunehmend von Drohnen genutzt, die von Streitkräften, Sicherheitsbehörden, Einsatzkräften, Betreibern kritischer Infrastruktur und kommerziellen Nutzern betrieben werden. Mit ihrer wachsenden Zahl nimmt auch die Komplexität des Luftraummanagements zu. Die reine Verfolgung einzelner Luftfahrzeuge reicht nicht mehr aus. Entscheidend wird die Fähigkeit, Informationen in Echtzeit auszutauschen und ein gemeinsames Lagebild für alle autorisierten Nutzer zu schaffen. Genau diese Rolle erfüllt MAIA, eine von UpVision entwickelte Plattform, die auf Softwarelösungen für digitales Luftraummanagement spezialisiert ist.

MAIA ist eine Softwareplattform für digitales Luftraummanagement, die Flugsicherungs-organisationen, Drohnenbetreiber, Common Information Services Provider (CISPs), Regulierungs-behörden, Sicherheitsorganisationen und weitere Akteure verbindet, die für die Gewährleistung eines sicheren Betriebs verantwortlich sind. Die Plattform integriert zudem künstliche Intelligenz, um potenzielle Risiken vorherzusagen und einen hohen Automatisierungsgrad bei unbemannten Operationen zu unterstützen. Langfristig soll die Plattform nicht nur die Koordination im Luftraum erleichtern, sondern auch operative Entscheidungsprozesse unterstützen.

Zu den wichtigsten Kunden zählen Flugsicherungsorganisationen, U-space-Serviceprovider, Regulierungsbehörden, Sicherheitsorganisationen, Betreiber kritischer Infrastruktur, Flughäfen und weitere Organisationen, die am Luftraummanagement beteiligt sind.

Die Entwicklung von Plattformen wie MAIA ist eng mit dem europäischen U-space-Rahmenwerk verbunden, das Regeln für die sichere Integration unbemannter Luftfahrzeuge in den gemeinsamen Luftraum festlegt. Ziel ist es, bemannten und unbemannten Luftfahrzeugen trotz der schnell steigenden Zahl von Drohnenflügen einen sicheren gemeinsamen Betrieb zu ermöglichen. Zur Unterstützung dessen verlangt die EU-Verordnung 2021/664, das zentrale operative Informationen über einen Common Information Services Provider (CISP) geteilt werden. MAIA erfüllt diese Anforderungen vollständig und hilft Organisationen zugleich, Einsätze unter realen Bedingungen wirksam zu koordinieren.

„Stellen Sie sich eine Situation vor, in der eine Polizeidrohne, ein Rettungshubschrauber und eine Drohne der Feuerwehr, die das Ausmaß eines Vorfalls kartiert, gleichzeitig über dem Ort eines Verkehrsunfalls im Einsatz sind. Jede erfüllt eine andere Aufgabe, doch alle benötigen Zugriff auf dieselben aktuellen Informationen über den Luftraum. Solche Situationen werden mit der weiteren Ausweitung von Drohneneinsätzen immer häufiger werden. MAIA schafft ein gemeinsames digitales Bild des Luftraums, das Organisationen ermöglicht, ihre Aktivitäten sicher zu koordinieren und Informationen in Echtzeit auszutauschen“, sagt Štěpán Alexa, CEO von UpVision.

MAIA-System mit Laptop-Benutzeroberfläche, Smartphone-App und Hardware-Empfänger zur digitalen Ortung und Navigation
MAIA gibt es für Tablets, Smartphones sowie als Tracker zur Installation an Drohnen. Mit MAIA Free, Pro und Tracker gibt es aktuell drei Versionen. Eine Enterprise-Version soll in Q4 dazukommen.
Foto: CSG

Teil der umfassenderen technologischen Architektur von CSG

Die Entwicklung der MAIA-Plattform ist keine isolierte Initiative von UpVision, sondern eine natürliche Fortsetzung der langfristigen Strategie von CSG, fortschrittliche technologische Fähigkeiten innerhalb der Gruppe aufzubauen. Retia und Eldis entwickeln Radartechnologien zur Erkennung und Verfolgung von Luftzielen. CS Soft und Atrak verfügen über umfassende Erfahrung in der Entwicklung von Flugverkehrsmanagementsystemen, Datenverarbeitungssoftware und entscheidungsunterstützenden Lösungen. Weitere CSG-Unternehmen sind in den Bereichen unbemannte Systeme, Antriebstechnologien und Systemintegration tätig. MAIA von UpVision erweitert diese Architektur um eine digitale Ebene, die einzelne Akteure im Luftraum miteinander verbindet und einen effizienten Informationsaustausch im gesamten Ökosystem ermöglicht.

„Die Zukunft des modernen Luftraums wird nicht allein von Radar- oder Flugverkehrs-managementsystemen abhängen. Entscheidend wird die Fähigkeit sein, Sensoren, Daten, Software und Nutzer in einem kohärenten System zu integrieren. Genau in diese Richtung entwickelt sich die Technologie von CSG seit vielen Jahren“, ergänzt Štěpán Alexa.

Tschechische Technologie mit europäischen Ambitionen

Die MAIA-Plattform ist ein weiterer Schritt zur Stärkung tschechischer technologischer Fähigkeiten im digitalen Luftraummanagement. In ganz Europa streben Staaten zunehmend danach, souveräne Fähigkeiten in Schlüsseltechnologien im Zusammenhang mit Sicherheit, Digitalisierung und dem Management kritischer Infrastruktur aufzubauen. Derselbe Trend zeichnet sich schrittweise auch im Bereich des unbemannten Verkehrsmanagements ab.

MAIA wurde in der Tschechischen Republik entwickelt und baut auf der langjährigen Expertise von UpVision in Luftfahrt, digitalen Diensten und europäischen Forschungsprojekten auf. Ziel der Plattform ist es, Kunden in Europa und weiteren Regionen eine Lösung bereitzustellen, die die sichere Integration unbemannter Systeme in den Luftraum unterstützt, während die Nachfrage weiter schnell wächst.

Antwort auf ein sich wandelndes Sicherheitsumfeld

Die wachsende Bedeutung unbemannter Systeme geht weit über die zivile Luftfahrt hinaus. Drohnen werden zunehmend von Streitkräften, Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten, medizinischen Notfalldiensten sowie Betreibern kritischer Infrastruktur eingesetzt. Mit der steigenden Zahl ihrer Einsätze wächst auch die Bedeutung von Systemen, die ihre sichere Koordination und den geschützten Informationsaustausch zwischen Organisationen ermöglichen. Plattformen wie MAIA stellen daher einen zentralen Bestandteil der künftigen digitalen Infrastruktur für das Luftraummanagement sowohl in zivilen als auch in sicherheitsrelevanten Umgebungen dar.

Die MAIA-Plattform wurde von einem multidisziplinären Team aus Experten für Softwareentwicklung, Flugverkehrsmanagement, U-space, digitale Infrastruktur und Sicherheitstechnologien entwickelt. Sie baut zudem auf Erfahrungen aus europäischen Projekten wie CERTIFLIGHT, U-Space4UAM, ATM-EXCITE und mehreren weiteren auf.

 

Text: Redaktion / af

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